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Iran verlangt 10 Garantien für die WM-Teilnahme

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Iran stellt 10 Bedingungen für die WM, darunter Visa-Garantien für IRGC-Mitarbeiter und Respekt für die Flagge, angesichts der Spannungen mit den USA.

Der Iran hat seine Teilnahme an der WM 2026 offiziell bestätigt, allerdings nicht ohne eine Reihe von Forderungen zu stellen, die die tiefen geopolitischen Spannungen rund um das Turnier unterstreichen. Der Iranische Fußballverband (FFIRI) veröffentlichte am Samstag eine Erklärung mit 10 Bedingungen, die von der FIFA und den Gastgeberländern – den USA, Kanada und Mexiko – erfüllt werden müssen, bevor die Mannschaft am 11. Juni das Feld betritt.

Die Forderungen kommen nach einer turbulenten Zeit für den iranischen Fußball, die durch eine Visumsverweigerung für FFIRI-Präsident Mehdi Taj vor dem FIFA-Kongress im letzten Monat in Kanada gekennzeichnet war. Taj, der Verbindungen zu Irans Islamischer Revolutionsgarde (IRGC) hat, wurde die Einreise verwehrt, was einen diplomatischen Konflikt auslöste, der nun Irans WM-Reise erschweren könnte.

Im Kern von Irans Liste stehen Garantien, dass alle Spieler, Trainer und Funktionäre – einschließlich derer, die in der IRGC gedient haben – Visa erhalten. Die IRGC wird von den USA und Kanada als Terrororganisation eingestuft, was diese Forderung besonders heikel macht. Während US-Außenminister Marco Rubio erklärt hat, dass iranische Fußballer willkommen seien, warnte er, dass Personen mit Verbindungen zur IRGC weiterhin mit Einschränkungen rechnen müssten.

Iran verlangt zudem Respekt für seine Nationalflagge und -hymne, verstärkte Sicherheit an Flughäfen, Hotels und Stadien sowie eine Beschränkung für Journalisten, Fragen zu stellen, die über „technische Fußballangelegenheiten“ hinausgehen. Die letztgenannte Forderung unterstreicht die verschwimmende Grenze zwischen Sport und Politik – eine Grenze, die im iranischen Fußball oft getestet wurde. Beim Frauen-Asien-Cup in Australien Anfang dieses Jahres suchten mehrere iranische Spielerinnen Asyl, was zu einer angespannten Situation führte, in der sieben humanitäre Visa erhielten und fünf nach Hause zurückkehrten.

Diese Bedingungen bringen die FIFA in eine prekäre Lage. Während der Weltverband Turnierlogistik und -protokolle beeinflussen kann, fallen Themen wie Grenzkontrolle und Visumprüfung in die Zuständigkeit der USA. Die jüngsten Militärschläge zwischen Iran, Israel und den mit den USA verbündeten Golfstaaten – die jetzt unter einer fragilen Waffenruhe pausieren – fügen eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Irans Trainer Amir Ghalenoei hat eingeräumt, dass politisch aufgeladene Atmosphären Spiele seiner Mannschaft umgeben könnten.

Trotz der Rhetorik gibt es keine Anzeichen für einen Rückzug Irans. Stattdessen besteht der Verband darauf, dass man „ohne jedes Abweichen von unseren Überzeugungen, unserer Kultur und unseren Grundsätzen“ antreten werde. Für die USA und Kanada stellt die Ausrichtung der größten WM der Geschichte bereits logistische Herausforderungen dar; die Hinzunahme einer politisch aufgeladenen Mannschaft wie Iran könnte diplomatische Normen auf die Probe stellen.

Die Situation erinnert an 2022, als Irans WM-Kampagne von innenpolitischen Protesten und Flaggenkontroversen überschattet wurde. Diesmal sind die Einsätze noch höher. Werden die Forderungen nicht erfüllt, droht dem Turnier ein prominentes Fernbleiben oder schlimmstenfalls ein Sicherheitsvorfall, der die US-iranischen Beziehungen weiter belastet.

Für die WM insgesamt stellen Irans Bedingungen ein Mikrokosmos breiterer geopolitischer Bruchlinien dar. Als erstes von drei Nationen ausgerichtetes Turnier betrat die Ausgabe 2026 bereits Neuland. Nun muss sie auch Fragen der Souveränität, Sicherheit und der Integrität des Sports navigieren.

Die FIFA hat nicht öffentlich auf die gesamte Liste der Forderungen reagiert, aber Insider deuten an, dass die Organisation in heiklen Verhandlungen steckt. Die Zeit drängt: Das Turnier beginnt in etwas mehr als zwei Monaten, und Irans Teilnahme – wenn auch scheinbar gesichert – bleibt bedingt.

Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.