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James und Díaz führen Kolumbiens 26-Mann-WM-Kader an

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James Rodríguez ist Kapitän des kolumbianischen WM-Kaders mit 26 Spielern. Luis Díaz kommt mit 49 Torbeteiligungen für Bayern und führt den Angriff der Gruppe

Kolumbiens Nationalmannschaft hat offiziell ihren 26-köpfigen Kader für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bekannt gegeben, die vom 11. Juni bis 19. Juli stattfindet. Cheftrainer Nestor Lorenzo vertraut auf eine Mischung aus erfahrenen Veteranen und formstarken Stars, um die anspruchsvolle Gruppe K zu meistern.

Im Zentrum des Kaders steht James Rodríguez, der bei seiner dritten WM-Teilnahme die Kapitänsbinde der Cafeteros trägt. Der Spielmacher, der zuvor für Monaco, Real Madrid und Bayern München spielte, fehlte bei der WM 2022 in Katar schmerzlich, nachdem Kolumbien die Qualifikation verpasst hatte. Nun kehrt der 34-jährige Rodríguez mit einem Punkt auf der größten Bühne des Sports zurück.

Rodríguez‘ Führungsqualitäten und Spielübersicht bleiben entscheidend, aber die Offensivspitze ist zweifellos Luis Díaz. Der 29-jährige Flügelspieler hat gerade eine phänomenale Saison bei Bayern München abgeschlossen, in der er in allen Wettbewerben 26 Tore und 23 Vorlagen erzielte. Seine 49 direkten Torbeteiligungen machen ihn zu einem der gefährlichsten Stürmer des Turniers.

Im Angriff wird Díaz von Luis Suárez ergänzt, dem ehemaligen Stürmer von Marseille, der mit 28 Toren für Sporting Lissabon die Torschützenliste der portugiesischen Liga anführte. Suárez‘ klinischer Abschluss und intelligente Bewegungen bieten eine andere Dimension für Kolumbiens Offensivoptionen und könnten eine tödliche Partnerschaft mit Díaz eingehen.

Der Kader umfasst auch vertrauenswürdige Verteidiger wie Deiver Machado von Nantes, der auf der linken Seite Energie und Flanken liefert, sowie den erfahrenen Torhüter David Ospina, den ehemaligen Schlussmann von Nizza, dessen Erfahrung für die Organisation der Abwehr entscheidend sein wird. Weitere Namen in der 26-köpfigen Liste sind eine Mischung aus nationalen und europäischen Talenten.

Kolumbiens Aufgaben in der Gruppe K bieten sowohl Chancen als auch Risiken. Sie eröffnen gegen Usbekistan, eine Mannschaft, die erst zum zweiten Mal an einer WM teilnimmt, aber defensiv organisiert sein kann. Als nächstes folgt ein Blockbuster-Duell mit Portugal, dem wahrscheinlichen Gruppensieger, der über Weltklasse-Talente verfügt. Das letzte Gruppenspiel ist gegen die DR Kongo, eine körperlich starke Mannschaft, die an ihrem Tag jeden überraschen kann.

Lorenzos Team geht nach einer kürzlichen Freundschaftsspiel-Niederlage gegen Frankreich ins Turnier, die einige defensive Schwächen offenbarte, aber auch Kolumbiens Fähigkeit zeigte, gegen Spitzengegner Chancen zu kreieren. Dieser Test hat wertvolle Lehren für die Vorbereitung geliefert.

Die Kaderbekanntgabe ist von großer Bedeutung für eine Nation, die den Schmerz der verpassten WM 2022 erlitten hat. Kolumbiens Fußballverband investierte in die Jugendentwicklung und unterstützte Lorenzo beim Wiederaufbau. Nun, mit einer ausgewogenen Mischung aus erfahrenen Führungspersönlichkeiten und aufstrebenden Stars, gibt es verhaltenen Optimismus, dass das Team die Gruppenphase überstehen kann.

Für Rodríguez ist dieses Turnier die letzte Gelegenheit, sein Vermächtnis zu festigen. Nachdem er bei der WM 2014 geglänzt und den Goldenen Schuh gewonnen hatte und 2018 die Mannschaft als Kapitän führte, wird er verzweifelt versuchen, Kolumbien tief in die K.o.-Runde zu führen. Seine Standards und Weitschüsse bleiben Waffen von Weltklasse.

Díaz trägt indes die Last der primären Torgefahr. Wenn sich seine Vereinsform auf die internationale Bühne überträgt, könnte Kolumbien jede Abwehr in Schwierigkeiten bringen. Die Frage ist, ob Lorenzo ein System aufbauen kann, das sowohl Rodríguez‘ Kreativität als auch Díaz‘ Tempo im Konter maximiert.

Die Gruppe K ist hinter Portugal weit offen, sodass Kolumbien wahrscheinlich mit der DR Kongo und Usbekistan um einen K.o.-Platz kämpfen wird. Ein starker Start gegen Usbekistan ist unerlässlich, wenn sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen. Die Fähigkeit des Teams, in Drucksituationen mit hohen Einsätzen umzugehen, wird früh getestet.

Mit den Augen der Welt auf sich gerichtet, kommt Kolumbien als Geheimfavorit zur WM 2026. Die Mischung aus Rodríguez‘ Magie, Díaz‘ Feuerkraft und Suárez‘ Raubtierinstinkten gibt ihnen eine Außenseiterchance. Der Erfolg hängt von der defensiven Stabilität ab und davon, ob die Nebenleute die Gelegenheit nutzen können.

Basierend auf Berichten von L'Equipe.