Krankenhaus setzt Dialyse für über 80 SUS-Patienten in Campina Grande ausCampina Grande, Paraíba – Das Hospital Antônio Targino hat seine Hämodialyse-Dienste für Patienten des brasilianischen Einheitlichen Gesundheitssystems (SUS) ausgesetzt, was direkt mehr als 80 Personen betrifft, die auf diese lebenswichtige Behandlung angewiesen sind.
Die Krankenhausverwaltung führt die Aussetzung auf einen Mangel an notwendigen medizinischen Verbrauchsmaterialien zurück und weist die Verantwortung der Gesundheitsbehörde der Stadt Campina Grande zu. Die Behörde hat diese Darstellung jedoch öffentlich bestritten. Nach Angaben von Beamten hat die Stadtgemeinde dem Krankenhaus bereits 2026 1,8 Millionen R$ überwiesen und ist der Auffassung, dass die Beschaffung und Verwaltung der Materialien vertragliche Pflichten des Krankenhauses seien.
Die Situation hat sich so weit zugespitzt, dass höhere Behörden einbezogen wurden. Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Paraíba (Ministério Público da Paraíba) hat ein Untersuchungsverfahren eingeleitet, um die Umstände rund um die Dienstunterbrechung zu prüfen. Gleichzeitig hat die Gesundheitsbehörde der Stadt die sofortige Wiederaufnahme der Hämodialyse-Dienste angeordnet.
Die Aussetzung der Dialysebehandlung stellt eine schwere Gesundheitsgefährdung für die betroffenen Patienten dar, für die eine konsequente und rechtzeitige Therapie eine Frage von Leben und Tod ist. Die widersprüchlichen Darstellungen zwischen dem Krankenhaus und der öffentlichen Gesundheitsbehörde verdeutlichen einen Zusammenbruch in der operativen Kette, die für die Bereitstellung der grundlegenden Versorgung verantwortlich ist.
Derzeit bleiben die Dienste ausgesetzt, und die betroffenen Patienten befinden sich in einer prekären Lage und warten auf eine Lösung zwischen den institutionellen Parteien unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft.