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Leicester City Frauen abgestiegen: Was das für den Verein

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Leicester Citys Frauen beenden ihren WSL-Aufenthalt durch eine Playoff-Elfmeterschießen-Niederlage gegen Charlton und steigen zusammen mit dem Männerteam ab

Die Amtszeit von Leicester City in der Women's Super League endete am Samstag auf bittere Weise: Eine Elfmeterschießen-Niederlage gegen Charlton Athletic besiegelte den Abstieg in die zweite Liga. Nachdem die Füchse mit nur zwei Siegen und einer erschreckenden Tordifferenz von -41 den letzten Tabellenplatz belegt hatten, bot sich ihnen im ersten Aufstiegs-Play-off noch eine letzte Chance, die Erstklassigkeit zu retten. Doch im Valley lieferte Charlton-Torwart Sophie Whitehouse eine Meisterleistung im Elfmeterschießen, schickte die Addicks in die WSL und Leicester in die Championship.

Leicesters fünfjähriger Aufenthalt in der höchsten Spielklasse war von stetigem Fortschritt geprägt, bis es in dieser Saison zu einem dramatischen Einbruch kam. Nur wenige Tage vor Saisonbeginn wurde das Management umgestellt – Amandine Miquel wurde zehn Tage vor dem Auftakt entlassen – und der Club bemühte sich, eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen. Rick Passmoor, zunächst Interimstrainer, erhielt im Oktober einen Dreijahresvertrag, fand aber nie zu konstanter Form. Im Januar-Transferfenster wurden erfahrene Verstärkungen geholt, doch der Abstand zur Rettung vergrößerte sich nur, sodass der automatische Abstieg am 1. Mai feststand, bevor das Play-off eine letzte Gnadenfrist bot.

Passmoor verwies auf eine schädliche Serie von Ergebnissen zwischen Januar und März und bestand darauf, dass die Leistungen mehr Punkte verdient hätten. „Man darf sich keine einfachen, grundlegenden Fehler im Spiel erlauben“, klagte er und räumte ein, dass Selbstvertrauen und Momentum zu einer Abwärtsspirale wurden, der der Club nicht entkommen konnte. Die 13 Spiele andauernde Niederlagenserie, die ihre Saison prägte, verdeutlichte einen Mangel an Tiefe und Widerstandsfähigkeit, der sich gegen ein wiedererstarktes Charlton als fatal erwies.

Die Auswirkungen des Abstiegs reichen nun weit über den Platz hinaus. Finanziell bedeutet der Abstieg einen deutlichen Rückgang der Übertragungserlöse – ein Schlag, der durch den gleichzeitigen Abstieg der Männermannschaft in die League One noch verstärkt wird. Das Spielerbudget der Frauen wird mit ziemlicher Sicherheit schrumpfen, was Vertragsverhandlungen erschwert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Schlüsselspielerinnen den Verein verlassen. Sofort tauchten Fragen auf, ob die Mannschaft weiterhin ihre Heimspiele im King Power Stadium austragen wird, angesichts des finanziellen Drucks, der den Club nun von beiden Seiten einengt.

Passmoor räumte die Unsicherheit ein und betonte, dass der Verein eine gründliche Überprüfung durchführen müsse. „Als Verein müssen wir uns das ansehen und überprüfen. Wir müssen uns möglicherweise neu aufstellen“, sagte er und forderte Klarheit über Vision, Strategie und Kultur, um die Leistung zu steigern. Kapitän Sam Tierney hatte dem BBC Radio Leicester zuvor gesagt, dass eine umfassende Überprüfung notwendig sei, und betont, dass die Mannschaft die Erwartungen nicht erfüllt habe. Der Trainer schloss sich dieser Meinung an und verriet, dass noch keine Entscheidungen über die Zukunft – auch seine eigene – mitgeteilt worden seien. „Uns wurde buchstäblich nichts mitgeteilt, keine Änderungen bisher“, so Passmoor, obwohl er dem Club zugutehielt, ihn ohne große finanzielle Mittel unterstützt zu haben. „Es war kein Scheckbuch, aber sie haben uns eine Führung gegeben, die die Richtung vorgab.“

Inmitten der Tristesse bietet die World Sevens Series eine kurzfristige Ablenkung und potenzielle finanzielle Aufbesserung. Leicester wird nächste Woche antreten, mit einem Gesamtpreispool von 1,1 Millionen Pfund. Passmoor merkte an, dass das Event die Persönlichkeiten der Spielerinnen potenziellen Investoren präsentieren könnte und eine dringend benötigte Lebensader darstellt. Diese Zufuhr ist zwar willkommen, kann aber die strukturellen Herausforderungen nicht verdecken.

Der breitere Kontext des Frauenfußballs verschiebt sich ebenfalls: Die WSL wird in der nächsten Saison von 12 auf 14 Teams erweitert, eine Entwicklung, die Leicester ironischerweise eine sanftere Landung beschert hätte, wenn sie das Play-off gewonnen hätten. Stattdessen wird Charlton Athletic zusammen mit den Aufsteigern Birmingham City und Crystal Palace in die höchste Spielklasse aufsteigen, ihr Aufstieg durch Whitehouses Heldentaten und eine Saison, die alle Erwartungen übertraf.

Während die Frauenmannschaft von Leicester City das Ende ihres WSL-Kapitels verdaut, werden die kommenden Wochen von Selbstreflexion und Planung geprägt sein. Eine Vorstandssitzung mit Passmoor und dem Direktor des Frauenfußballs Lee Billiard wird voraussichtlich den Weg nach vorne abstecken. Für einen Verein, der mit zwei Abstiegen konfrontiert ist, war der Bedarf an einer kohärenten Strategie noch nie dringender. Der Traum von einer schnellen Rückkehr in die höchste Spielklasse wird davon abhängen, ob die Grundlagen von Grund auf neu aufgebaut werden können.

Basierend auf einem Bericht von BBC Sport.