Xxgwise
PremiumAnmelden
Nachrichten

Les Bleus: Diallo setzt Frist bis zum 10. Juni für

WeltmeisterschaftFrance vs SenegalFrankreichSenegalParaguayLesothoPartizan BelgradPartizaniMonacoAuxerreParis FCTuneAnderlechtKanada

Philippe Diallo gibt den französischen Spielern bis zum 10. Juni Zeit, um sich über WM-Boni zu einigen, während er auf höhere FIFA-Preisgelder drängt, um die

Philippe Diallo, Präsident des französischen Fußballverbandes (FFF), hat die finanziellen Realitäten offengelegt, denen die Organisation gegenübersteht. Er bestätigte, dass die Verhandlungen mit der französischen Nationalmannschaft über WM-Boni laufen, mit einer festen Frist bis zum 10. Juni. Bei der LFP-Generalversammlung am Mittwoch betonte Diallo die Notwendigkeit von Klarheit, bevor die Mannschaft in die USA reist, um ihre Vorbereitung auf das Turnier abzuschließen, bei dem Les Bleus ihren dritten Weltmeistertitel anstreben.

Die finanziellen Einsätze für den FFF sind enorm. Ein tiefes Vordringen bei der WM ist nicht nur ein sportlicher Ehrgeiz, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Diallo räumte ein, dass die Konten des Verbandes einen erheblichen Zufluss aus den FIFA-Preisgeldern benötigen, und er machte keinen Hehl aus seinem Wunsch, dass der Weltverband den Gesamttopf für die kommende Ausgabe erhöht. „Wir müssen sehr weit gehen, um die Bücher auszugleichen“, wurde er in L'Equipe zitiert, was den Druck auf die Mannschaft und die Institution zusammenfasst.

Historisch erhielten die französischen Spieler 30 % der FIFA-Preisgelder, die an den FFF ausgezahlt wurden. Bei der WM 2022 betrug der Gesamttopf 440 Millionen Dollar, der Sieger erhielt 42 Millionen Dollar. Hätte Frankreich gewonnen, wäre der Anteil der Spieler beträchtlich gewesen. Nun hat Diallo einen neuen Vorschlag vorgelegt, obwohl er sich weigerte zu verraten, ob dieser eine Kürzung vorsieht. „Ich habe ihnen einen Vorschlag gemacht. Ich spreche nicht von einer Reduzierung oder dem Inhalt meines Vorschlags“, sagte er. Die Spieler beraten nun und werden mit einem Gegenvorschlag antworten.

Der Stichtag 10. Juni steht in direktem Zusammenhang mit den Reiseplänen der Mannschaft. An diesem Tag fliegt die französische Delegation in die USA, und Diallo möchte alle logistischen und vertraglichen Angelegenheiten geklärt haben, damit der Fokus voll auf dem Platz liegen kann. „Bis dahin werden alle logistischen Eventualitäten finalisiert sein, sodass sich das Team nur noch auf das Endturnier und eine große WM konzentrieren kann“, erklärte er.

Die Bonus-Affäre ist mehr als nur Zahlen – sie spiegelt die allgemeine finanzielle Gesundheit des FFF wider. Der Verband ist stark auf die Leistungen der Nationalmannschaft angewiesen, um Basisprogramme, Infrastruktur und den Frauenfußball zu finanzieren. Ein Ausscheiden in der Gruppenphase wäre katastrophal; ein Halbfinaleinzug könnte das absolute Minimum sein, um ein Defizit zu vermeiden. Dies erklärt Diallos doppelten Vorstoß: mehr von der FIFA zu verlangen und die internen Spielerkosten zu managen.

In der Zwischenzeit schmiedet Trainer Didier Deschamps leise seine Pläne. Vor einem Freundschaftsspiel gegen Senegal verriet er, dass er bereits seine Startelf im Kopf hat. „Natürlich habe ich meine Aufstellung für Frankreich gegen Senegal im Kopf“, sagte er und signalisierte, dass die taktische Vorarbeit bereits weit fortgeschritten ist, während die administrative Seite aufholt. Das Senegal-Spiel dient als letzter Test vor dem Beginn der WM.

Die Verhandlungsdynamik ist heikel. In früheren Jahren sind Bonusstreitigkeiten gelegentlich an die Öffentlichkeit gelangt, aber Diallo beschrieb die aktuellen Gespräche als in einem „guten Klima“. Die Spieler unter Kapitän Kylian Mbappé sind sich der Finanzen des Verbandes und der symbolischen Bedeutung bewusst, nicht als gierig angesehen zu werden. Dennoch müssen sie auch ihre Interessen schützen, in dem, was wahrscheinlich ihr lukrativstes Karrierefenster ist.

Die FIFA-Preisgelder sind ein Streitpunkt, da viele nationale Verbände argumentieren, dass die Beträge zwar riesig, aber nicht mit dem kommerziellen Erfolg des Turniers Schritt halten. Für einen Spitzenverband wie Frankreich sind die Erwartungen enorm hoch, und der finanzielle Plan hängt davon ab, zumindest die späteren Runden zu erreichen. Diallos offene Kommentare offenbaren die Realität, dass selbst Spitzenverbände mit knappen Margen operieren.

Mit der näher rückenden Frist sind alle Augen auf die Antwort der Spieler gerichtet. Eine schnelle Einigung würde es dem Team ermöglichen, mit klarem Kopf ins Flugzeug zu steigen, während langwierige Verhandlungen unnötige Ablenkungen schaffen könnten. Die Geschichte deutet auf einen Kompromiss hin, aber der FFF wird hoffen, dass die endgültigen Bedingungen den ohnehin schmalen finanziellen Spielraum nicht weiter schmälern.

Während sich Frankreich auf einen weiteren Angriff auf die WM vorbereitet, sind die Manöver abseits des Platzes ebenso entscheidend wie die Taktik auf dem Platz. Der Ausgang der Bonusgespräche und die Leistung des Teams im Turnier werden die Finanzen des Verbandes für Jahre prägen. Basierend auf Berichten von L'Equipe.