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Lukaku-Conte Riss repariert: Was es für Napoli bedeutet

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Lukaku und Conte versöhnen sich bei Napoli nach Wochen der Spannung; Stürmer trainiert individuell. Zukunft ungewiss, da Abgang nach der WM 2026 erwartet wird.

Romelu Lukaku und Antonio Conte haben einen bedeutenden Schritt zur Reparatur ihrer angespannten Beziehung unternommen. Der belgische Stürmer traf sich zum ersten Mal seit Wochen mit Conte im Trainingskomplex von Napoli, was auf ein mögliches Tauwetter in den Spannungen hindeutet. Während Lukaku weiterhin individuell trainiert, bleibt er Teil des Kaders und vermeidet eine Verbannung aus der ersten Mannschaft.

Laut der italienischen Zeitung Corriere dello Sport war das Gespräch zwischen beiden ruhig und konstruktiv. Conte hatte zuvor öffentlich seine Enttäuschung geäußert und erklärt, er hätte während Lukakus Abwesenheit zumindest eine Nachricht von ihm erwartet. Das Treffen schien diese Bedenken auszuräumen, wobei beide Parteien Bereitschaft zeigten, voranzukommen.

Der Riss entstand, als Lukaku mit der Führung von Napoli hinsichtlich seines körperlichen Trainingsplans uneins war. Er verbrachte über einen Monat in Belgien, wo er einem individuellen Programm folgte und mehrere Anrufe des Vereins verpasste. Napoli verhängte eine Geldstrafe, weil er nicht reagierte, und erst nach einem Treffen mit Sportdirektor Giovanni Manna und Lukakus Vertretern wurde der Weg zur Wiedereingliederung geebnet.

Vorerst ist die unmittelbare Krise abgewendet. Lukakus Rückkehr ins Training, auch wenn getrennt von der Gruppe, deutet darauf hin, dass Verein und Spieler auf eine funktionale Beziehung hinarbeiten. Die langfristige Perspektive bleibt jedoch ungewiss. Italienische Medien erwarten weitgehend, dass Lukaku Napoli nach der WM 2026 verlassen wird, obwohl sein Vertrag bis 2027 läuft.

Mögliche Ziele für den 32-Jährigen sind türkische Vereine, AS Monaco und eine sentimentale Rückkehr zu Anderlecht. Sein Ehrgeiz, mit Belgien an einer vierten Weltmeisterschaft teilzunehmen, ist ein treibender Faktor, während Napolis nahezu sichere Champions-League-Qualifikation einen reibungslosen Abgang erschweren könnte.

Unterdessen plant Napoli für die Zeit nach Lukaku. Sportdirektor Giovanni Manna bestätigte im März, dass Rasmus Højlund wahrscheinlich fest von Manchester United verpflichtet wird. Die Kaufverpflichtung in Höhe von 44 Millionen Euro greift, sobald die Champions-League-Teilnahme gesichert ist, was bei drei verbleibenden Spielen so gut wie sicher ist. Højlund hat in dieser Saison in 41 Einsätzen 14 Tore erzielt.

Die Versöhnung mit Conte beseitigt nicht die grundlegenden Probleme. Lukakus Zukunft bleibt ungewiss, und die Kaderplanung von Napoli deutet darauf hin, dass sie sich auf ein Leben ohne ihn vorbereiten. Vorerst liegt der Fokus darauf, die Saison stark zu beenden und sich den Champions-League-Platz zu sichern.

Contes Fähigkeit, mit dieser heiklen Situation umzugehen, wird in den kommenden Wochen auf die Probe gestellt. Wenn Lukaku positiv beitragen kann, könnte das kurzfristig beiden Parteien zugutekommen. Aber die Saga hat die Zerbrechlichkeit ihrer einst engen Bindung offengelegt, und die italienischen Fußballbeobachter werden genau hinschauen.

Letztlich könnte dieses Treffen nur ein Pflaster auf einem tieferen Riss sein. Mit Højlund in den Startlöchern und Lukakus erwartetem Abgang innerhalb von zwei Jahren stellt sich die eigentliche Frage, wie reibungslos Napoli ohne seinen Star-Stürmer den Übergang schaffen kann – und ob Conte bis dahin den Frieden bewahren kann.

Basierend auf Berichten von Voetbal International.