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Lula wird bei Treffen im Weißen Haus mit Trump über

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Der brasilianische Präsident Lula wird bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus den massiven Steuerhinterziehungsfall Refit besprechen

In einem bedeutenden diplomatischen Schritt wird erwartet, dass der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Donnerstag im Weißen Haus einen großen Steuerhinterziehungsfall zur Sprache bringt. Das Thema dreht sich um den Fall Refit, der eines der größten Steuerhinterziehungssysteme Brasiliens offenlegte, und den brasilianischen Geschäftsmann im Zentrum, Ricardo Magro.

Das für Donnerstagnachmittag in Washington geplante Treffen wird Lula dazu nutzen, das Problem der Korruption im brasilianischen Kraftstoffsektor anzusprechen. Obwohl der brasilianische Präsident Magro nicht namentlich erwähnen mag, ist der Fall der Refinaria de Manguinhos, jetzt bekannt als Refit, ein zentraler Diskussionspunkt. Magro wird in brasilianischen Ermittlungen als der größte Steuerschuldner des Landes identifiziert.

Die Bestätigung der Tagesordnung kam von Brasiliens Vizepräsident Geraldo Alckmin. In einem kürzlichen Interview erklärte Alckmin, dass die Bekämpfung von Korruption in der Kraftstoffindustrie ein zentrales Thema des Gesprächs zwischen Lula und Trump sein werde. Er betonte die Bemühungen der Regierung, nicht nur die organisierte Kriminalität, sondern auch die großen wirtschaftlichen Akteure ins Visier zu nehmen, die Steuerhinterziehung durch Raffinerien, Importe und Außenhandel begünstigen.

Auf die direkte Frage, ob der spezifische Fall von Ricardo Magro zur Sprache kommen werde, antwortete Alckmin bejahend. Er bezeichnete den Bereich als „äußerst schwerwiegend“ und stellte fest, dass im Rahmen des Vorgehens Personen verhaftet und Vermögenswerte eingefroren wurden. Der Vizepräsident erklärte, dass diese Maßnahmen den brasilianischen Kraftstoffsektor davor bewahrt hätten, von Gruppen dominiert zu werden, die sich ausschließlich auf Steuerhinterziehung konzentrieren.

Ricardo Magro, 51, ist eine prominente und umstrittene Figur im brasilianischen Kraftstoffmarkt. Als Anwalt und Geschäftsmann leitet er seit 2008 die ehemalige Refinaria de Manguinhos, heute die Refit-Gruppe. Das Unternehmen war im Laufe der Jahre Gegenstand zahlreicher Steuerermittlungen und Streitigkeiten mit Aufsichtsbehörden.

Ursprünglich aus São Paulo stammend, erlangte Magro in Rio de Janeiro Bekanntheit. Seit 2016 lebt er in einem gehobenen Viertel von Miami, Florida, in den Vereinigten Staaten. Sein Bildungshintergrund umfasst einen Jurastudium an der Universidade Paulista (Unip) und eine postgraduale Spezialisierung im Steuerrecht.

Der Fall Refit selbst wird als einer der größten jemals in Brasilien aufgedeckten Steuerhinterziehungspläne beschrieben. Ermittlungen haben Magro mit dem mutmaßlichen Einsatz von Finanzinstituten im US-Bundesstaat Delaware in Verbindung gebracht, um die angebliche Hinterziehung zu ermöglichen.

Die Diskussion unterstreicht die anhaltende internationale Zusammenarbeit und den Fokus auf grenzüberschreitende Finanzkriminalität, wobei Brasilien versucht, das Problem auf höchster diplomatischer Ebene anzugehen. Basierend auf einem Bericht von g1.