Manchester City hielt ihre flackernden Titelhoffnungen in der Premier League mit einem souveränen 3:0-Sieg über ein unterwürfiges Crystal Palace am Mittwoch im Etihad-Stadion am Leben und zog das Meisterschaftsrennen in die letzten zwei Wochen. Phil Foden lieferte eine Meisterklasse in Kreativität ab, indem er in der ersten Halbzeit zwei Vorlagen lieferte, die Pep Guardiolas Team auf den Weg zu einem Sieg brachten, der sie bis auf zwei Punkte an den Spitzenreiter Arsenal heranführt, wobei beide Vereine nur noch zwei Spiele haben.
Das erste Tor fiel durch einen Blitz instinktiver Brillanz von Foden, dessen improvisierter Hackenpass Antoine Semenyo fand, der in den Strafraum sprintete, und der Stürmer schloss mit einem knackigen ersten Schuss ins untere Eck ab. Es war ein Tor, das Erinnerungen an Fodens herausragende Saison 2023/24 weckte – das letzte Mal, dass City den Titel holte – und setzte den Ton für einen Abend, an dem die Gastgeber nie in Gefahr schienen. Vor der Halbzeitstunde war Foden erneut als Vorlagengeber gefragt, diesmal flatterte er eine Flanke geschickt in den Lauf von Omar Marmoush, der sich klug drehte und Dean Henderson mit einem abgeklärten Schuss bezwang.
Während das Ergebnis auf einen routinemäßigen Sieg hindeutet, verleiht der Hintergrund des Titelrennens der Situation zusätzliche Spannung und Dramatik. Das Unentschieden von City gegen Everton eine Woche zuvor hatte die Initiative an Arsenal übergeben, und Mikel Artetas Männer sitzen jetzt am Steuer. Wenn die Gunners ihre verbleibenden Spiele gewinnen – zu Hause gegen Burnley und auswärts gegen genau dieses Crystal Palace am letzten Spieltag – werden sie unabhängig von Citys Ergebnissen zum Meister gekrönt. Guardiolas Team hat sein Schicksal nicht mehr in der eigenen Hand, aber der Abstand ist gering genug, um die Hoffnung am Leben zu erhalten.
Die Geschichte bietet jedoch wenig Ermutigung. Kein Team in den Annalen des englischen Spitzenfußballs hat jemals einen Fünf-Punkte-Rückstand so spät im Mai überwunden, um den Titel zu erobern. City lag nach dem torlosen Unentschieden gegen Everton fünf Punkte zurück, und obwohl sie seitdem daran gearbeitet haben, bräuchten sie, dass Arsenal in mindestens einem seiner letzten beiden Spiele Punkte liegen lässt – ein Szenario, das angesichts der unerbittlichen Konstanz des Londoner Klubs unwahrscheinlich erscheint. Dennoch ist dies eine City-Mannschaft, die sich darauf spezialisiert hat, den Erwartungen zu trotzen, und die aufeinanderfolgenden 3:0-Siege, beide von Selbstvertrauen geprägt, deuten darauf hin, dass die Mannschaft wirklich an eine Wende glaubt.
Guardiola, der in keinem Land, das er trainierte, jemals zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten ohne einen nationalen Titel erlebt hat, strahlte eine trotzige Zuversicht aus. Seine Faustschläge nach dem Spiel vor den heimischen Fans waren nicht die Handlungen eines Mannes, der sich mit dem zweiten Platz abgefunden hat. Stattdessen sendeten sie eine Botschaft: Obwohl das Rennen noch nicht gelaufen ist, wird City bis zum Schlusspfiff jede Faser seines Könnens einsetzen. Die Rotation von Schlüsselspielern – mit dem FA-Cup-Finale gegen Chelsea in drei Tagen – unterstrich auch den Balanceakt des Trainers, der die Verfolgung eines unwahrscheinlichen Ligatriumphs mit der Chance, die Saison mit einem Titel zu beenden, vereinbaren muss.
Crystal Palace seinerseits bot nur sporadischen Widerstand. Trainer Oliver Glasner, dessen Team sich auf das historische Auftreten im Finale der Conference League am Ende des Monats vorbereitet, nahm Änderungen vor, um Kräfte zu schonen, und den Gästen fehlte die Intensität, um eine fokussierte City-Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Die zweite Hälfte plätscherte als Formsache dahin, bis in der 72. Minute der eingewechselte Rayan Cherki einen präzisen Pass zu Savinho durchsteckte, der den Sieg mit einem klinischen Abschluss ins lange Eck perfekt machte.
Das Ergebnis verlängert das Titelrennen rechnerisch, verlagert aber gleichzeitig das Rampenlicht auf Arsenals Reaktion. Die Gunners, die auf der Jagd nach ihrem ersten Ligatitel seit der Saison der Unbesiegbaren 2003/04 sind, müssen nun mit dem Druck als Spitzenreiter umgehen, wobei jedes Spiel von immenser Bedeutung ist. Für City ist die Gleichung einfach und doch quälend: Gewinnen Sie die beiden verbleibenden Spiele – gegen Brighton und Nottingham Forest – und hoffen Sie auf einen Gefallen von Palace, der Arsenal am letzten Spieltag empfängt, was ein entscheidender Nachmittag werden könnte.
Im weiteren Kontext steht Guardiolas Vermächtnis auf dem Spiel. Eine beispiellose fünfte Premier-League-Meisterschaft in Folge ist rechnerisch noch möglich, und der unermüdliche Antrieb des Katalanen zeigt sich in der Art und Weise, wie sein Team auf den Rückschlag gegen Everton reagiert hat. Das FA-Cup-Finale am Samstag bietet eine greifbare Trophäe, aber die Augen des Trainers sind auf eine möglicherweise historische Aufholjagd in der Liga gerichtet, die diese Saison in die Folklore eingehen lassen würde.
Basierend auf Berichterstattung von Sky Sports.