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Man City Double: Wie Jeglertz 55 Punkte und den FA Cup holte

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Man City gewann unter Andree Jeglertz mit 55 Punkten das Double aus WSL und FA Cup und beendete damit eine sechsjährige Titeldurststrecke; Khadija Shaw blieb

Die Frauenmannschaft von Manchester City hat sich mit dem Gewinn des sensationellen nationalen Doubles in ihrer ersten Saison unter dem schwedischen Trainer Andree Jeglertz einen Platz in der Geschichte gesichert. Der Verein holte sich den Titel der Women's Super League mit 55 Punkten, was dem besten Wert der Vereinsgeschichte entspricht, und gewann den FA Cup, um erst das zweite Team in der WSL-Geschichte zu werden, dem dieses Kunststück gelang. Es war das triumphale Ende einer sechsjährigen Titeldurststrecke und läutete eine neue Ära der Dominanz ein, die auf mentaler Widerstandsfähigkeit und taktischer Klarheit basiert.

Jeglertz kam mit dem Ruf akribischer Vorbereitung, verstand aber, dass das Potenzial des Kaders durch Selbstzweifel gefesselt war. Kapitänin Alex Greenwood enthüllte: „Er hörte sich an, was jeder von uns daran hinderte, weiterzukommen. Es kam immer wieder auf die Mentalität zurück.“ Der Trainer änderte die interne Sprache und verankerte Meistergewohnheiten, lange bevor die Trophäen sie bestätigten. Flügelspielerin Lauren Hemp, die nach acht Jahren im Verein ihren ersten Meistertitel feierte, bemerkte: „Wir haben fantastischen Fußball gespielt, aber selbst wenn das nicht der Fall war, haben wir einen Weg zum Sieg gefunden.“ Der Wandel von ewigen Zweitplatzierten zu unerbittlichen Gewinnern war spürbar.

Citys Bilanz von sechs zweiten Plätzen seit der Neugründung der WSL im Jahr 2011 lastete schwer auf dem Team. Die zehnjährige Lücke zwischen ihrem ersten Titel und diesem Triumph war die längste in der Ligageschichte und unterstrich ein schmerzhaftes Muster des knappen Scheiterns. Das Etikett „immer die Brautjungfer“ wurde zu einer Last, die Jeglertz unbedingt ablegen wollte. Er gestaltete die Erzählung um und überzeugte die Spielerinnen, dass sie nicht nur Anwärter, sondern die kompletteste Mannschaft in England seien. Die psychologische Befreiung erwies sich als transformativ.

Auf dem Platz war die Autorität von City atemberaubend. Sie gingen am 9. November nach einem Sieg gegen Everton an die Spitze und gaben die Führung nie mehr ab. Zeitweise betrug ihr Vorsprung 11 Punkte, wobei sie Verfolger wie Chelsea und Arsenal hinter sich ließen. Die Mannschaft egalisierte den Vereinsrekord für die meisten Siege in einer Saison (18) und zeigte eine neu entdeckte Härte in engen Spielen. Selbst wenn die Leistungen nachließen, blieben die Ergebnisse unnachgiebig – ein Kennzeichen von Meistern.

Eine entscheidende Nebenhandlung war der Verbleib von Stürmerin Khadija Shaw. Sie stand im Sommer kurz davor, zu Chelsea zu wechseln, ein Transfer, der das Gleichgewicht der Liga neu geformt hätte. Citys Entscheidung, ein lukratives Angebot abzulehnen und Shaw zum Bleiben zu überzeugen, sendete eine starke Botschaft der Absicht. Der Deal behielt nicht nur eine bewährte Torschützin, sondern setzte auch einen neuen finanziellen Maßstab und bewies, dass der Verein aggressiv um den Verbleib seiner Stars kämpfen würde. Shaws Präsenz lieferte die entscheidende Spitze, die oft Sieger von Verlierern trennt.

Jeglertz’ Mantra – „nie zufrieden sein“ – hallte während der gesamten Saison wider. Er gab zu, etwas überrascht zu sein, so viel so schnell erreicht zu haben, betonte aber, dass große Trophäen von seinem ersten Gespräch mit dem Verein an immer das Ziel waren. Seine subtilen taktischen Anpassungen, wie das Kontrollieren des Pressings und das Diktieren des Tempos, verliehen City eine kontrollierte Aggressivität, die die Gegner überwältigte. Die kollektive Überzeugung des Kaders, die in den Vorjahren fehlte, wurde zu ihrer stärksten Waffe.

Die Auswirkungen auf die Liga sind bedeutend. Citys Double setzt einen neuen Standard, der die Konkurrenz zwingen wird, zu investieren und sich weiterzuentwickeln. Chelsea, bis jetzt Dauermeister, steht einer wiedererstarkten Mannschaft mit einem tiefen Kader und einer klaren Philosophie gegenüber. Der Zusammenhalt abseits des Platzes – Spielerinnen, die Zeit miteinander abseits des Fußballs verbringen – hat eine Bindung gefördert, die Hemp als „den Beginn von etwas noch Besonderem“ beschreibt. Mit Jeglertz am Ruder scheint City darauf ausgelegt, jahrelang zu dominieren.

Die historische Saison definiert auch neu, was für ein Team möglich ist, das zum Synonym für knappe Niederlagen geworden war. Greenwood, Hemp und jetzt Shaw bilden den Kern einer entstehenden Dynastie. Der FA-Cup-Triumph verlieh Glanz, aber es war die unerbittliche Ligaleistung, die wirklich die Ankunft von City als führende Mannschaft des Landes verkündete. Nicht länger von der Vergangenheit belastet, haben sie ihre Geschichte mit Autorität umgeschrieben.

Basierend auf Berichterstattung von Sky Sports.