Manchester City vollendete mit einem überzeugenden 4:0-Sieg über Brighton & Hove Albion im FA-Cup-Finale der Frauen im Wembley-Stadion ein denkwürdiges nationales Double. Das Ergebnis sicherte dem Verein den vierten FA-Cup-Titel und markierte das erste Ligapokal-Double im Frauenfußball, wobei der Cup zur ersten Meisterschaft in der Women's Super League seit einem Jahrzehnt hinzukam.
Das Finale schien in der ersten Halbzeit lange ausgeglichen, da Brighton, das sein erstes großes Endspiel bestritt, gefährliche Chancen herausspielte, aber nicht traf. Fran Kirby und Kiko Seike kamen früh beide nahe an ein Tor heran, doch es war City, das gegen den Spielverlauf in Führung ging. Der Durchbruch gelang Khadija Shaw, deren Status als Spielentscheiderin nur Tage nach der Unterzeichnung eines lukrativen neuen Vertrags gestärkt wurde – eine Umkehrung eines allgemein erwarteten ablösefreien Abgangs.
Shaws Führungstreffer fiel in der 30. Minute, als Alex Greenwood eine Flanke an den langen Pfosten schlug. Die jamaikanische Nationalspielerin sprang höher als Brightons Torhüterin Chiamaka Nnadozie und köpfte den Ball ins Netz. Brighton protestierte wegen eines Fouls, aber Wiederholungen bestätigten ein faires Kopfballduell, sodass Nnadozie geschlagen war, als der Ball im Tor landete.
Greenwood, die Kapitänin von City, verdoppelte kurz vor der Pause mit einem hervorragend getretenen Freistoß die Führung. Während viele in der Brighton-Mauer damit rechneten, dass die Rechtsfüßerin Kerolin den Standard ausführen würde, trat Greenwood an und zirkelte den Ball in die gegenüberliegende Ecke, was Nnadozie überraschte. Es war Greenwoods erstes Tor seit über zwei Jahren, ein rechtzeitiger Beitrag auf der größten Bühne.
Die zweite Halbzeit wurde zu einem Spaziergang für Manchester City, das Brightons defensive Schwächen aufdeckte. Aoba Fujino erzielte das dritte Tor mit einem abgefälschten Schuss, der die Brighton-Torhüterin auf dem falschen Fuß erwischte, bevor Vivianne Miedema, eine Einwechslung in der zweiten Halbzeit, einen abgewinkelten Kopfball an Nnadozie vorbei setzte und den Kantersieg perfekt machte. Beide Tore unterstrichen Citys Fähigkeit, Gegner klinisch zu bestrafen, indem sie halbe Chancen in Tore verwandelten.
Brighton, das mit Glück das Finale erreicht hatte, zahlte letztlich für seine frühere Verschwendungssucht. Der Südküstenverein hatte zuvor noch nie an einem Wembley-Finale teilgenommen und strebte den ersten großen Titel seiner Geschichte an. Trotz eines vielversprechenden Starts konnte das Team in den entscheidenden Momenten nicht mit der Qualität von City mithalten – eine harte Lektion darüber, was es braucht, um auf diesem Niveau Trophäen zu gewinnen.
Shaw hätte spät beinahe ein zweites Tor erzielt, aber ihr aufsteigender Schuss wurde von Nnadozie über die Latte gelenkt. Vom anschließenden Eckstoß schoss Jade Rose einen Volley aus Shaws Flanke über die Latte, bevor die Stürmerin unter stehenden Ovationen ausgewechselt wurde. Ihre Auswechslung ermöglichte der erfahrenen Mittelfeldspielerin Laura Coombs, ihren letzten Auftritt vor dem Ruhestand zu absolvieren – ein emotionaler Abschied für die Fan-Lieblingin.
Für City festigt der FA-Cup-Triumph ihren Status als eines der Elite-Frauenteams Englands. Mit vier FA-Cup-Siegen (alle seit 2017) liegen sie auf dem fünften Platz der ewigen Siegerliste hinter Chelsea, Doncaster Belles (beide sechs Titel), Southampton Women’s FC (acht) und dem Rekordmeister Arsenal (14). Dieser Sieg ist auch das erste Mal seit 2017, dass der Verein die Trophäe vor Zuschauern in die Höhe stemmt; der Erfolg 2020 fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Trainer Andrée Jeglertz hat in seiner ersten Saison an der Spitze ein Ligapokal-Double orchestriert – eine Leistung, die Bände über die Kaderbreite und Siegermentalität spricht. Die Kombination aus Shaws Torgefährlichkeit, Greenwoods Standardsicherheit und den Beiträgen von Spielerinnen wie Fujino und Miedema von der Bank zeigt, warum City in dieser Saison die nationale Bühne dominierte.
Brightons Weg ins Finale sollte trotz des enttäuschenden Endes nicht übersehen werden. Der Einzug in ein Wembley-Spektakel ist ein bedeutender Meilenstein für den Verein, und die Erfahrung wird als Grundlage für zukünftiges Wachstum dienen. Der Unterschied in der Umsetzung an diesem Tag war jedoch eklatant, da Citys Erfahrung in großen Spielen durchschimmerte.
Das Spiel war auch ein Mikrokosmos der sich verändernden Landschaft im englischen Frauenfußball. Manchester City ist als Macht wiederauferstanden, hat Chelseas jüngste Vorherrschaft in der WSL beendet und nun den Pokal hinzugefügt. Mit einer Mischung aus etablierten Stars und vielversprechenden Talenten scheinen sie gut aufgestellt, um diesen Erfolg zu halten.
Als der Schlusspfiff ertönte, feierten die City-Spielerinnen ausgelassen mit ihren Fans und markierten das Ende einer historischen Saison. Der Double-Triumph belohnt nicht nur jahrelange Investitionen, sondern setzt auch einen neuen Maßstab für das Frauenteam des Vereins und signalisiert die Absicht, an der Spitze des englischen Fußballs zu bleiben. Basierend auf einem Bericht des Guardian.