Eine riesige Welle der Unzufriedenheit hat die Fangemeinde von Real Madrid erfasst und gipfelt in einer Online-Petition, die den Verkauf des Starstürmers Kylian Mbappe fordert. Die Petition, die ursprünglich 200.000 Unterschriften anstrebte, hat inzwischen über 30 Millionen gesammelt – eine Zahl, die, falls echt, einen Weltrekord darstellen würde. Diese Welle des Widerstands kommt trotz Mbappes beeindruckender Bilanz von 85 Toren in seinen zwei Spielzeiten bei den spanischen Giganten.
Der Hauptauslöser dieser Frustration scheint ein kürzlicher Vorfall zu sein, bei dem Mbappe während der Genesung von einer Oberschenkelverletzung mit einem Privatjet nach Sardinien flog, um mit seiner Freundin Urlaub zu machen. Er kehrte am Sonntagabend nach Madrid zurück, nur wenige Minuten vor dem Anpfiff von Real Madrid gegen Espanyol. Dieses Timing kam bei den treuen Fans nicht gut an, zumal Real Madrid 11 Punkte hinter Tabellenführer Barcelona liegt, ein entscheidendes El Clásico bevorsteht und der LaLiga-Titel wahrscheinlich an den Rivalen geht.
Mbappes Vertreter haben erklärt, dass der Spieler die Erlaubnis für die Reise hatte und sich an das von der medizinischen Abteilung des Vereins festgelegte Rehabilitationsprogramm hält. Dennoch herrscht bei vielen Fans die Wahrnehmung, dass der französische Nationalspieler zu einem Symbol für die übergreifenden Probleme des Vereins geworden ist. Real Madrid hat seit Mbappes ablösefreiem Wechsel von Paris Saint-Germain vor zwei Sommern keine große Trophäe gewonnen, eine Dürre, die in scharfem Kontrast zu PSGs Erfolgen steht, darunter der Gewinn der Champions League in der Saison nach seinem Abgang.
Kritiker verweisen auch auf taktische Bedenken. Beobachter stellen fest, dass Mbappes Laufbereitschaft ohne Ball begrenzt ist und er oft in der Nähe des Mittelkreises wartet, wenn sein Team nicht im Ballbesitz ist. Dieser Stil soll mit der Philosophie des ehemaligen PSG-Trainers Luis Enrique kollidiert sein, der Teamarbeit und defensiven Beitrag priorisiert. Der Abgang des 'Mbappe-Zirkus' aus Paris wurde vom Verein als positiv angesehen, obwohl ein langjähriger finanzieller Streit zwischen dem Spieler und seinem ehemaligen Team fortbesteht.
Die Situation bei Real Madrid wird als angespannt beschrieben, wobei Konflikte mit erfahrenen Spielern die Atmosphäre verschlechtern. Mbappe wird von manchen als Sündenbock für die Schwächen des Teams angesehen. Trotz des Fan-Aufschreis scheint ein Transfer in naher Zukunft unwahrscheinlich. Der Stürmer hat noch drei Jahre Vertrag, und ein möglicher Verkauf würde eine Ablösesumme in der Größenordnung von 200 Millionen Pfund erfordern. Sollte er gehen, wird der saudi-arabische Club Al Hilal als mögliches Ziel genannt.
Mit Blick auf die Zukunft könnte das Management des Vereins gezwungen sein, sich mit dem zu befassen, was manche das 'Mbappe-Problem' nennen. Berichten zufolge ist José Mourinho ein führender Kandidat für die nächste Trainerposition bei Real Madrid, und seine Ernennung könnte mit der Suche nach einer Lösung für die Integration des Starstürmers zusammenhängen. Vorerst steht die Petition als eindringliches Zeugnis für die gespaltene Meinung unter der globalen Fangemeinde des Vereins, die weltweit auf schätzungsweise 600 Millionen Unterstützer geschätzt wird.
Basierend auf Berichten von SkySports | News.