Lionel Messi hat sich zu den Favoriten für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 geäußert und Frankreich als einen der Top-Anwärter genannt, während er sich vorsichtig optimistisch über Argentiniens Chancen auf eine Titelverteidigung äußerte. In einem Interview mit dem argentinischen Moderator Pollo Alvarez auf YouTube erkannte der Inter-Miami-Star die Stärke mehrerer Nationen an, betonte jedoch, dass die Albiceleste wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie vollständig versammelt sind.
Argentinien holte sich 2022 in Katar den WM-Titel und beendete damit eine 36-jährige Durststrecke. Nun, da das Turnier auf 48 Mannschaften erweitert wird und nach Nordamerika zieht, sieht Messi sein Land in einer starken Position – allerdings mit Einschränkungen. „Wir haben viele verletzte Spieler oder solche, denen der Rhythmus fehlt“, sagte er und dämpfte die Erwartungen. „Aber wenn die Gruppe zusammen ist, ist sie konkurrenzfähig.“ Der 38-Jährige, der im Juni 39 wird, hat noch nicht bestätigt, ob er an einer sechsten WM teilnehmen wird, obwohl er weiterhin auf hohem Niveau für Inter Miami spielt und kürzlich sein 900. Karrieretor erzielte.
Messis Einschätzung der Verletzungssituation spiegelt die anhaltenden Sorgen von Argentiniens Trainer Lionel Scaloni wider. Schlüsselspieler hatten mit Fitness oder Spielzeit bei ihren Vereinen zu kämpfen, was die Kontinuität stören könnte. Trotzdem verfügen die amtierenden Champions über Tiefe und Erfahrung mit Stars wie Lautaro Martínez, Ángel Di María (noch aktiv) und aufstrebenden Talenten.
„Frankreich ist wieder sehr gut und hat viele hochkarätige Spieler“, sagte Messi und setzte Les Bleus an die Spitze der Favoriten. Frankreich, Vizeweltmeister 2022, hat einen reichen Talentpool mit Kylian Mbappé, Antoine Griezmann und aufstrebenden Stars. Ihre jüngste Form in der Nations League unterstreicht ihre Stärke, und sie bleiben eine beeindruckende Kraft auf dem Weg zum Turnier.
Neben Frankreich nannte Messi Spanien, Brasilien, Deutschland, England und Portugal als führende Anwärter. Jede Mannschaft bringt besondere Vorteile mit: Spaniens ballbesitzorientiertes Spiel, Brasiliens Angriffsstärke, Deutschlands taktische Disziplin, Englands Turniererfahrung und Portugals Mischung aus Jugend und Veteranen wie Cristiano Ronaldo. „Wir müssen träumen, aber vor uns gibt es andere Favoriten in besserer Form“, warnte er. Er ließ auch Raum für eine Überraschung und erkannte die Unberechenbarkeit eines 48-Team-Events an.
Messis eigene Teilnahme bleibt eine große Story. Obwohl er nicht garantierte, dabei zu sein, ist seine Liebe zum Spiel ungebrochen. „Ich liebe es, Fußball zu spielen, und ich werde es tun, bis ich es nicht mehr kann“, sagte er. Seine Form in der MLS – wo er produktiv war – deutet darauf hin, dass er immer noch Spiele auf höchstem Niveau beeinflussen kann. Ob er Argentiniens Titelverteidigung anführt, bleibt abzuwarten, aber seine Worte signalisieren den Wunsch, Teil der Diskussion zu sein.
Die WM 2026 wird von den USA, Mexiko und Kanada gemeinsam ausgerichtet, was eine einzigartige Kulisse bietet. Für Argentinien führt der Weg zu aufeinanderfolgenden Titeln durch einen anstrengenden Qualifikationsprozess und ein Turnier mit mehr Mannschaften. Messis Vertrauensvotum für Frankreich und andere unterstreicht die Herausforderung, aber sein Glaube an die kollektive Stärke Argentiniens gibt den Fans Hoffnung.
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