Die New England Revolution entwickeln sich zu einer der überraschendsten Geschichten der MLS-Saison 2026. Unter dem Cheftrainer im ersten Jahr, Marko Mitrović, hat das Team die Erwartungen übertroffen und ist nach einem hart erkämpften 2:1-Sieg gegen die Philadelphia Union auf den zweiten Platz in der Eastern Conference geklettert. Der Sieg zeigte die Widerstandsfähigkeit, die zum Markenzeichen der Revs geworden ist, als sie von einem Rückstand kamen und drei Punkte sicherten.
Carles Gil, der Spielmacher des Teams, war erneut entscheidend. Er bereitete Luca Langonis Ausgleich vor, bevor er spät in der zweiten Halbzeit den Siegtreffer erzielte – sein drittes Siegtor der Saison. Gil hat die freie Laufstärke wiedergefunden, die ihn unter Bruce Arena zu einem der besten der Liga machte, und seine Partnerschaft mit Langoni verleiht New England eine dynamische Offensive.
Was die Lauf der Revs noch bemerkenswerter macht, ist der Kontext. Sie verpassten in den letzten beiden Spielzeiten die Playoffs, und ihre zugrundeliegenden Zahlen deuten darauf hin, dass noch Arbeit vor ihnen liegt. Laut American Soccer Analysis belegt New England mit 13 erwarteten Toren aus 11 Spielen den letzten Platz im Osten und den viertschlechtesten ligaweit. Dennoch haben sie MLS-führende 12 Punkte aus Rückständen zurückgewonnen, ein Beweis für ihren Kampfgeist und die taktische Disziplin unter Mitrović.
Die Eastern Conference bleibt fließend. Nashville SC führt die Tabelle an, während die Titelverteidigung von Inter Miami ungleichmäßig war. Das Ohio-Duopol aus Columbus und Cincinnati bleibt hinter ihren Standards zurück, und Orlando City wartet auf die Ankunft von Antoine Griezmann im Sommer. Inmitten dieser Situation haben sich die Revs leise als ernsthafte Anwärter etabliert.
Im Westen lieferten sich die San Jose Earthquakes und die Vancouver Whitecaps am Samstag ein packendes 2:2-Unentschieden. Preston Judd traf bei seiner ersten Ballberührung für San Jose, während Sebastian Berhalter für Vancouver ausglich. Die beiden Teams repräsentieren gegensätzliche Philosophien: Vancouvers gut einstudiertes System unter Jesper Sørensen gegen San Joses spielerermächtigenden Ansatz unter Bruce Arena. Beide gedeihen und erinnern die Liga daran, dass eine klare Vision über Star-Power triumphieren kann.
Andernorts scheint James Rodríguez' kurze Zeit bei Minnesota United zu enden. Die kolumbianische Legende, die im Februar einen kurzfristigen Vertrag unterschrieben hatte, wird voraussichtlich nach dem Spiel am Mittwoch gehen. Rodríguez steuerte endlich einen Torbeteiligung von der Bank bei einem 2:2-Unentschieden gegen die LA Galaxy bei, aber seine Amtszeit wurde von Fitnessproblemen und begrenzten Chancen beeinträchtigt. Sportdirektor Khaled El-Ahmad hatte betont, dass kein Spieler Startplatzgarantien habe, und der einzigartige Halbjahrespakt ermöglichte Flexibilität.
Lionel Messi setzte seine historische Form fort und wurde beim Sieg von Inter Miami gegen Toronto FC zum schnellsten Spieler mit 100 Torbeteiligungen in der MLS-Geschichte. Er erreichte den Meilenstein in nur 64 Spielen, 31 weniger als der vorherige Rekordhalter. Unterdessen lieferte Hannes Wolf von New York City FC eine perfekte Statistik: drei Ballkontakte im Strafraum, drei Torschüsse aufs Tor und drei Tore bei einem 3:0-Sieg über Columbus.
Die MLS-Saison nähert sich ihrem ersten Drittel, und die Revs haben die Hoffnung der Gillette-Stadion-Fans wiederhergestellt. Mit dem bevorstehenden Sommer-Transferfenster könnten Verstärkungen ihre zugrundeliegenden Schwächen beheben. Vorerst haben sie bewiesen, dass Kampf und System statistische Defizite überwinden können.
Basierend auf Berichterstattung von The Guardian.