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Nizza sichert sich WM-Anwärter für Playoff gegen Saint

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Nizza hat die Genehmigung der Verbände erhalten, seine WM-Anwärter im L1-L2-Playoff gegen Saint-Étienne einzusetzen, obwohl die Abstellungen von Ghana und

OGC Nizza hat ein großes Hindernis vor dem entscheidenden Ligue-1-Relegationsplayoff gegen Saint-Étienne aus dem Weg geräumt: Die meisten nationalen Verbände haben zugestimmt, dass die WM-Kandidaten des Klubs für die beiden Spiele zur Verfügung stehen. Diese Entwicklung beseitigt die unmittelbare Gefahr, zu einem kritischen Zeitpunkt der Saison bis zu neun Schlüsselspieler zu verlieren.

Das Risiko ergab sich aus einer FIFA-Regelung, die es Nationalmannschaften erlaubt, Spieler ab dem 25. Mai für die WM-Vorbereitung zu berufen – nur einen Tag vor dem Hinspiel am 26. Mai, das Rückspiel ist für den 29. Mai angesetzt. Mit Blick auf die WM 2022 in Katar waren die Verbände berechtigt, die Spieler zu Vorbereitungscamps zu beordern, was Nizzas Kader für die wichtigsten Spiele dezimiert hätte.

Nach Informationen von L'Equipe stehen acht bis neun Spieler der ersten Mannschaft im Fokus ihrer jeweiligen Länder für das globale Turnier. Angesichts der Aussicht, eine stark dezimierte Mannschaft aufstellen zu müssen, handelte die sportliche Führung von Nizza schnell: Sie verhandelte mit den betroffenen Verbänden und sicherte sich gleichzeitig die Unterstützung der Spieler selbst, die nach eigenen Angaben bleiben und dem Klub helfen wollten, seinen Erstligastatus zu sichern.

Die gemeinsame Anstrengung hat sich ausgezahlt. Der Klub hat nun von einer großen Mehrheit der betroffenen Verbände grünes Licht bekommen, sodass erfahrene Nationalspieler und WM-Anwärter Trainer Didier Digard für das prestigeträchtige Duell zur Verfügung stehen. Die Stimmung im Allianz Riviera ist vorsichtig optimistisch, auch wenn die endgültigen Papiere noch ausgefertigt werden.

Allerdings gibt es noch zwei offene Punkte. Der ghanaische Torhüter Kojo Peprah Oppong und der algerische Mittelfeldspieler Hicham Boudaoui warten noch auf die endgültige Freigabe ihrer Landesverbände. Oppong ist ein vielversprechender junger Keeper, dessen Einsatz für die Kadertiefe entscheidend sein könnte, während Boudaoui ein etablierter Stammspieler ist, dessen Energie und Kreativität im Mittelfeld schmerzlich vermisst würden, wenn Algerien auf seiner sofortigen Abreise besteht.

Klubnahe Quellen geben an, dass die Verhandlungen laufen und keine unerwarteten Hürden erwartet werden, aber bis die offiziellen Stempel da sind, schwebt ein Hauch von Unsicherheit. Insbesondere der algerische Fußballverband ist für seine akribische WM-Vorbereitung bekannt, und der Zeitpunkt seiner endgültigen Entscheidung wird im Süden Frankreichs genau beobachtet.

Die Auswirkungen auf das Playoff selbst sind enorm. Eine voll besetzte Nizza-Mannschaft ist eine große Herausforderung für Saint-Étienne, die selbst um ihre Rückkehr in die Ligue 1 kämpfen. Wäre Nizza gezwungen gewesen, eine Notelf aufzustellen, hätte sich das Kräfteverhältnis stark zugunsten der Gäste verschoben, was den Riviera-Klub nach einer turbulenten Saison möglicherweise in die Zweitklassigkeit gestürzt hätte.

Aus einer breiteren Perspektive zeigt die Episode den schmalen Grat, den europäische Klubs gehen müssen, wenn nationale Spielpläne in einem WM-Jahr mit internationalen Fenstern kollidieren. Sie zeigt auch die Kraft der Spielersolidarität, denn die Bereitschaft der Kadermitglieder, ihre Nationalmannschaftspflichten – zumindest vorübergehend – zurückzustellen, war maßgeblich daran beteiligt, zögernde Verbände zu überzeugen.

Für die beteiligten Spieler bietet der Kompromiss eine Win-Win-Situation. Sie bleiben durch bedeutende Spiele in einem Wettkampfrhythmus, anstatt Wochen vor Turnierbeginn an Trainingscamps teilzunehmen, und erfüllen gleichzeitig ihre Pflicht gegenüber ihrem Arbeitgeber in einer Zeit der Not. Sollte Nizza gewinnen, könnten die Feierlichkeiten nach der Saison einen emotionalen Auftrieb geben, bevor es nach Katar geht.

Da der Anpfiff nur noch wenige Tage entfernt ist, verlagert sich der Fokus nun vollständig auf die Vorbereitung auf dem Platz. Das Trainerteam kann mit größerer Gewissheit mit der taktischen Planung beginnen, da das Rückgrat der Mannschaft intakt sein wird. Die endgültigen Nachrichten aus den Lagern Ghanas und Algeriens werden gespannt erwartet, aber das vorherrschende Gefühl im Klub ist, dass der schlimmste administrative Sturm vorüber ist.

Das Ligue-1-Relegationsplayoff hat eine Geschichte dramatischer Erzählungen, und der Nebenstrang von Nizzas Internationalen, die nur Monate vor einer WM um das Überleben ihres Klubs kämpfen, sorgt für eine weitere Ebene der Spannung. Die Fans hoffen, dass sich die Einheit abseits des Platzes in einer widerstandsfähigen Leistung auf dem Platz niederschlägt.

Die Hoffnung ist nun, dass die verbleibenden bürokratischen Hürden ohne Verzögerung beseitigt werden, sodass Nizza mit voller Stärke und auf Augenhöhe ins Spiel gehen kann. Während der Countdown zum Playoff weiterläuft, sind alle Augen auf die Faxgeräte und E-Mail-Postfächer gerichtet – und auf die Männer, die den Unterschied ausmachen könnten.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.