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Partey im ghanaischen Kader: Queiroz unterstützt ihn trotz

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Ghanas Trainer Carlos Queiroz sieht kein Problem mit Thomas Parteys WM-Nominierung trotz Vergewaltigungsvorwürfen, während Partey zum Kader für das

Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat betont, dass er keine Bedenken hat, Thomas Partey für die anstehende Weltmeisterschaft zu nominieren, obwohl der Mittelfeldspieler auf seinen Prozess wegen mehrfacher Vergewaltigungsvorwürfe wartet. Vor dem internationalen Freundschaftsspiel am Dienstag gegen Wales in Cardiff machte Queiroz klar, dass er zu dem Spieler steht und sich nicht von äußerem Druck beeinflussen lässt.

Der 32-jährige Partey, der für den spanischen Klub Villarreal spielt, ist derzeit in Großbritannien als Teil eines 28-köpfigen ghanaischen Kaders, der sich auf das Turnier vorbereitet. Er hat sich in sieben Anklagepunkten wegen Vergewaltigung und einem wegen sexueller Nötigung für nicht schuldig bekannt, die von vier Frauen zwischen 2020 und 2022 vorgebracht wurden. Der Prozess ist für nächstes Jahr angesetzt.

Auf die Frage nach der Nominierung antwortete Queiroz kryptisch, aber bestimmt: „Wenn der Spieler hier bei mir ist, ist meine Antwort klar. Ich gebe keine Kommentare zu meinen eigenen Entscheidungen. Er ist hier, also worüber reden wir?“ Er fügte hinzu, dass es weder an ihm noch an den Medien liege, ein Urteil zu fällen, und forderte alle auf, „den Fluss fließen zu lassen, und eines Tages, wenn der Fluss auf das Meer trifft, werden wir die Wahrheit finden.“

Der ghanaische Fußballverband (GFA) hat zuvor seine Unterstützung für Partey bekundet. Präsident Kurt Okraku erklärte letztes Jahr, dass der Verband zu dem Spieler stehe, der 2020 zu Arsenal wechselte und nach Ablauf seines Vertrags im letzten Sommer zu Villarreal ging. Die Haltung des GFA scheint trotz der Schwere der Vorwürfe unerschüttert.

Auf dem Platz bleibt Parteys Erfahrung für die Black Stars von unschätzbarem Wert, die in einer schwierigen WM-Gruppe antreten werden. Ghana wurde in Gruppe L zusammen mit England und Panama gelost und eröffnet seine Kampagne am 17. Juni gegen die mittelamerikanische Mannschaft. Queiroz, ein erfahrener Trainer mit Stationen in Portugal, bei Real Madrid und als Assistent von Sir Alex Ferguson bei Manchester United, wurde im April ernannt und ist bestrebt, seinen Stempel aufzudrücken.

Das Freundschaftsspiel gegen Wales im Cardiff City Stadium (Dienstag, 2. Juni, 19:45 BST) dient als wichtiger Test. Es wird Ghanas erstes Spiel unter Queiroz‘ Leitung sein und eine frühe Bewährungsprobe für seine taktische Aufstellung. Die Partie wird live auf BBC-Plattformen übertragen, darunter BBC One Wales, iPlayer und Radio Wales.

Queiroz zeigte sich begeistert vom Potenzial des Kaders: „Wenn man über Fußball in Ghana spricht, liegt er im Blut, er ist alles. Und das Talent ist hier, also ist es eine explosive Kombination für den Erfolg.“ Er schwor, die Mannschaft sei „bereit, abzuheben und direkt zur WM zu fliegen.“

Die Aufnahme des Manchester-City-Stürmers Antoine Semenyo stärkt die Offensivoptionen. Semenyo stieß am Wochenende zum Kader und verleiht einer Angriffsreihe, die gegen Panama und England scharf sein muss, Tempo und Kreativität.

Parteys Anwesenheit wirft jedoch einen Schatten auf die Vorbereitungen der Mannschaft. Obwohl ihm die Unschuldsvermutung zusteht, hat die Schwere der Vorwürfe Kritik auf sich gezogen. Menschenrechtsgruppen haben zuvor strengere Überprüfungen von Spielern mit solchen Anschuldigungen gefordert, aber Queiroz‘ Fokus bleibt eindeutig auf dem Fußball.

Für den Trainer ist die Nominierung eine Frage des Prinzips, bis ein Gericht anders entscheidet. „Es liegt weder an mir noch an Ihnen, ein Urteil zu fällen“, beharrte er und signalisierte damit, dass die Kontroversen außerhalb des Platzes seine WM-Pläne nicht stören werden.

Während Ghana seinen Kader für das Turnier finalisiert, wird das Rampenlicht auf Partey gerichtet bleiben. Wie sich die Situation entwickelt, könnte nicht nur Auswirkungen auf die Karriere des Spielers haben, sondern auch auf die Haltung des Verbandes im Umgang mit Spielern mit ernsthaften rechtlichen Verwicklungen.

Basierend auf Berichten von BBC Sport.