Xxgwise
PremiumAnmelden
Nachrichten

Pereira fordert Premier-League-Treffen nach 'lächerlicher'

Premier LeagueNottingham ForestManchester UnitedArsenalEintracht FrankfurtParis Saint-GermainSheffield WednesdayBosnien und HerzegowinaMilton Keynes DonsBorussia Dortmund

Vitor Pereira fordert ein Premier-League-Treffen zur Klärung der Handspielregeln nach einem umstrittenen Tor beim 3:2-Sieg von Man Utd, wobei Experten die

Nottingham Forest Trainer Vitor Pereira hat eine neue Debatte über die Schiedsrichterleistung in der Premier League entfacht, nachdem er zu einem dringenden ligaweiten Gipfel aufrief, um Klarheit über die Handspielregel und Zweikämpfe zu schaffen. Seine Wut folgt auf Manchesters 3:2-Sieg im Old Trafford, bei dem Matheus Cunhas Tor trotz eines von Pereira und Sky Sports-Experten als klares Handspiel bezeichneten Vergehens im Vorfeld anerkannt wurde.

Der kontroverse Moment kam kurz nachdem Forest durch Morato ausgeglichen hatte. Als United nach vorne drängte, schien Bryan Mbeumo den Ball mit dem Arm zu kontrollieren, bevor sein Schuss geblockt wurde und günstig für Cunha fiel, der einschoss. Der VAR-Offizielle in Stockley Park wies Schiedsrichter Michael Salisbury an, den Vorfall am Spielfeldrand-Monitor zu überprüfen, aber nach einer langen Überprüfung entschied sich Salisbury, seine Entscheidung auf dem Feld beizubehalten – er bewertete das Handspiel als versehentlich.

Nach den aktuellen Regeln, insbesondere der Regeländerung von 2021, gilt ein versehentliches Handspiel, das direkt zu einem Tor oder einer klaren Torchance eines Mitspielers führt, nicht mehr als Vergehen. Dies war die Rechtfertigung, auf die Salisbury sich stützte, nachdem er beobachtet hatte, dass der Ball Mbeumos Körper vor dem Arm berührte. Für Pereira war die Auslegung jedoch verwirrend. In seiner Pressekonferenz nach dem Spiel bezeichnete er die Entscheidung als „sehr klares“ Handspiel und beklagte, dass sie „das Spiel entschieden“ habe.

„Ich denke, er hat den Ball mit der Hand kontrolliert, und das Tor kommt von dieser Kontrolle. Wenn nicht, hätten sie keine Chance zu schießen und zu treffen“, beharrte Pereira und wies die Erklärung des Schiedsrichters zurück. Seine Frustration spiegelt ein breiteres Gefühl unter Trainern der höchsten Spielklasse wider, die die Regeln als inkonsistent angewandt empfinden – insbesondere bei Entscheidungen mit hohem Risiko, die Ergebnisse verändern.

Über das Handspiel hinaus kritisierte Pereira auch die anhaltende Verwirrung um Blocken und Halten im Strafraum. Er verwies insbesondere auf den vorherigen Spieltag, als Arsenals 1:0-Sieg gegen West Ham durch einen VAR-Check wegen eines Fouls ein möglicher später Ausgleichstreffer aberkannt wurde. „Das sind die Zweifel, die wir momentan in der Premier League über die endgültige Entscheidung haben. Beim Handspiel wissen wir nicht, wann es ein Handspiel ist oder nicht. Bei den Blockern im Strafraum bei Freistößen wissen wir nicht, wann es ein Foul ist oder nicht“, sagte Pereira und forderte nachdrücklich eine kollektive Klärung.

Der Forest-Coach betonte die Notwendigkeit eines Treffens aller Trainer und des Schiedsrichtergremiums der Liga. Er argumentierte, dass „jeder, alle Trainer in diesem Moment, Zweifel an einigen Entscheidungen haben“ und wies auf einen Vertrauensverlust in das System hin. Dieser Aufruf zur Transparenz kommt zu einer Zeit, in der VAR-Kontroversen die Schlagzeilen dominieren und Fans sowie Vereine größere Konsistenz fordern.

Die Sky Sports-Experten verurteilten die Entscheidung einhellig. Gary Neville hielt sich nicht zurück, bezeichnete die Entscheidung als „lächerlich“ und fragte, warum der VAR – der das Handspiel erkannt hatte – nach einer langen Überprüfung überstimmt wurde. Der ehemalige Premier-League-Schiedsrichter und Experte Micah Richards äußerte Unglauben über Salisburys Auslegung, während Roy Keane seine Stimme zu denen hinzufügte, die fanden, dass Forest ein entscheidender Punkt im Abstiegskampf gestohlen wurde.

Der Vorfall wirft wichtige Fragen zur Umsetzung des VAR und zur Autorität des Schiedsrichters auf. Während das Protokoll es dem Schiedsrichter erlaubt, nach einer Überprüfung an der ursprünglichen Entscheidung festzuhalten, verstärken Fälle wie dieser die Forderungen nach unabhängiger Entscheidungsfindung oder einer vereinfachten Handspielregel. Pereiras Drängen auf einen Gipfel geht nicht nur um ein Spiel – es geht darum, die Glaubwürdigkeit des gesamten Schiedsrichterprozesses in der Liga wiederherzustellen.

Forests Niederlage lässt sie immer noch um den Klassenerhalt kämpfen, und jeder Punkt zählt. Das Eingreifen des Trainers könnte die Premier League nun zum Handeln zwingen. Ob die Liga ein solches Treffen einberufen wird, bleibt abzuwarten, aber der wachsende Unmut unter den Spitzentrainern deutet darauf hin, dass der Status quo nicht mehr haltbar ist.

Die Regeländerung von 2021 sollte die Zahl der Tore reduzieren, die wegen kleiner, unbeabsichtigter Handspiele aberkannt werden, aber ihre Anwendung hat oft zu Verwirrung geführt. Pereiras Forderung spiegelt ähnliche Frustrationen wider, die in dieser Saison von anderen Trainern geäußert wurden, und deutet darauf hin, dass eine Neujustierung der Erwartungen zwischen Offiziellen, Spielern und Trainern überfällig ist.

Jetzt muss Forest seine Wunden lecken und sich auf das nächste Spiel vorbereiten, aber Pereira hat dafür gesorgt, dass die breitere Debatte nicht abflaut. Die Reaktion der Premier League – oder deren Ausbleiben – könnte definieren, wie das Vertrauen in die Schiedsrichter in dieser Saison gemanagt wird. Basierend auf Berichten von Sky Sports.