Polizei Rio de Janeiro zerschlägt 27,4 Mio. R$-Kriminellnetzwerk mit Verbindungen zu Comando VermelhoDie Zivilpolizei von Rio de Janeiro startete am Mittwoch eine neue Phase der Operation Contenção, die sich gegen die territoriale Expansion und die Geldwäschestruktur der Comando Vermelho (CV) richtet. Der jüngste Schlag konzentrierte sich auf die Zerschlagung eines Netzwerks zur Hehlerei gestohlener Materialien, insbesondere Kupferkabel, das von Schrottplätzen im Zentrum Rios aus operierte.
Ausmaß der OperationErmittlern zufolge bewegte dieser kriminelle Kreislauf 27,4 Mio. R$, die zum Kauf von Schusswaffen und zur Aufrechterhaltung der territorialen Kontrolle der Fraktion verwendet wurden. Beamte der Delegacia de Roubos e Furtos (DRF) vollstreckten 80 Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehle an Adressen, die mit 50 Verdächtigen in Verbindung standen.
Die Operation erstreckte sich über die Hauptstadt hinaus auf Niterói, Duque de Caxias, Magé und Italva. Die Polizei identifizierte die Gruppe als in den Gemeinden Fallet-Fogueteiro, Prazeres und Morro da Coroa ansässig.
Hauptziele und WiderstandVon den 50 identifizierten Personen verfügten 13 bereits über ausstehende Haftbefehle und galten als flüchtig. Teams, die Befehle im Favela-Komplex vollstreckten, gerieten unter Beschuss, wobei ein Beamter an der Hand getroffen wurde.
Die Zivilpolizei identifizierte Paulo Cesar Batista de Castro, bekannt als Paulinho Fogueteiro, als Kopf der kriminellen Organisation. Ein weiteres Ziel ist Wesley Paes de Souza, der mit den finanziellen Aktivitäten des Systems in Verbindung steht.
Online-KriminalitätDie Polizei berichtete, dass einige Verdächtige soziale Medien nutzten, um Waffen, Drogen, Alkohol und Bargeld zu präsentieren. Delegado Thiago Neves erklärte, er habe eine „kriminelle Governance“ der Comando Vermelho aufgedeckt, die „vielfältige wirtschaftliche Aktivitäten“ ausnutze.
„Wir haben auch einen ‚Online-Lieferservice‘ identifiziert, bei dem sie offen im Internet jede Art von Drogen verkauften und die Lieferung an jeden Ort in Rio de Janeiro versprachen“, betonte Neves.