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PSG-Torwart spielt absichtlich ins Aus: Ein taktischer

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PSG-Torhüter Matvey Safonov spielte im Champions-League-Halbfinale gegen Bayern München absichtlich den Ball ins Aus für Einwürfe. Trainer Luis Enriques

In einem Champions-League-Halbfinale, das taktische Finesse zeigte, führte Paris Saint-Germains Torhüter Matvey Safonov eine bewusste und unkonventionelle Strategie aus. Anstatt den Ball von Abstoßen an seine Mitspieler zu verteilen, wurde der russische Nationalspieler angewiesen, den Ball über die Seitenlinie ins Aus zu spielen, insbesondere auf der linken Seite um die Mittellinie. Dieses Muster, das während des Spiels mehrmals wiederholt wurde, erntete zunächst ein Raunen der Bayern-München-Menge, die es möglicherweise als Fehler wahrnahm.

Die Taktik war jedoch kein Fehler. Es war ein kalkulierter Schachzug von PSG-Cheftrainer Luis Enrique. Der spanische Coach erkannte, dass gegen eine Mannschaft wie Bayern München, die im Umschaltspiel so stark ist, das Risiko eines kurzen Abstoßes, der zu einem schnellen Konter führt, zu hoch ist. Indem PSG einen Einwurf tief in der Hälfte Bayerns zugab, neutralisierte es die unmittelbare Gefahr von Spielern wie Harry Kane, Michael Olise oder Luis Díaz, die aus einem falschen Pass heraus einen schnellen Angriff starten könnten.

Fußballexperte Mikkel Beckmann, ein ehemaliger Superliga-Spieler, lobte den Ansatz. Er merkte an, dass ein Torwart sich normalerweise entschuldigen würde, wenn er den Ball ins Aus spielt, Safonov jedoch keine solche Reaktion zeigte, was darauf hindeutet, dass die Aktion beabsichtigt war. Beckmann beschrieb es als "ein kleines Geniestück" und betonte, dass es im modernen Spitzenfußball entscheidend sei, durch solche Details das Risiko zu minimieren. Er wies darauf hin, dass ein gegnerischer Einwurf in der eigenen Hälfte selten zu einer nennenswerten Torchance führt.

Die Strategie nutzte auch die spezifischen Stärken und Schwächen von PSGs Angriffstrio: Khvicha Kvaratskhelia, Ousmane Dembélé und Désiré Doué. Während diese Stürmer außergewöhnlich geschickt im Pressing und im schnellen Spiel sind, sind sie in Luftduellen gegen große Innenverteidiger nicht dominant. Daher war es eher ihre Stärke, den Ball durch ein hohes Pressing nach einem Einwurf zurückzugewinnen, als zu versuchen, von hinten heraus gegen Bayerns aggressive Stürmer aufzubauen.

Laut Spieldaten nahm Safonov während des Spiels neun Abstoße. Sechs davon wurden absichtlich für Einwürfe auf der linken Seite ins Aus gespielt. Diese konsequente Anwendung der Taktik unterstreicht ihre Rolle als Kernbestandteil des Spielplans für diese spezielle Begegnung, nicht als gelegentlicher Trick. Berichten zufolge hat PSG ähnliche Strategien bereits in anderen Spielen gegen Mannschaften angewendet, die für ihre Konterstärke bekannt sind, wie etwa im Duell mit Liverpool.

Für die Zukunft glauben Experten, dass diese taktische Innovation breitere Anwendung finden könnte. Mikkel Beckmann meinte, dass Nationaltrainer dies zur Kenntnis genommen haben, insbesondere mit großen Turnieren wie der Weltmeisterschaft am Horizont. Er spekulierte, dass wir Außenseiterteams, die gegen schnellere, technisch versiertere Gegner antreten, ähnliche Methoden anwenden sehen könnten, um den Rhythmus zu stören und Risiken zu managen. Der Erfolg eines Champions-League-Finalisten, der diesen Ansatz nutzt, verleiht ihm erhebliche Glaubwürdigkeit.

Paris Saint-Germain zog nach einem 1:1-Unentschieden gegen Bayern München im Rückspiel ins Champions-League-Finale ein und sicherte sich den Einzug mit einem 6:5-Gesamtsieg. Im Finale am 30. Mai in Budapest treffen sie auf Arsenal.

Basierend auf Berichterstattung von Sport | DR.