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Pulisic beendet 6-monatige Torflaute, USMNT schlägt Senegal

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Christian Pulisic erzielte sein erstes US-Tor seit September 2025 und bereitete ein weiteres vor, als die USMNT Senegal in einem WM-Testspiel mit 3:2 besiegte

Christian Pulisic beendete am Sonntag auf spektakuläre Weise eine sechsmonatige Torflaute und führte die US-amerikanische Männer-Nationalmannschaft zu einem 3:2-Sieg über Senegal im ersten Vorbereitungsspiel vor der WM. Der Sieg vor 57.741 Zuschauern in Charlotte, North Carolina, verlieh einer Mannschaft dringend benötigtes Selbstvertrauen, die nach zwei enttäuschenden Niederlagen im März in Unsicherheit verharrt hatte. Pulisics Vorlage und Tor in der ersten Halbzeit beendeten nicht nur seine Serie von fünf torlosen Länderspielen, sondern zeigten auch die Kreativität und Schärfe, die in wenigen Wochen, wenn die USMNT die WM im eigenen Land ausrichtet, von entscheidender Bedeutung sein wird.

Das Spiel begann mit einem frühen Statement, als die USA bereits in der 7. Minute ein hervorragendes Teamtor erzielten. Ein flüssiger 10-Pässe-Zug begann mit Kapitän Tim Ream, der Antonee Robinson an der Seitenlinie fand, bevor Ricardo Pepi den Ball zum heranstürmenden Pulisic durchsteckte. Die präzise Flanke des AC-Mailand-Mittelfeldspielers quer vor das Tor wurde vom PSV-Außenverteidiger Sergiño Dest zum 1:0 verwertet und entfachte die Heimfans. Es war Dests zweites Länderspieltor und ein Zeichen dafür, dass Pochettinos Angriffsmuster langsam greifen.

Pulisic legte seine eigenen Frustrationen in der 19. Minute mit einem Tor von echter Qualität ab. Pepi, der während seiner 45-minütigen Einsatzzeit sehr aktiv war, spielte einen Steilpass aus 20 Metern Torentfernung. Pulisics geschickte erste Ballberührung brachte ihn an Torhüter Mory Diaw vorbei, und sein Abschluss mit rechts aus spitzem Winkel ließ das Netz zum 2:0 zappeln. Der Moment verkörperte Pulisics beste Eigenschaften – enge Ballführung, Beschleunigung und Ruhe – und deutete an, dass seine Formschwäche bei Milan seinen internationalen Sommer nicht bestimmen wird. „Die Durststrecke ist vorbei", schien durch das Stadion zu hallen, als der Flügelspieler jubelnd davonlief.

Senegal legte jedoch vertraute defensive Schwächen offen, die Pochettinos Team weiterhin plagen. Sadio Mané verkürzte vor der Halbzeit auf 1:2, nachdem ein Fehlpass von Robinson und Tyler Adams nicht eingreifen konnte. Minuten nach der Pause wurde ein katastrophaler Rückpass von Miles Robinson von Mané erobert, der aufs Tor zusteuerte und den reaktionsschwachen Brady zum 2:2 überwand. Gegentore unmittelbar nach der Halbzeit sind zu einem beunruhigenden Muster geworden: Die USA kassierten in beiden März-Freundschaftsspielen gegen Portugal und Belgien innerhalb von zehn Minuten nach der Pause Tore, und hier hätte es sie fast teuer zu stehen kommen.

Der Siegtreffer fiel in der 62. Minute durch Folarin Balogun, der eine abgefälschte Flanke von Timothy Weah verwertete. Weston McKennies hohes Pressing erzwang einen Ballverlust, und sein schnelles Zuspiel auf Weah schuf die Chance. Baloguns kalter Abschluss – sein fünftes Tor in zwölf Länderspielen – sicherte den Erfolg und unterstrich die Angriffstiefe des Kaders. Aber die Art und Weise der beiden Gegentreffer wird Pochettino schlaflose Nächte bereiten, während er seine WM-Pläne finalisiert.

Die defensive Widerstandsfähigkeit bleibt das drängendste Problem. Kameruns Physis und Deutschlands Präzision in den kommenden Vorbereitungsspielen werden härtere Prüfungen darstellen. Torhüter Matt Turner startete am Sonntag und war ordentlich, aber sein zur Halbzeit eingewechselter Ersatz Brady wirkte unsicher. Die schlechte Positionierung des dritten Keepers bei Manés zweitem Tor vertiefte die Unsicherheit auf einer Position, der eine klare Nummer eins fehlt. Pochettino hat absichtlich zwischen Turner und Matt Freese rotiert, doch keiner hat sich mit beiden Händen die Position gesichert.

Die historische Bilanz von Vorbereitungsspielen bietet sowohl Trost als auch Warnung. 2006 fegte die USA Venezuela und Lettland vom Platz, um dann in der Gruppenphase ohne Sieg auszuscheiden. Umgekehrt ging eine schwache Vorstellung gegen die Niederlande im Jahr 2002 einem Viertelfinaleinzug voraus. Das Ergebnis vom Sonntag stellt sicher, dass die USMNT nicht beide Vorbereitungsspiele verlieren wird – ein Schicksal, das sie in jedem WM-Zyklus vermieden hat. Mehr als das Ergebnis stellte die Leistung ein Gefühl des Glaubens wieder her, das nach dem März-Länderspielfenster erodiert war.

Pochettinos Aufstellungsentscheidungen spiegelten einen Trainer wider, der noch seine beste Elf sucht. Gio Reyna verdiente sich seinen ersten Start seit November 2025 für Verein oder Land, sah scharf aus, war aber noch nicht vollständig in Form. Die massiven Wechsel zur Halbzeit – bei denen jeder Feldspieler außer Sebastian Berhalter ersetzt wurde – zeigten Pochettinos Absicht, seinen gesamten Kader zu evaluieren. Dass Brady ins Spiel kam, deutete darauf hin, dass der Trainer vor dem Deutschland-Spiel am 6. Juni in Chicago einen letzten Blick auf die Rangordnung hinter dem Pfosten werfen will.

Der Sieg nahm eine Last vom Programm, insbesondere von Pulisic, dessen internationale Torflaute zu einem Gesprächsthema geworden war. Sein letzter Beitrag stammte von einem 2:0-Freundschaftssieg gegen Japan im September 2025, und mit dem nahenden WM-Rampenlicht hätte seine Rückkehr zur Form nicht besser kommen können. „Es war wichtig für ihn und für uns, Christian wieder auf der Anzeigetafel zu sehen", war die unausgesprochene Stimmung, die die Spielanalyse dominieren wird.

Während die USMNT den Fokus auf den letzten Test gegen Deutschland verlagert, wird der Abend in Charlotte als erfolgreicher – wenn auch unvollkommener – Start in ihre WM-Vorbereitung in Erinnerung bleiben. Die Offensivkraft war unbestreitbar, aber die defensiven Aussetzer dienten als Erinnerung daran, dass der Spielraum für Fehler hauchdünn sein wird, wenn das Turnier auf heimischem Boden beginnt.

Basierend auf der Berichterstattung des Guardian.