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Sam Kerr verlässt Chelsea: Was 115 Tore für die WSL bedeuten

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Sam Kerr verlässt Chelsea nach 6,5 Jahren mit 115 Toren und 12 Titeln. Ihr letztes Spiel gegen Man United könnte den Vereinsrekord brechen.

Sam Kerrs Ära bei Chelsea geht zu Ende. Die australische Nationalspielerin, die im Januar 2020 zu den Blues stieß, wird den Club nach Vertragsende in diesem Sommer verlassen. Ihr letzter Auftritt ist für Samstag gegen Manchester United geplant, eine passende Bühne für eine Spielerin, die neu definiert hat, was eine Stürmerin in der Women’s Super League erreichen kann.

Kerr verlässt Chelsea als beste WSL-Torschützin des Vereins und als beste Torschützin der Liga aller Zeiten, nachdem sie in 157 Spielen aller Wettbewerbe 115 Tore erzielt hat. Ihr Trophäenschrank glänzt mit fünf WSL-Titeln, drei FA-Cups, drei League Cups und einem Community Shield. Außerdem gewann sie 2021 und 2022 zwei Goldene Schuh und belegte 2023 den zweiten Platz bei der Ballon d'Or-Wahl, ein Zeugnis ihrer weltweiten Stellung.

Rückblickend auf ihren Abschied zeigte sich Kerr eher zufrieden als bedauernd. 'Wenn ich auf meine Chelsea-Karriere zurückblicke und das letzte Mal [gegen Manchester United an diesem Samstag] mache, fühle ich mich einfach glücklich', sagte sie. 'Glücklich, dass es passiert ist, und ich bin so dankbar, sechs Jahre für diesen Club gespielt und so viele Trophäen wie möglich gewonnen zu haben.' Die Worte fangen Kerrs Wettbewerbsgeist und die tiefe Verbundenheit ein, die sie mit dem Club aufgebaut hat.

Ihre Reise war nicht ohne Widrigkeiten. Eine schwere Knieverletzung setzte Kerr für 20 Monate außer Gefecht und ließ Zweifel aufkommen, ob sie wieder an alte Höhen anknüpfen könnte. Doch sie kehrte letzten September mit charakteristischer Entschlossenheit zurück und erzielte in 29 Einsätzen dieser Saison 16 Tore. Diese Widerstandsfähigkeit trug nur zu ihrer Legende bei und bewies ihre Elite-Mentalität.

Ein weiterer Meilenstein wartet. Kerr liegt nur ein Tor hinter Fran Kirbys Chelsea-Rekord von 116 Toren. Das Spiel am Samstag gegen Manchester United bietet die Chance, die Marke zu egalisieren oder zu übertreffen und ihren Platz an der Spitze des Vereins an Toren zu festigen. Selbst wenn sie scheitert, ist ihr Vermächtnis als wandelnde Stürmerin unangreifbar.

Auf dem Platz ist Kerrs Stil unverkennbar. Ihre Doppelbewegung verwirrt Verteidiger, und ihre Luftüberlegenheit macht sie bei Flanken praktisch unaufhaltbar. Sky Sports’ Laura Hunter beschrieb ihr rekordverdächtiges Tor gegen Leicester als 'typisch Kerr' – ein perfekt getimtes Eintreffen, um Niamh Charles' Hereingabe einzuköpfen. Diese körperliche Dominanz und instinktive Abschlussstärke haben die WSL-Abwehr jahrelang in Schrecken versetzt.

Ihr Abgang hinterlässt eine große Lücke bei Chelsea. Trainerin Sonia Bompastor, die Emma Hayes nachfolgte, steht vor der Aufgabe, eine titelgekrönte Mannschaft neu aufzubauen, die sich bereits auf die Abgänge von Millie Brights Rücktritt und Guro Reitens Abgang im Januar einstellt. Kerr war der Eckpfeiler der Hayes-Ära, und ihr Ersatz muss die Angriffslast für einen Verein tragen, der es gewohnt ist zu gewinnen.

Auch die WSL wird ihre Abwesenheit spüren. Kerr war nicht nur eine Chelsea-Ikone, sondern eine Botschafterin der gesamten Liga, die Aufmerksamkeit erregte und Standards anhob. Ihr Weggang, zusammen mit dem erwarteten Abgang von Bunny Shaw von Manchester City – die aufgrund von Interesse von Chelsea und US-Klubs Optionen prüft – signalisiert einen Sommer des Umbruchs unter den Spitzen der Liga. Die Neugestaltung der Top-Kader könnte den Titelkampf in der nächsten Saison öffnen.

Dennoch geht Kerrs Einfluss über Trophäen hinaus. Sie inspirierte eine Generation australischer und weltweiter Talente und bewies, dass die WSL Weltklasse-Stars anziehen und fördern kann. Ihr 64. WSL-Tor, das Chelseas Allzeitrekord brach, fiel in eine kritische Phase, sicherte dem Club den europäischen Fußball und unterstrich ihre Clutch-Qualitäten.

Das Spiel am Samstag wird ein emotionaler Abschied. Teamkolleginnen und Fans werden eine Spielerin feiern, die alles gegeben hat, und Kerr selbst scheint im Frieden zu sein. 'Ich fühle mich einfach glücklich', wiederholte sie. Dieses Gefühl der Erfüllung ist ein passender Abschluss einer Karriere in Chelsea-Blau, die kaum jemand besser hätte schreiben können.

Mit dem Ende eines Kapitels blickt Chelsea nach vorne, aber sie stehen auf den Schultern eines Giganten. Die nächste Generation von Blues-Stürmerinnen wird am Kerr-Maßstab gemessen werden, einem einschüchternden Standard. Für die WSL markiert ihr Weggang das Ende einer Ära, aber ihr Vermächtnis wird durch die Höhepunkte, Rekorde und Erinnerungen, die sie hinterlässt, bestehen bleiben.

Basierend auf einer Meldung von Sky Sports.