In einer großen Aktion gegen Ineffizienz im öffentlichen Gesundheitswesen hat der Rechnungshof des Bundesstaates São Paulo (TCESP) einen atemberaubenden Verlust von 4,3 Millionen R$ durch abgelaufene Medikamente aufgedeckt. Die Operation, ein koordinierter Schlag im ganzen Staat, legte kritische Schwachstellen in der Bestandsverwaltung öffentlicher Apotheken offen, die zur Verschwendung wichtiger Ressourcen und zu Engpässen bei lebenswichtigen Arzneimitteln für die Bevölkerung führten.
Die Prüfung, offiziell die 2. Angeordnete Inspektion von 2026, wurde am vergangenen Donnerstag mit militärischer Präzision durchgeführt. Dabei wurden über 380 Prüfer eingesetzt, die gleichzeitig 300 öffentliche Apotheken in 300 verschiedenen Gemeinden inspizierten. Der Umfang der Aktion war darauf ausgelegt, einen umfassenden, aktuellen Überblick über den Gesundheitszustand des Systems zu erhalten, und die Ergebnisse waren eindeutig: Jede einzelne geprüfte Apotheke verstieß gegen mindestens eine Vorschrift.
Die Zahlen zeichnen ein düsteres Bild systemischen Versagens. Im Durchschnitt wurden jeder Apotheke 7,3 Unregelmäßigkeiten angelastet. Der kostspieligste Fehler war der Verfall von Beständen, während sie auf die Verteilung warteten. Ganze 63 % des Gesamtverlusts von 4,3 Millionen R$ – etwa 2,7 Millionen R$ – wurden direkt auf Arzneimittel zurückgeführt, die ihr Verfallsdatum überschritten hatten, bevor sie die Patienten erreichen konnten. Dies deutet auf einen grundlegenden Zusammenbruch der Logistik und Nachfrageprognose hin.
Neben dem finanziellen Aderlass offenbarte die Prüfung eine gefährliche Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage. Apotheken verschwenden nicht nur Geld; sie haben auch nicht die richtigen Medikamente zur Hand, wenn die Menschen sie brauchen. Dies schafft ein Szenario, in dem öffentliche Gelder für Produkte verschwendet werden, die unbrauchbar werden, während die Bürger unter Desabastecimento, also kritischen Engpässen, genau der Artikel leiden, die das System bereitstellen soll.
Die Ergebnisse des TCESP unterstreichen ein tiefgreifendes Problem im Management der Ressourcen des öffentlichen Gesundheitswesens im Bundesstaat São Paulo. Die Probleme sind keine Einzelfälle, sondern ein Muster des Versagens an Hunderten von Standorten, was auf Mängel in der zentralen Planung, den Bestandskontrollprotokollen und den Aufsichtsmechanismen hindeutet. Die Operation dient als deutliche Warnung, dass ohne wesentliche Reformen der Kreislauf von Verschwendung und Knappheit die öffentliche Gesundheitsversorgung weiter untergraben wird.
Basierend auf einem Bericht von g1.