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Staatsanwaltschaft Rio klagt zwei Polizisten wegen

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Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Rio de Janeiro hat zwei Militärpolizisten wegen dreifachen qualifizierten Totschlags an einem 29-jährigen

In einer bedeutenden Entwicklung hat die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Rio de Janeiro (MPRJ) offiziell zwei Militärpolizisten wegen des Verbrechens des dreifachen qualifizierten vorsätzlichen Totschlags angeklagt. Die Anklage geht auf die tödlichen Schüsse auf den Geschäftsmann Daniel Patrício Santos de Oliveira während einer polizeilichen Annäherung am frühen Morgen im Stadtteil Pavuna in der Nordzone Rios zurück.

Der Vorfall ereignete sich am 22. April. Laut Anklage feuerten die Beamten Rafael Assunção Marinho und Rodrigo da Silva Alves vom 41. BPM (Irajá) mehr als 20 Gewehrschüsse auf den Pickup, in dem Daniel und drei weitere Personen saßen. Der Geschäftsmann wurde am Kopf getroffen und starb sofort. Bemerkenswerterweise wurden die anderen drei Insassen des Fahrzeugs nicht verletzt.

Die Staatsanwaltschaft wirft vor, die Tat sei aus niederen Beweggründen und mit einer Methode begangen worden, die die Verteidigungsfähigkeit des Opfers behinderte. Ermittlungen zeigen, dass die Beamten die Bewegung des Fahrzeugs über eine Stunde lang überwachten, Echtzeitinformationen abriefen, bevor sie die Annäherung einleiteten. Die MPRJ gibt an, dass es vor den Schüssen keine Straßensperre, keinen Kontrollpunkt oder Haltestopp gab, was der ursprünglichen Darstellung der Beamten widerspricht.

Körperkameraaufnahmen, die von den Behörden überprüft wurden, sind zentral für den Fall. Die Aufnahmen zeigen, dass die angeklagten Beamten während des Einsatzes mit Personen kommunizierten, die sie als „Chef“ und „Kommandant“ bezeichneten. Der Koordinator der Spezialisierten Arbeitsgruppe für öffentliche Sicherheit (Gaesp), Staatsanwalt Fábio Corrêa, erklärte zuvor, die Aufnahmen deuteten darauf hin, dass die Annäherung geplant war, und beschrieb sie als „Hinterhalt“. Die Bilder bestätigen auch das Fehlen einer Blockade oder eines hörbaren Stoppbefehls vor den Schüssen.

Daniel Patrício Santos de Oliveira war ein 29-jähriger Unternehmer, der ein Elektronikgeschäft in der Gegend besaß und seit über zwei Jahrzehnten in dem Viertel lebte. Er kehrte mit Freunden von einer Pagode-Musikveranstaltung zurück, als es zu der tödlichen Begegnung kam. Er hinterlässt eine Frau und eine vierjährige Tochter. Seine Familie hatte die ursprüngliche Version der Polizei sofort bestritten; seine Schwester bemerkte, dass 23 Schüsse kein Standardstoppbefehl seien.

Die Ermittlungen untersuchen auch, ob andere Personen, einschließlich höherer Offiziere, direkt oder indirekt eine Rolle spielten. Die Ermittlungslinie umfasst die Möglichkeit, dass der Geschäftsmann erpresst oder bei früheren Polizeiaktionen ins Visier genommen wurde. Die beiden angeklagten Beamten wurden am Tag des Verbrechens auf frischer Tat festgenommen; ihre Inhaftierung wurde in Untersuchungshaft umgewandelt.

Die MPRJ beantragte auch die Aufhebung der Vertraulichkeit von Telefon- und Telematic-Daten der Angeklagten, einschließlich der Analyse der bei ihrer Festnahme beschlagnahmten Mobiltelefone. Zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung gab es keine öffentliche Stellungnahme der Verteidiger der angeklagten Beamten.

Basierend auf Berichterstattung von g1.