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Südafrika 2026 WM: Kann Broos' Mannschaft die Gruppe

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Südafrika kehrt nach 24 Jahren zur WM zurück und übersteht einen Punktabzug, um die Gruppe anzuführen. Können sie Mexiko, Tschechien und Südkorea besiegen?

Südafrikas Rückkehr auf die Weltbühne nach 24 Jahren Abstinenz ist ein Beweis für die bemerkenswerte Wiederbelebung unter dem belgischen Trainer Hugo Broos. Bafana Bafana, einst eine Mannschaft, die sich selbst für kontinentale Turniere kaum qualifizieren konnte, wird 2026 in Nordamerika an der WM teilnehmen, angetrieben von einem kollektiven Geist, den Broos seit seiner Ernennung 2021 eingepflanzt hat.

Broos übernahm ein Team, das seit 2002 (2010 als Gastgeber) keine WM erreicht hatte und von Inkonsistenz geplagt war. Unter seiner Führung hat sich Südafrika nun für drei aufeinanderfolgende große Turniere qualifiziert: den Afrika-Cup 2023 und 2025 sowie die WM 2026. „Es war eine unglaubliche Reise mit vielen guten und schlechten Momenten, in denen wir Kraft aus uns schöpfen mussten“, reflektierte Kapitän Ronwen Williams nach der gesicherten Qualifikation.

Der Weg zur WM wäre jedoch fast an einem administrativen Fehler gescheitert. In einem Qualifikationsspiel gegen Lesotho setzte Südafrika den gesperrten Mittelfeldspieler Teboho Mokoena ein. Der ursprüngliche 2:0-Sieg wurde in eine 0:3-Forfait-Niederlage umgewandelt, und ein Drei-Punkte-Abzug gefährdete die Kampagne. Dieses Missgeschick erzwang ein spannendes Finale in der Gruppe, aber Bafana Bafana behielten die Nerven und setzten sich letztlich mit einem Punkt Vorsprung gegen Nigeria an die Spitze der Tabelle.

Die Qualifikationsprüfung unterstreicht die Widerstandsfähigkeit, die Broos gefördert hat. In einer Gruppe mit Co-Gastgeber Mexiko, Tschechien und Südkorea erscheint Südafrikas Weg ins Achtelfinale entmutigend. Broos selbst räumt die Herausforderung ein: „Es wird eine sehr gute Erfahrung für unser Team sein … wir werden viel lernen und dann sehen. Im Fußball ist alles möglich. Wir werden kämpfen, wie wir es in den letzten Jahren getan haben.“

Südafrikas Auftaktspiel am 11. Juni gegen Mexiko in Mexiko-Stadt wird eine harte Prüfung, da das Heimspielpublikum stark für El Tri ist. Das zweite Spiel gegen Tschechien am 18. Juni in Atlanta und das dritte gegen Südkorea am 24. Juni in Monterrey erfordern taktische Disziplin. Das Team wird sich auf einen kompakten Abwehrblock und schnelle Konter verlassen, was zu ihrem Markenzeichen geworden ist.

Obwohl Broos eine Einheit aufgebaut hat, in der Teamarbeit über individuelle Sternchen steht, sind mehrere Spieler entscheidend. Torhüter und Kapitän Ronwen Williams bietet Führung und Paraden. Mittelfeldspieler Teboho Mokoena ist der „Klebstoffspieler“, der Angriff und Verteidigung ausgleicht und bei Standardsituationen eine Bedrohung darstellt. Im Sturm sind das Ballhalten und die Kopfballstärke von Burnley-Stürmer Lyle Foster von entscheidender Bedeutung, auch wenn sein zurückhaltender Stil nicht immer Schlagzeilen macht.

Eine weitere Schlüsselfigur ist Relebohile Mofokeng, das Talent von Orlando Pirates. Obwohl er im Inland ein Fan-Liebling ist, konnte er für die Nationalmannschaft noch nicht konstant glänzen. Broos plant, dem 21-Jährigen in Nordamerika mehr Verantwortung zu geben, in der Hoffnung, dass sein Talent und seine Torbeteiligungen auf der größten Bühne zum Tragen kommen. Oswin Appollis, ebenfalls in einer kreativen Stürmerrolle, verleiht dem Angriff Unberechenbarkeit.

Abseits des Platzes steht der Kader vor besonderen Herausforderungen. Die Reisekosten nach Nordamerika sind für viele südafrikanische Fans unerschwinglich, daher wird die lebendige, singende Fangemeinde, die Bafana Bafana traditionell beflügelt, rar sein. Nur 20 glückliche Fans, finanziert von privaten Sponsoren, werden zum Mexiko-Auftakt erwartet. Darüber hinaus werfen diplomatische Spannungen zwischen den USA und Südafrika – über unbelegte Behauptungen eines „weißen Völkermords“ und daraus resultierende Asylangebote – einen Schatten, obwohl das Team sich auf den Fußball konzentriert.

Südafrikas Teilnahme selbst ist ein Triumph für eine Nation, die seit den Höhen der Ausrichtung 2010 um ihre fußballerische Identität kämpft. Die Kombination aus einem disziplinierten Trainer, einem Kader aus hauptsächlich heimischen Spielern und einem Groll aufgrund der Qualifikationskontroverse könnte sie zu einem gefährlichen Außenseiter machen. Auch wenn ein Achtelfinaleinzug unwahrscheinlich ist, sind die Erfahrung und die Präsenz für junge Talente wie Mofokeng von unschätzbarem Wert.

Da Broos' Vertrag bis zu diesem Turnier läuft, könnte die WM auch sein Vermächtnis definieren. Er hat bereits den Stolz wiederhergestellt und die heimischen Ränge gefüllt, aber ein respektables Abschneiden gegen Elitegegner würde den Fortschritt von Bafana Bafana untermauern. Die Spiele gegen Mexiko, Tschechien und Südkorea werden zeigen, ob dieses Team das Etikett des Außenseiters abgelegt hat.

Letztlich geht es bei Südafrikas 2026-Kampagne nicht nur um Ergebnisse, sondern darum, eine Entwicklung fortzusetzen, die sie regelmäßig auf der Weltbühne sehen lässt. Der administrative Fehltritt wurde durch ihre Entschlossenheit zur Fußnote, und nun sind alle Augen darauf gerichtet, wie sie sich in der wohl härtesten Gruppe messen, die Broos je gesehen hat. Basierend auf Berichten des Guardian.