Leonid Tambijew, der neue Cheftrainer von Moskaus Dynamo, hat sich energisch gegen die langjährige Charakterisierung als strenger Zuchtmeister gewehrt. In einem kürzlichen Interview stellte Tambijew seine Philosophie klar und erklärte, er wolle lieber als fordernd statt als starr streng angesehen werden. Diese Unterscheidung ist zentral für seine Vision für das Team, während er von seiner vorherigen Rolle bei Admiral Wladiwostok wechselt.
Tambijew erklärte, er habe nicht die Absicht, seinen grundlegenden Trainingsansatz zu ändern. "Ich bin, wer ich bin. Was gibt es da zu ändern?" sagte er. Er skizzierte einen Arbeitsprozess, der auf Kommunikation und Anleitung basiert, und betonte die Notwendigkeit einer maßgeschneiderten Strategie für jeden Athleten. Er erwähnte speziell, dass Spieler wie Will, Zizurel und Oziganow einen einzigartigen Ansatz benötigten, und betonte, dass dies einfach Arbeitsdetails seien. "Hier wird niemand mit einem Säbel herumfuchteln", versicherte er und merkte an, dass das Ziel sei, die Spieler sorgfältig anzuleiten, um ihr bestes Eishockey zu zeigen.
Der Trainer identifizierte die funktionale Vorbereitung als den absoluten Eckpfeiler seiner Methodik. Er reflektierte über die Herausforderungen bei Admiral, wo Spieler eine gute Form aufbauen würden, nur um sie durch anstrengende Auswärtsfahrten über mehrere Zeitzonen gestört zu bekommen. Die berüchtigten "Rund-um-die-Welt"-Fahrten, mit Spielen, die um 2:30 Uhr Wladiwostoker Zeit begannen, machten konstante Leistungen fast unmöglich. Er stellte dies der relativen Leichtigkeit eines Ein-Zeitzone-Plans gegenüber, den er bei SKA erlebte, und nannte es eine "Klassen"-Situation, die bessere Konzentration und Erholung ermögliche.
Tambijew äußerte eine deutliche Erleichterung darüber, dass die wiederkehrenden Fragen über Langstreckenreisen nun der Vergangenheit angehörten. Er lachte, als er danach gefragt wurde, und bestätigte seine Freude, dieses Thema in der Vergangenheit zu lassen. Allerdings äußerte er eine neue Hoffnung: dass auch das Stereotyp über seine angebliche Strenge aufgegeben werden könnte. "Ich sage immer: nicht streng, sondern fordernd", wiederholte er in der Hoffnung, dass diese Erzählung endlich begraben werden würde.
Die Kommentare des Trainers offenbaren einen Manager, der sich auf die praktischen Aspekte der sportlichen Höchstleistung konzentriert. Er glaubt, dass wenn ein Spieler körperlich vorbereitet ist, sein bestes Eishockey von selbst folgen wird. Sein gesamtes System ist darauf ausgelegt, diese Vorbereitung zu erleichtern, indem äußere Hindernisse wie schwächende Reisepläne beseitigt und der Fokus auf individualisiertes Training und Motivation gelegt wird. Diesen pragmatischen, spielerzentrierten Ansatz möchte er zu Dynamo bringen.
Basiert auf Berichten von Чемпионат.com.