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Thuram und Cherki starten gegen die Elfenbeinküste: WM

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Frankreichs WM-Vorbereitung beginnt mit Thuram und Cherki in der Startelf gegen die Elfenbeinküste; alle PSG-Stars auf der Bank, Saliba nach dem Champions

Die Reise Frankreichs zur Weltmeisterschaft 2025 begann am Donnerstagabend offiziell in Nantes, wo Didier Deschamps im Stade de la Beaujoire im Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste eine mutige Startelf aufbot. Nur wenige Wochen vor dem Turnier war das Spiel die erste echte Bewährungsprobe für Spieler, die um einen Platz im Flieger kämpfen, und die Auswahl des Trainers sendete eine klare Botschaft über die Tiefe und Konkurrenz in seinem Kader.

Deschamps entschied sich für eine 4-2-3-1-Formation, ein System, das offensive Flüssigkeit und Kreativität betont. Kylian Mbappé, der unbestrittene Galionsfigur, wurde als zentraler Stürmer eingesetzt, während Michael Olise hinter ihm die Rolle des Spielmachers übernahm. Die Außenbahnen wurden zwei Spielern anvertraut, die an die Tür klopfen: Marcus Thuram links und Rayan Cherki rechts.

Die Einbeziehung von Thuram und Cherki von Beginn an war die schlagzeilenträchtige Entscheidung. Thuram, normalerweise Mittelstürmer bei Inter Mailand, wurde gebeten, seine Physis und Direktheit auf den Flügel zu bringen, eine Rolle, die er auf Vereinsebene gelegentlich ausgefüllt hat. Cherki, der begabte Spielmacher von Lyon, erhielt eine seltene Gelegenheit, sein heimisches Flair auf die internationale Bühne zu übertragen. Für beide Spieler stellte dieses Spiel einen entscheidenden Moment dar, um ihren Anspruch auf einen Startplatz zu untermauern, wenn die eigentliche Action im nächsten Monat beginnt.

Ebenso bemerkenswert war das vollständige Fehlen von Paris Saint-Germain-Spielern in der Startelf. Ousmane Dembélé, Désiré Doué, Bradley Barcola, Warren Zaïre-Emery und Lucas Chevalier wurden alle auf die Ersatzbank verbannt. Ihr Fehlen wurde weithin als Vorsichtsmaßnahme interpretiert, nur fünf Tage nach PSGs anstrengendem Champions-League-Finalsieg gegen Arsenal, der Verlängerung und Elfmeter erforderte. Deschamps scheint bestrebt zu sein, ihre Arbeitsbelastung vor der Weltmeisterschaft sorgfältig zu managen.

William Saliba, der Arsenal-Innenverteidiger, der ebenfalls im Champions-League-Finale stand, wurde nicht einmal in den Spieltagskader berufen. Anders als seine PSG-Kollegen bekam Saliba eine komplette Pause, eine Entscheidung, die die körperliche Belastung der nationalen und europäischen Saison unterstrich. An seiner Stelle bildeten Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano das Innenverteidiger-Duo, eine Partnerschaft, die Vertrautheit aus ihrer gemeinsamen Zeit bei RB Leipzig bot.

Die übrige französische Abwehr bestand aus dem zuverlässigen Theo Hernandez auf der linken Seite und Jules Koundé rechts, während Mike Maignan seine Rolle als unbestrittener Stammtorwart fortsetzte. Im Mittelfeld sorgten das bewährte Duo Aurélien Tchouaméni und Adrien Rabiot für einen soliden Schutz vor der Viererkette.

Die Elfenbeinküste unter neuer Führung und mit einer Mischung aus Jugend und Erfahrung stellte sich in einem 4-3-3 auf. Der ivorische Angriff wurde von Elye Wahi angeführt, dem ehemaligen Montpellier- und jetzigen Eintracht Frankfurt-Stürmer, flankiert von Simon Adingra (bevorzugt vor Manchester Uniteds Amad Diallo) und Yan Diomandé. Das Mittelfeldtrio Franck Kessié, Seko Fofana und Ibrahim Sangaré brachte Physis und Ballgewinnstärke. Eine interessante Nebenhandlung war Guéla Doué, der für die Elfenbeinküste als rechter Verteidiger startete und gegen seinen Bruder Désiré antrat, der von der französischen Bank aus zusah.

Deschamps' Experimente mit seiner Aufstellung dienten nicht nur der Schonung müder Beine; es war eine strategische Erkundung seiner Optionen im letzten Drittel. Die 4-2-3-1-Formation erlaubte Olise, zwischen den Linien zu schweben, eine Rolle, die seiner Vision und Passreichweite entspricht, während die Schnelligkeit von Thuram und Cherki die ivorische Abwehr auseinanderzog. Mbappés zentrale Positionierung bedeutete, dass er den Ball häufiger in gefährlichen Zonen sehen würde, ein Setup, das sich gegen Spitzengegner als verheerend erweisen könnte.

Da die Weltmeisterschaft am 11. Juni beginnt und bis zum 19. Juli läuft, wird die Zeit für Spieler auf der Kippe knapp. Thuram und Cherki wussten, dass eine herausragende Leistung in Nantes sie in das Gespräch um einen Startplatz katapultieren könnte, besonders wenn Deschamps weiterhin die Fitness des Kaders ausbalanciert. Die PSG-Gruppe wird wahrscheinlich bei den Pflichtspielen zum Einsatz kommen, aber ihre Vertreter hatten eine goldene Gelegenheit, Eindruck zu machen.

Das Spiel in Nantes war mehr als nur ein Freundschaftsspiel; es war ein Lackmustest für Frankreichs Ambitionen. Deschamps hat eine Fülle von Talenten zur Verfügung, aber die Integration neuer Partnerschaften und die Sicherstellung taktischer Harmonie ist das letzte Puzzlestück. Während die Uhr bis zum WM-Auftakt herunterzählt, gewinnt jede Minute auf dem Platz zusätzliches Gewicht. Die Entscheidungen des Trainers gegen die Elfenbeinküste boten einen verlockenden Einblick in die Hackordnung – eine, die sich je nach dem, was sich über 90 Minuten abspielte, drastisch verschieben könnte.

Basierend auf Berichten von L'Equipe.