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Tuchel lässt Foden und Palmer draußen: Englands WM-Kader 26

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Tuchel benennt Englands 26-köpfigen WM-Kader und lässt Foden, Palmer, Alexander-Arnold aus; Maguire 'schockiert', Watkins und Toney dabei.

Englands Trainer Thomas Tuchel wird am Freitag seinen 26-köpfigen Kader für die diesjährige Weltmeisterschaft bekanntgeben, und es werden einige überraschende Auslassungen erwartet. Phil Foden, Cole Palmer und Trent Alexander-Arnold, drei der talentiertesten Spieler des Landes, werden voraussichtlich alle fehlen. Die Entscheidung spiegelt Tuchels Engagement wider, nach aktueller Form statt nach Ruf auszuwählen, ein mutiger Ansatz, der im englischen Fußball für Aufsehen gesorgt hat.

Vielleicht die prominenteste Auslassung ist Manchester Uniteds Verteidiger Harry Maguire. Der 33-Jährige drückte auf Instagram sein Unglauben aus und erklärte, er sei 'schockiert und am Boden zerstört' über die Entscheidung. Maguire, der 67 Länderspiele hat, glaubte, nach einer starken Saison genug getan zu haben, um eine wichtige Rolle zu spielen. Seine Mutter Zoe ging in den sozialen Medien noch weiter und nannte die Entscheidung 'widerlich'. Maguires Abwesenheit signalisiert einen klaren Generationswechsel in Tuchels Denken, mit jüngeren Optionen bevorzugt.

Maguires Teamkollege bei Manchester United, Luke Shaw, verpasst ebenfalls die Berufung, trotz einer beeindruckenden Saison und Aufnahme in die vorläufige 55-Mann-Liste. Stattdessen wird Tuchel Newcastle's Dan Burn und Manchester Citys Talent Nico O'Reilly berufen. Auch Chelseas Levi Colwill und AC Mailand's Fikayo Tomori sind ausgeschlossen, während Tottenhams Djed Spence trotz eines gebrochenen Kiefers unter der Woche eine überraschende Berufung erhält. Spence wird voraussichtlich eine Schutzmaske tragen. John Stones bleibt eine Schlüsselfigur für Tuchel und wird trotz Verletzungssorgen während der gesamten Saison wahrscheinlich dabei sein.

Im Angriff wird Aston Villas Ollie Watkins für seine Europa-League-siegenden Heldentaten mit einem Platz im Kader belohnt. Ihm zur Seite steht Ivan Toney, der in Saudi-Arabien für Al-Ahli in bestechender Form ist und in 32 Ligaspielen 32 Tore erzielt hat. Toneys Auswahl könnte auch von seinem Ruf als Elfmeterspezialist beeinflusst sein – eine taktische Überlegung für ein Turnier, das oft durch knappe Entscheidungen entschieden wird. Arsenals Flügelspieler Noni Madueke schafft es ebenfalls in den Kader, während Nottingham Forests Morgan Gibbs-White trotz 14 Toren als bester englischer Torschütze der Premier League ausscheidet.

Im Mittelfeld wird Adam Wharton von Crystal Palace voraussichtlich zu Hause bleiben, eine Entscheidung, die den harten Konkurrenzkampf um die Plätze unterstreicht. Allerdings behält Manchester Uniteds Kobbie Mainoo seinen Platz nach einer Rückberufung, die Tuchel beeindruckt hat. Jordan Henderson, jetzt bei Brentford, bleibt ein fester Bestandteil des englischen Aufgebots und bietet Erfahrung und Führungsqualitäten. Declan Rice, Jude Bellingham und Morgan Rogers bilden einen dynamischen Kern, während Elliot Anderson weitere Tiefe verleiht.

Der vollständige 26-köpfige Kader veranschaulicht Tuchels Vision. Im Tor bleibt Jordan Pickford die erste Wahl, unterstützt von Dean Henderson und James Trafford. In der Abwehr bilden Reece James, Tino Livramento, Marc Guehi, Ezri Konsa, John Stones, Jarell Quansah, Nico O'Reilly, Dan Burn und Djed Spence eine Mischung aus Erfahrung und Jugend. Das Mittelfeld besteht aus Rice, Anderson, Bellingham, Henderson, Rogers und Mainoo. Im Sturm führt Kapitän Harry Kane eine Reihe an, die Toney, Watkins, Bukayo Saka, Noni Madueke, Marcus Rashford, Anthony Gordon und Eberechi Eze umfasst.

Der ehemalige englische Verteidiger Phil Jagielka gab Einblicke in Tuchels Denken und deutete an, dass Form und Chemie über etablierte Namen gestellt wurden. Jagielka bemerkte, dass Foden und Palmer in dieser Saison unterdurchschnittlich gespielt hätten und andere Angreifer ihre Plätze verdient hätten. Er kommentierte auch die Auswahl von Toney und erkannte sie als strategisches Glücksspiel an – ein frischer Spieler mit einer nachgewiesenen Elfmeterbilanz könnte in einem Turnierumfeld von unschätzbarem Wert sein. Bezüglich Maguire fand Jagielka, dass die Form des Verteidigers Anerkennung verdiente, respektierte aber Tuchels Recht, alternative Optionen zu wählen.

Englands WM-Reise beginnt am 11. Juni, das Turnier wird in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. Testspiele gegen Neuseeland (6. Juni) und Costa Rica (10. Juni) dienen der letzten Vorbereitung. In der Gruppenphase trifft England am 17. Juni auf Kroatien, gefolgt von Spielen gegen Ghana und Panama. Tuchels mutige Auswahl wird sicherlich intensiv unter die Lupe genommen, während das Team einen anspruchsvollen Weg zum Ruhm meistern will.

Die Kaderbekanntgabe markiert einen entscheidenden Moment für Tuchels Amtszeit und signalisiert eine Abkehr von der Loyalität zu großen Namen hin zu Spielern in Form und spezifischen taktischen Rollen. Während die Auslassungen von Foden, Palmer und Maguire die Schlagzeilen dominieren werden, spiegeln die Aufnahmen von formstarken Talenten wie Watkins, Toney und Spence einen Trainer wider, der keine Angst vor harten Entscheidungen hat. Ob sich dieses Glücksspiel auszahlt, wird sich erst in der Hitze des WM-Gefechts zeigen.

Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.