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Tuchels England-Kader: Wer schafft es in die 26 für 2026?

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Guardian-Experten prognostizieren Tuchels 26-köpfigen England-Kader für die WM 2026, mit Überraschungen in der Abwehr und im Angriff. Analyse, wer es geschafft

Thomas Tuchels Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft 2026 haben einen bedeutenden Schritt nach vorne gemacht, als die Guardian-Fußballexperten David Hytner und Jacob Steinberg ihren voraussichtlichen 26-köpfigen England-Kader für das Turnier bekannt gaben. Die Auswahlen basieren auf der aktuellen Form und Tuchels taktischen Präferenzen und bieten eine Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Überschwang, mit mehreren überraschenden Aufnahmen, die bereits Diskussionen unter den Fans entfacht haben.

Im Tor unterstreicht das Trio aus Jordan Pickford, Dean Henderson und James Trafford eine Mischung aus Zuverlässigkeit und Potenzial. Pickford bleibt Englands erste Wahl, nachdem er seit der WM 2018 eine tragende Säule war, während Hendersons konstante Leistungen für Crystal Palace ihm eine Rolle als Ersatzmann einbringen. Traffords Aufnahme signalisiert eine langfristige Investition; der Torhüter von Manchester City hat sich auf Leihbasis bewährt und repräsentiert die nächste Generation. Tuchels System verlangt nach ballspielenden Torhütern, und diese Einheit erfüllt die Anforderungen.

Die Abwehrlinie vereint etablierte Stars und aufstrebende Talente, wobei Reece James und Tino Livramento Optionen auf der rechten Seite bieten. John Stones und Marc Guéhi, beide jetzt bei Manchester City, könnten eine dominante Innenverteidigungspartnerschaft bilden und ihr Vereinsverständnis nutzen. Ezri Konsa und Dan Burn bringen Vielseitigkeit und Physis, während Jarell Quansahs Aufnahme nach seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen eine kühne Anerkennung seiner rasanten Entwicklung ist. Die vielleicht überraschendste Wahl ist Nico O’Reilly, der Youngster von Manchester City, der kaum in der ersten Mannschaft aufgetreten ist, aber eindeutig Tuchels Ideal eines modernen, ballführenden Verteidigers entspricht.

Im Mittelfeld sind Tuchels Fingerabdrücke am deutlichsten. Declan Rice verankert die Einheit, wobei Kobbie Mainoos technische Sicherheit ihn ergänzen soll. Die Aufnahme des 35-jährigen Jordan Henderson sorgte für hochgezogene Augenbrauen, aber seine Führungsqualitäten und Erfahrung im Gewinnen von Turnieren werden als unbezahlbar angesehen. Elliot Anderson und James Garner bieten Energie und taktische Disziplin, während Morgan Rogers‘ Kreativität verstopfte Abwehrreihen aufbrechen könnte. Jude Bellingham, bereits ein globaler Superstar, ist der Herzschlag, der wahrscheinlich in einer freien Rolle hinter Harry Kane eingesetzt wird. Diese Mischung deutet darauf hin, dass Tuchel ein 4-2-3-1 oder 3-4-3 aufstellen wird, mit mehreren Mittelfeldspielern, die vertikale Pässe spielen können.

Die Stürmerreihe ist eine Schatzkammer an Talenten, angeführt von Kapitän Harry Kane. Bukayo Saka ist auf der rechten Seite unverzichtbar, während Anthony Gordons Direktheit eine andere Dimension bietet. Die Aufnahmen von Noni Madueke und Eberechi Eze vom Arsenal warfen einige Fragen auf – Maduekes Unbeständigkeit und Ezes Verletzungsgeschichte sind potenzielle Risiken – aber ihre Fähigkeit, Gegner eins gegen eins zu überwinden, passt zu Tuchels Wunsch nach Isolationsspielen. Die Aufnahme von Marcus Rashford nach einem hochkarätigen Wechsel zu Barcelona beweist, dass ein Tapetenwechsel seine Karriere wiederbelebt hat. Ollie Watkins und Ivan Toney bieten als zentrale Stürmer kontrastierende Optionen; Watkins mit seinen Läufen in die Tiefe und Toney mit seinem Ballhalten und seiner Penaltystärke.

Tuchels Kader signalisiert eine taktische Evolution. Die Betonung von athletischen, dynamischen Verteidigern wie Livramento und O‘Reilly deutet auf eine hohe Abwehrlinie hin, während der Auftrag für die Mittelfeldspieler, schnell Bälle zu durchbrechen, auf ein kompaktes, auf Umschaltmomente ausgerichtetes System hindeutet. Die Aufnahme mehrerer Allzweckspieler – Konsa kann rechter Verteidiger, Quansah defensives Mittelfeld – deutet darauf hin, dass Tuchel einen Kader aufbaut, der zu taktischen Veränderungen während des Spiels fähig ist.

Die größten Diskussionspunkte werden sich auf die Auslassungen konzentrieren. Kein Platz für erfahrene Spieler wie Kyle Walker oder Kieran Trippier deutet auf eine bewusste Hinwendung zur Jugend hin, während das Fehlen eines klassischen defensiven Mittelfeldspielers wie Kalvin Phillips Tuchels Vorliebe für Ballvorantreiber unterstreicht. Die Aufnahme von Jordan Henderson anstelle von kreativeren Optionen wie Cole Palmer wird unter die Lupe genommen werden, aber Tuchels Erfolgsbilanz in K.-o.-Wettbewerben stützt sich stark auf erfahrene Führungsspieler.

England geht als einer der Favoriten in das Turnier, nachdem es das Finale der Euro 2024 und das Halbfinale in Katar erreicht hat. Tuchel, der nach dem Abgang von Gareth Southgate ernannt wurde, hat den Auftrag, endlich einen großen Titel zu gewinnen. Seine Kaderauswahl – sofern die Guardian-Vorhersagen Bestand haben – balanciert das Bedürfnis nach sofortigen Ergebnissen mit einem Blick auf die Zukunft. Die Mischung aus Talenten von Bayern München, Real Madrid und der Premier League deutet auf ein Team hin, das sich in verschiedenen taktischen Kontexten wohlfühlt.

Mit nahender WM wird der Druck immens sein. Tuchels deutsche Verbindung fügt einen faszinierenden Subplot hinzu, aber seine Kaderentscheidungen zeigen eine klare Philosophie: Körperlichkeit, Pressing und Vertikalität. Die Aufnahme von Spielern wie Mainoo und Rogers deutet darauf hin, dass er bereit ist, der Jugend zu vertrauen, während die Anwesenheit von Veteranen wie Henderson und Kane das Rückgrat bildet. Letztendlich wird Englands Schicksal davon abhängen, wie schnell diese Gruppe zusammenfindet. Basierend auf einem Bericht des Guardian.