Studenten verschiedener Studiengänge der Universität von São Paulo (USP) besetzen weiterhin das Rektorengebäude auf dem Campus Butantã in der Westzone von São Paulo. Die Besetzung begann am Donnerstagnachmittam während eines Protestes, der mit dem anhaltenden Streik an staatlichen Universitäten in São Paulo verbunden ist.
Die Studenten fordern die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit dem USP-Rektor Aluísio Segurado. Ihre Kernforderungen konzentrieren sich auf verbesserte Politiken zur Studierendenförderung, darunter mehr Stipendien, die Renovierung der Studentenwohnheime und eine bessere Instandhaltung der Campusinfrastruktur.
Berichten zufolge verbrachten die Studenten die Nacht in Zelten vor dem Gebäude und auf Matratzen im Inneren. Die Universität habe am Freitagmorgen Strom und Wasser im Rektoratsgebäude abgestellt, wie lokale Medien bestätigten.
Mindestens drei Polizeibeamte des Bataillons für besondere Polizeieinsätze (BAEP) sind mit Schildern im Gebäude stationiert, während zwei Fahrzeuge der Militärpolizei die Umgebung patrouillieren. Trotz des Polizeiaufgebots wurde bisher über keine Zusammenstöße berichtet.
Der Protest gewann an Schwung, nachdem Studenten am 15. April ein Taubennest in der Küche des USP-Wohnkomplexes (Crusp) entdeckten. Dieser Fund machte die sich verschlechternden Bedingungen der Studentenunterkünfte deutlich.
Henrique Pupio, Direktor der União Estadual dos Estudantes de São Paulo, erklärte, das Rektorat habe gezeigt, dass es nicht bereit sei, dem Druck der Bewegung nachzugeben. "Wir glauben, dass diese Unnachgiebigkeit zu einer erhöhten Spannung geführt hat, die nur durch die Wiederaufnahme des Dialogs mit den Studenten gelöst werden kann", sagte Pupio.
Etwa 400 Studenten nahmen an der ersten Demonstration teil, wobei Aufnahmen zeigten, wie Protestierende über das Eingangstor sprangen und Glasscheiben zerbrachen. Polizeibeamte mit Schildern beobachteten aus der Entfernung, griffen jedoch nicht ein.
Die Juristische Fakultät hält derzeit Versammlungen ab, um zu entscheiden, ob sie weiterhin am Streik teilnimmt. Studentenvertreter betonen, dass die Situation nur durch Dialog gelöst werden kann, und fordern die Wiederaufnahme von Neuverhandlungen.
Basierend auf Berichten von g1.