Vier Anwälte in São-Paulo-Betrugsoperation verhaftet: 100 Mio. R$ BankbetrugIn einer bedeutenden Entwicklung im Kampf gegen die organisierte Kriminalität haben brasilianische Behörden vier Anwälte verhaftet, die der Beteiligung an groß angelegten Justiz- und Finanzbetrügereien verdächtigt werden. Die Verhaftungen erfolgten am Mittwoch, dem 6. Oktober, als Teil der zweiten Phase der Operation Têmis.
Die Operation wurde gemeinsam von der Zivilpolizei und der Sondergruppe zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Gaeco), einer Abteilung der Staatsanwaltschaft (MP), durchgeführt. Insgesamt wurden sechs Haftbefehle und 20 Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse in den Städten Ribeirão Preto und Igarapava im Bundesstaat São Paulo vollstreckt.
Die Ermittlungen, die mit der ersten Phase der Operation Têmis im Jahr 2018 begannen, haben eine Reihe von Betrügereien aufgedeckt, die den Bankinstituten geschätzte Verluste von 100 Mio. R$ zugefügt haben sollen. Die aktuelle Phase richtet sich gegen die Rechtsanwälte, denen vorgeworfen wird, diese betrügerischen Systeme erleichtert zu haben.
Die Operation unterstreicht die Bemühungen der brasilianischen Strafverfolgungsbehörden, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, die das Finanz- und Justizsystem ausnutzen. Die Behörden haben den Ernst der vorgeworfenen Verbrechen betont, die ausgeklügelte Methoden zur Täuschung großer Banken umfassen.
Zu den spezifischen Methoden der Betrügereien oder den Identitäten der Verhafteten wurden bisher keine weiteren offiziellen Details veröffentlicht. Die Ermittlungen sind noch im Gange, während die Beamten daran arbeiten, das volle Ausmaß des kriminellen Netzwerks aufzudecken.