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Warum Craig McLeish den Job bei St Mirren verdient hat

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Craig McLeish führte St Mirren zum Playoff-Überleben und möchte nun die feste Rolle. Mit Unterstützung von Spielern wie Alex Gogic wird sein Fall stärker.

St Mirrens nervenaufreibendes Playoff-Entkommen gegen Partick Thistle hat Interimstrainer Craig McLeish ins Rampenlicht gerückt und den Verein aus Paisley vor eine bedeutende Entscheidung über die Führung an der Seitenlinie gestellt. Nach einer Saison der Extreme – vom League-Cup-Ruhm bis zum Abstiegskampf – ist die Amtszeit des 36-Jährigen in den letzten 12 Spielen zum Schwerpunkt des Sommerumbaus geworden.

Der Kontext dieser Spielzeit kann nicht genug betont werden. Unter Stephen Robinson hatte sich St Mirren als stabiler Top-Sechs-Premiership-Verein etabliert und im Dezember mit einem atemberaubenden League-Cup-Sieg über Celtic den Höhepunkt erreicht. Doch der Pokalerfolg kaschierte Risse, die sich bereits ausbreiteten. Die Ligaleistung fiel ein, eine lange Sieglosserie zog sie in die unteren beiden Plätze, und im März verließ Robinson nach Aberdeen, wodurch das Team ins Wanken geriet.

In die Bresche sprang McLeish, ein ehemaliger Jugendtrainer ohne Erfahrung im Seniorenmanagement. Sein Auftrag war brutal und einfach: überleben. Genau das tat er, wenn auch mit einem hauchdünnen Vorsprung. Ein 2:1-Gesamtsieg gegen den Championship-Verein Partick Thistle – besiegelt durch Marcus Frasers Tor – löste wilde Feierlichkeiten aus, aber auch sofortige Fragen, ob der Neuling den Job dauerhaft behalten sollte.

McLeish zog sich nicht aus dem Rampenlicht zurück. Nach dem Schlusspfiff machte er seine Ambitionen klar und erklärte, dass er sich in der Lage fühle, die Gruppe zu führen und von Anfang an auf eine solche Gelegenheit hingearbeitet habe. Seine Worte trugen das Gewicht eines Mannes, der ein sinkendes Schiff stabilisiert hatte, auch wenn die Reise alles andere als glatt verlief. Er gewann nur drei von neun Ligaspielen, löste eine chronische Torflaute nicht und erlebte eine erschütternde 3:0-Heimniederlage gegen Kilmarnock, die sich fast als fatal erwies.

Und dennoch kommt es auf den Kontext an. Der Abstieg begann unter Robinson, nicht unter McLeish. Der Post-Cup-Kater hatte sich bereits eingestellt, und der Interimstrainer erbte eine Mannschaft mit geringem Selbstvertrauen und wenigen Toren. Es gelang ihm, genug Widerstandsfähigkeit zu wecken, um den 11. Platz zu erreichen und ein zweibeiniges Playoff zu meistern, das vor allem Nervenstärke erforderte. Seine taktischen Anpassungen in der zweiten Hälfte des Rückspiels zeigten die Fähigkeit, das Spiel unter immensem Druck zu lesen.

Die Stimmung der Spieler bietet einen Einblick in die Kabine. Der Schlüsselverteidiger Alex Gogic, ein Fels in der Brandung der Mannschaft, erklärte öffentlich, dass er sich über einen Verbleib von McLeish freuen würde, und argumentierte, dass eine vollständige Vorbereitungszeit es ihm ermöglichen würde, seine Ideen effektiver umzusetzen. Diese Befürwortung ist wichtig in einem Verein, in dem Einheit oft ein kostbares Gut war.

Auch externe Stimmen unterstützten ihn. Der ehemalige Partick-Thistle-Trainer Ian McCall meinte, McLeish habe sich „sehr gut“ geschlagen und sich eine echte Chance erarbeitet, und merkte an, dass der Vorstand ein Risiko eingegangen sei, indem er in einer Krise einen jungen Neuling ernannte. Die Tatsache, dass McLeish nach der Kilmarnock-Demütigung einen gefährlichen Moment überstand, bekräftigte die Ansicht, dass er das erforderliche Temperament besitzt.

Die Fanreaktionen waren jedoch gemischt. Einige Unterstützer drängten den Verein, einen erfahreneren Trainer zu finden, und wiesen auf wenig überzeugende Leistungen und eine knappe Rettung hin, die auch hätte schiefgehen können. Andere räumten ein, dass er genau das geliefert habe, was der Vorstand forderte: den Klassenerhalt. Diese Spaltung erfasst das grundlegende Dilemma für Geschäftsführer Keith Lasley, während er Gespräche über die Zukunft beginnt.

Die Entscheidung hat weitreichende Auswirkungen. Eine dauerhafte Ernennung würde Vertrauen in Kontinuität und interne Entwicklung signalisieren, birgt jedoch auch das Risiko, die Instabilität zu verstärken, die ihnen fast den Erstligastatus gekostet hätte. Alternativ könnte eine externe Verpflichtung neue Ideen bringen, aber eine Mannschaft verunsichern, die bereits so viel Umbruch erlebt hat. Der Playoff-Erfolg verschafft Zeit, aber er löscht nicht die grundlegenden Probleme – eine magere Torausbeute, eine anfällige Abwehr im Umbruch und ein dünner Kader, der erheblich verstärkt werden muss.

Für McLeish sprechen die Zahlen in einer entscheidenden Hinsicht: Er hielt den Verein in der Premiership. Ob das ausreicht, um einen festen Vertrag zu erhalten, wird von Lasleys langfristiger Vision abhängen. Die eigene Einschätzung des Interimstrainers – dass er „nicht kontrollieren kann, wann die Gelegenheit kommt, aber zeigen musste, dass er bereit ist“ – spricht von einem ruhigen Selbstvertrauen, das die Entscheidungsträger noch umstimmen könnte.

Wenn St Mirren nach vorne blickt, dient die Achterbahnsaison sowohl als Warnung als auch als Leuchtfeuer. Der League Cup zeigte, was möglich ist; die haarscharfe Rettung vor dem Abstieg offenbarte, wie schnell es auseinanderfallen kann. Wer auch immer die Leitung übernimmt, wird eine Gruppe erben, die die Extreme des Profifußballs kennt, und eine Fangemeinde, die sich nach etwas Ruhe sehnt.

Basierend auf Berichten von BBC Sport.