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Warum das Budapest-Finale perfekt ist: Die geschlossene

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Das PSG-Arsenal-Finale in Budapest beleuchtet den geschlossenen Kreis der Champions League: Vereine aus kleinen Nationen können trotz reicher Geschichte wie

Das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal wird unter den Flutlichtern der Budapester Puskas Arena stattfinden, einem Veranstaltungsort und einer Stadt, die von Fußballgeschichte geprägt sind. Doch während die Bühne für ein taktisches Meisterstück bereitet ist, wirft die Begegnung auch ein hartes Licht auf einen Wettbewerb, der zu einem exklusiven Club geworden ist, der kleineren Nationen einen Platz am oberen Tisch verwehrt.

Beide Finalisten kommen als verdientes Finalpaar an, so Philipp Lahm. Unter Luis Enrique hat sich PSG von einer Ansammlung von Einzelspielern zu einer kohärenten Einheit entwickelt, die mit synchronisierter Präzision pressen und passen kann. Khvicha Kvaratskhelia verkörpert diesen Wandel – ein Flügelspieler, der im Angriff gleichermaßen wild und in der Defensivarbeit fleißig ist. Die Pariser streben danach, erst der zweite Verein nach Real Madrid zu werden, der den europäischen Titel in der Champions-League-Ära verteidigt.

Arsenals Aufstieg unter Mikel Arteta spiegelt diese Disziplin wider. Ohne das Sternenmeer, das sie einst ausmachte, verlassen sich die Gunners auf eine fast maschinenhafte Organisation. Mit nur sechs Gegentoren in 14 Champions-League-Spielen und ohne Niederlage ist ihre Defensivstabilität das Fundament eines Teams, das gerade eine zwei Jahrzehnte währende Durststrecke in der Liga beendet hat. Artetas sechsjähriges Projekt hat endlich eine Premier-League-Trophäe eingebracht, aber ein erster Europapokal bleibt der schwer fassbare Preis.

Lahm kontrastiert diese beiden mit Bayern München, dessen risikoreiches Manndeckung unter Vincent Kompany einen Rückgriff auf alte Methoden darstellt. Während es chaotisch und unterhaltsam ist, erwies es sich als spröde – die Deutschen kassierten 20 Tore im Wettbewerb. PSG, nach einem anfänglichen Schock in der Gruppenphase, nutzte die Lücken im Halbfinale gnadenlos aus, während Arsenal die Bayern mit einem souveränen 3:1-Gruppensieg behandelte. Die Lehre: Organisatorische Meisterschaft überdauert Eigenart.

Die Kolumne zollt auch Diego Simeone Tribut, dem ewigen Fast-Mann des europäischen Fußballs. Seit anderthalb Jahrzehnten schiebt der Trainer von Atlético Madrid einen finanziellen Stein bergauf und übertrifft stets mit unterlegenen Mitteln. Lahm zieht eine mythische Parallele, nennt ihn einen „Sisyphus“, der eine Krönung verdient, und beklagt ein weiteres Halbfinal-Aus.

Die Wahl von Budapest als Gastgeberstadt hat symbolisches Gewicht. Ungarns jüngste politische Neujustierung hin zur europäischen Solidarität bietet einen hoffnungsvollen Hintergrund für das Spektakel. Lahm zitiert die Beschreibung des ungarischen Autors Gábor Schein von den Feierlichkeiten nach der Wahl – Hupen, Feuerwerk, gemeinsame Umarmungen – und deutet an, dass das Finale solche gemeinsame Freude verstärken könnte, auch wenn die eigenen Vereine der Nation von der Party ausgeschlossen bleiben.

Ungarns fußballerische Abstammung ist unbestreitbar. Die Goldene Elf um Ferenc Puskás und Nándor Hidegkuti faszinierte die Welt, erreichte zwei WM-Finals und verbuchte den größten Sieg des Turniers, ein 10:1 gegen El Salvador 1982. Vor einem Jahrhundert legte der Donau-Fußball den Grundstein für den spanischen Stil. Trainer wie Béla Guttmann und Pál Csernai exportierten taktische Innovationen nach ganz Europa. Doch heute sind Vereine wie MTK Budapest, die einst Bayern München mit 7:1 deklassierten, nur noch Fußnoten.

Die brutale Realität ist, dass die Champions League wie eine geschlossene Gesellschaft funktioniert. Seit Portos Überraschungssieg 2004 haben nur Vereine aus Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und England die Trophäe geholt. Die finanzielle Kluft beruht auf einem einfachen geografischen Zufall: Ligen in kleineren Nationen fehlt die nationale Wettbewerbsfähigkeit, um Talente zu halten. Historische Giganten wie Benfica und Ajax, so klug sie auch geführt sein mögen, können die Bevölkerungs- und Einkommensunterschiede nicht überbrücken. Budapest, Wien, Prag, Glasgow – alles fußballbegeisterte Metropolen – bleiben Zuschauer.

Lahm argumentiert, dass dieser geschlossene Kreis politisch nicht haltbar ist. „Europa geht um Teilhabe, um Chancengleichheit“, schreibt er, während er den vorhersehbaren Widerstand derjenigen einräumt, die vom Status quo profitieren. Der Vergleich mit dem Eurovision Song Contest, der in neun Jahren von neun verschiedenen Ländern gewonnen wurde, dient als vernichtendes Urteil über die Konzentration der Macht im Fußball. Das Problem, so beharrt er, müsse endlich angegangen werden.

Wenn am Samstag der Schlusspfiff ertönt, wird der gezeigte Fußball auf dem neuesten Stand sein. Aber der Hintergrund des historischen Budapester Stadions wird auch mit einer älteren, inklusiveren Vision des europäischen Spiels widerhallen – einer, die die derzeitigen Herrscher offenbar nicht wiederherstellen wollen. Das Spektakel, so großartig es auch sein mag, kann die grundlegende Ungleichheit des Turniers nicht verdecken.

Basierend auf einem Bericht des Guardian.