RB Leipzig hat ihr Hauptziel für die Saison bereits erreicht und sich einen Platz in der Champions League der nächsten Saison gesichert. Nach dieser Mission liegt der Fokus nun auf dem letzten Ligaspiel auswärts beim SC Freiburg, wo Rotation und persönliche Meilensteine im Mittelpunkt stehen.
Aus dem Leipziger Lager wird bestätigt, dass Linksverteidiger David Raum geschont wird und nicht im Spieltagskader steht. Der 25-Jährige war die ganze Saison über ein Stammspieler, aber der Trainerstab hat sich entschieden, ihn für das letzte Spiel zu schonen und ihm eine wohlverdiente Pause vor dem Sommer zu gönnen. In seiner Abwesenheit wird die Abwehrkette angepasst, die vollständige Startelf ist jedoch noch nicht bekannt.
Im Tor gibt es keine Rotation: Der ungarische Nationaltorhüter Péter Gulácsi kehrt zwischen die Pfosten zurück. Der erfahrene Schlussmann war ein Muster an Beständigkeit, und seine Präsenz gibt der Abwehr zusätzliche Sicherheit. Gulácsis Einsatz unterstreicht seinen Status als unangefochtene Nummer eins und verleiht der Defensive Stabilität.
Während Leipzig tabellarisch kaum noch etwas zu gewinnen hat, gehen die Gastgeber mit klarem Anreiz in die Partie. SC-Freiburg-Trainer Ole Werner ist entschlossen, sich mit dem Überbieten des vereinseigenen Punkterekords in die Geschichtsbücher des Klubs zu schreiben. Vor dem Spiel spielte Werner die Bedeutung nicht herunter und bezeichnete die mögliche Leistung als das 'Tüpfelchen auf dem i' nach einer anstrengenden Saison.
Freiburg selbst hat eine solide Saison hingelegt, aber ein Saisonabschluss mit einem Rekordpunktestand würde den Fortschritt unter Werner untermauern. Der ehrgeizige Trainer unterstreicht den Wettbewerbsgeist, der durch die Mannschaft geht, auch wenn in der Tabelle wenig auf dem Spiel steht. Für Leipzig besteht die Herausforderung darin, professionellen Stolz zu zeigen und vielleicht die Party zu verderben.
Raums Schonung ist angesichts seiner Arbeitsbelastung logisch. Der Verteidiger war eine konstante Anspielstation auf der linken Seite, lieferte Vorlagen und solide Defensivleistungen. Die Verantwortlichen legen offensichtlich Wert darauf, ihn für die europäische Herausforderung in der nächsten Saison fit zu halten. Unterdessen sorgt Gulácsis Kontinuität dafür, dass der Abwehrverbund bis zum Schlusspfiff der Saison intakt bleibt.
Freiburgs Rekordversuch verleiht einer ansonsten vielleicht unspektakulären Partie zusätzliche Würze. Werners Mannschaft wird von der ersten Minute an drängen, im Bewusstsein, dass drei Punkte die bisherige Bestleistung des Vereins übertreffen würden. Leipzig wiederum will die Tiefe des Kaders demonstrieren und die Saison mit einem positiven Ergebnis beenden, selbst wenn Schlüsselspieler wie Raum von der Seitenlinie zuschauen.
Da beide Teams sich gegenseitig respektieren, verspricht das Spiel eine taktisch ansprechende Begegnung zu werden. Während Leipzig auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken kann, könnte Freiburgs Hunger nach zusätzlichem Ruhm entscheidend sein. Im letzten Spieltag der Bundesliga werden alle Augen darauf gerichtet sein, ob Werners Mannschaft ihren Moment nutzen und tatsächlich das Tüpfelchen auf das i setzen kann. Basierend auf Berichten von Kicker.