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Warum Ferguson zweimal Rooney jagte: Die 27-Millionen-Pfund

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David Moyes enthüllt, dass Sir Alex Ferguson 2004 zwei geheime Treffen abhielt, um Wayne Rooney nach seinen Leistungen bei der Euro 2004 für 27 Millionen Pfund

Wayne Rooneys Wechsel von Everton zu Manchester United im Jahr 2004 bleibt einer der bedeutendsten Transfers in der Premier-League-Geschichte, und neue Enthüllungen von David Moyes werfen frisches Licht auf die beharrliche Jagd von Sir Alex Ferguson. In der Show „The Wayne Rooney Show“ schilderte Moyes detailliert, wie der legendäre United-Manager zwei geheime Treffen arrangierte, um Everton zur Freigabe ihres Teenager-Sensation zu überreden, wobei er letztlich 27 Millionen Pfund zahlte – eine Rekordsumme für einen 18-Jährigen zu dieser Zeit.

Rooney war im Goodison Park mit einer Mischung aus roher Kraft, technischem Können und einem starken Siegeswillen aufgefallen, die sein Alter Lügen strafte. In 67 Premier-League-Einsätzen für die Toffees erzielte er 15 Tore, darunter einen atemberaubenden Siegtreffer gegen Arsenal, der deren 30 Spiele andauernde Ungeschlagenheit beendete und ihn ins nationale Rampenlicht katapultierte. Bis zum Sommer 2004 war sein Ruf in die Höhe geschnellt, wobei auch Chelsea und Newcastle die Situation genau beobachteten. Für Moyes, der Rooney seit dessen Akademie-Tagen gefördert hatte, war sein Verlust undenkbar.

Der erste Kontakt kam zustande, als Ferguson Moyes zu einem diskreten Treffen im Haydock Thistle Hotel einlud. Moyes, der den Manchester-United-Manager überaus respektierte, war zunächst verwirrt über die Bitte. Einmal gesetzt, kam Ferguson direkt zur Sache: „Ich will Rooney.“ Moyes‘ Antwort war eindeutig – der Spieler sei unter keinen Umständen zu verkaufen. Ferguson akzeptierte die Ablehnung, ließ sich aber das Versprechen geben, dass Rooney nicht zu einem direkten Rivalen wie Chelsea wechseln dürfe. Das Treffen endete mit einem Händedruck und dem Verständnis, dass die Angelegenheit vorerst erledigt war.

Doch das Schicksal griff bei der Euro 2004 in Portugal ein. Rooney, damals gerade 18, lieferte eine Reihe von elektrisierenden Auftritten für England ab, erzielte vier Tore in vier Spielen. Sein kraftvolles Laufen, klinisches Abschließen und furchtloses Auftreten brachten Vergleiche mit den Elite-Stürmern des Kontinents. Das Turnier endete jedoch herzzerreißend, als er sich im Viertelfinale gegen die Gastgeber einen Fußbruch zuzog, was ihn dazu zwang, von der Seitenlinie zuzusehen, wie England im Elfmeterschießen ausschied. Diese Verletzung dämpfte das Interesse keineswegs; stattdessen beschleunigte sie die Dringlichkeit unter den Bewerbern, seine Unterschrift vor der neuen Saison zu sichern.

Nur Wochen nach ihrem ersten Treffen rief Ferguson Moyes erneut an und bestand auf einem zweiten Rendezvous im selben Hotel. Dieses Mal hatte sich der Kontext geändert. „Er sagte: ‚Ich will Wayne und die Dinge haben sich weiterentwickelt‘“, erinnerte sich Moyes. Die Implikation war klar: Der Bieterkrieg hatte sich verschärft, und Manchester United war entschlossen, nicht zurückgelassen zu werden. Rooney selbst hat seitdem eingeräumt, dass Ferguson ursprünglich geplant hatte, noch ein Jahr zu warten, aber seine Auftritte in Portugal machten einen sofortigen Wechsel unvermeidlich.

Der Deal wurde im August 2004 abgeschlossen, wobei die 27 Millionen Pfund Rooney zum teuersten Teenager im Weltfußball machten. Für Everton war es ein bittersüßer Moment – ein Rekordverkauf, der ihnen jedoch ihr hellstes Talent nahm. Für Manchester United markierte es den Beginn einer transformierenden Ära. Rooney sollte später zum Rekordtorschützen des Vereins werden, fünf Premier-League-Titel, die Champions League und zahlreiche individuelle Auszeichnungen gewinnen. Seine Partnerschaft mit Cristiano Ronaldo und später Robin van Persie bildete das Rückgrat einer der dominantesten Mannschaften in der englischen Geschichte.

Über die Statistiken hinaus unterstrich der Transfer Fergusons beispiellose Fähigkeit, Generationentalente zu identifizieren und zu sichern. Die zwei geheimen Treffen offenbarten eine Seite des Schotten, die Charme, Direktheit und strategische Geduld vereinte – Eigenschaften, die seine 26-jährige Amtszeit in Old Trafford prägten. Moyes‘ Bereitschaft, die Anekdote zu teilen, unterstreicht auch den gegenseitigen Respekt zwischen den beiden Managern, selbst als sie eine hochriskante Verhandlung führten, die ihre Beziehung hätte vergiften können.

Die Episode bietet eine faszinierende Zeitkapsel der Premier-League-Dynamik der frühen 2000er Jahre, als ein von Kindheit an Everton-Fan noch von der Verlockung eines Superklubs weggelockt werden konnte, wenn auch zu einem Preis, der heute bescheiden erscheint. Rooneys Abgang hinterließ eine Lücke in Goodison, die Jahre brauchte, um gefüllt zu werden, während seine Ankunft bei United half, die Hegemonie des Vereins zu erhalten, gerade als Arsenals „Invincibles“ drohten, die Landschaft neu zu gestalten. Für Rooney war es die Plattform, die er brauchte, um sein enormes Potenzial zu erfüllen, und er blickte nie zurück.

Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.