Englands Trainer Thomas Tuchel hat vor der WM 2026 einen Paukenschlag geliefert und bestätigt, dass die offensiven Mittelfeldspieler Phil Foden und Cole Palmer nicht Teil seines 26-köpfigen Kaders sein werden. Der deutsche Coach will seine endgültige Auswahl am Freitag bekannt geben, und das Fehlen von zwei der kreativsten Talente der Premier League hat Wellen in der Fußballwelt geschlagen. Beide Spieler waren in Tuchels vorläufiger 55-Mann-Liste und kamen in den März-Testspielen gegen Japan und Uruguay zum Einsatz, aber inkonsistente Vereinsform hat ihnen letztlich die Chance gekostet.
Harry Maguire, ein Veteran mit 67 Länderspielen und zwei vorherigen Weltmeisterschaften, bestätigte auf Instagram, dass auch er aus dem Kader gestrichen wurde, und beschrieb sich selbst als 'schockiert und am Boden zerstört'. Der 33-jährige Verteidiger von Manchester United hatte nach einer soliden Saison zuversichtlich auf eine wichtige Rolle in diesem Sommer gehofft, und seine emotionale Reaktion unterstreicht die gnadenlose Natur der Auswahl auf höchstem internationalen Niveau. Maguire hatte offen über seine Verzweiflung gesprochen, bei dem, was er für seine letzte WM hielt, zu spielen, und erklärte letzten Monat: 'Ich glaube immer noch, dass ich selbst in meinem Alter in beiden Strafräumen einer der besten Verteidiger der Welt bin. Das ist meiner Meinung nach nicht infrage zu stellen.'
Fodens Saison bei Manchester City war von Unterbrechungen geprägt, mit nur 22 Premier-League-Einsätzen von Beginn an und nur sieben Toren und fünf Vorlagen in 32 Erstligaspielen. Für einen Spieler seines Kalibers bleiben diese Zahlen hinter den Erwartungen an einen WM-Kader zurück. Ähnlich wurde Palmers Saison bei Chelsea von Verletzungen beeinträchtigt, die ihn auf neun Tore in 25 Ligaspielen beschränkten, während die Blues auf Platz acht landeten. Tuchels Entscheidung deutet darauf hin, dass er auf der größten Bühne der Welt Zuverlässigkeit und Spielpraxis über rohes Potenzial stellt.
Die defensive Umstellung geht weiter: Luke Shaw wird voraussichtlich ebenfalls fehlen, trotz einer beeindruckenden Saison für Manchester United. Tuchel hatte Shaw zunächst in seinen erweiterten Kader aufgenommen, aber die Form von Newcastle's Dan Burn und Citys jungem Nico O'Reilly scheint den Trainer umgestimmt zu haben. Chelseas Levi Colwill und AC Milans Fikayo Tomori sollen ebenfalls gestrichen werden, sodass John Stones der zentrale Verteidigungspfeiler bleibt, trotz seiner eigenen verletzungsgeplagten Saison. Tuchel sieht Stones offenbar als Schlüsselfigur, ist aber weiterhin besorgt über dessen Fitnesszustand.
Im Mittelfeld wird Crystal Palaces Adam Wharton voraussichtlich fehlen, während Manchester Uniteds Kobbie Mainoo seinen Platz behält, nachdem er im März wieder nominiert wurde. Brentfords Jordan Henderson, ein vertrauter Untergebener von Tuchel, soll seinen Platz behalten und Führung und Erfahrung bieten. Weiter vorne steht Arsenals Flügelspieler Noni Madueke kurz davor, sich seinen Vereinskollegen Bukayo Saka und Declan Rice anzuschließen, was Tempo und Direktheit in Englands Offensive bringt.
Diese Auswahl zeichnet das Bild eines Trainers, der Zusammenhalt und erprobte Turnierspieler schätzt. Die Aufnahme von Mainoo und Henderson sowie der Ausschluss von Wharton deuten auf eine Vorliebe für defensive Stabilität und Kontrolle im Mittelfeld hin. Der Verzicht auf Foden und Palmer – Spieler, die mit einem genialen Moment Abwehrreihen knacken können – könnte Englands kreative Funken begrenzen und eine größere Verantwortung auf Spieler wie Saka, Madueke und vielleicht Jude Bellingham legen, die entscheidenden Akzente zu setzen.
Englands WM-Reise beginnt mit Testspielen gegen Neuseeland und Costa Rica, bevor sie am 17. Juni ihre Gruppe F mit einem Spiel gegen Kroatien eröffnen. Weitere Gruppenspiele gegen Ghana und Panama warten, und Tuchels Mannschaft wird voraussichtlich eine relativ leichtere Gruppe meistern. Das Turnier, das in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet, beginnt am 11. Juni und bringt enormen Druck für eine Nation, die seit 1966 auf einen großen Titel hofft.
Maguires Abwesenheit markiert das Ende einer Ära für Englands Verteidigung, die über ein Jahrzehnt auf seine Luftüberlegenheit und sein spielerisches Können angewiesen war. Seine Führungsqualitäten werden vermisst werden, auch wenn das Aufkommen von Spielern wie Burn und O'Reilly einen Generationswechsel signalisiert. Auch Foden und Palmer werden beim nächsten Turnier 28 bzw. 27 Jahre alt sein, aber das Fehlen bei dieser Ausgabe wird aufgrund ihres immensen Talents schmerzen.
Die Entscheidungen zeigen auch Tuchels Bereitschaft, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Einen beliebten Spieler wie Maguire und zwei der aufregendsten Angreifer der Liga fallen zu lassen, ist ein Risiko, das nur anhand der Ergebnisse beurteilt wird. Während der Countdown zur offiziellen Bekanntgabe am Freitag läuft, bleiben den englischen Fans nur Gedanken darüber, ob diese mutigen Schritte die Mannschaft beflügeln oder auf der größten Bühne nach hinten losgehen. Basierend auf einem Bericht von BBC Sport.