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Warum Haaland zuschaute: Isak trifft, Norwegen gewinnt 3:1

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Norwegens 3:1-Sieg über Schweden sah Erling Haaland auf der Bank, während Alexander Isak traf. Beide WM-Teilnehmer nutzten das Freundschaftsspiel zur wichtigen

Norwegen lieferte am Montag im WM-Vorbereitungsspiel gegen Schweden eine starke Leistung ab und feierte einen 3:1-Sieg – und das ohne ihren Star Erling Haaland. Der Stürmer von Manchester City, der in dieser Saison die Abwehrreihen der Premier League terrorisiert hat, stand nicht im Kader und schaute von der Tribüne aus zu. Seine Abwesenheit brachte die norwegische Mannschaft nicht aus dem Konzept, die geschlossen und hungrig wirkte und die skandinavischen Nachbarn vor heimischem Publikum demontierte.

Alexander Isak traf für Schweden und setzte seine Tor-Serie fort, doch es war nur ein Trostpreis, da die Gäste über weite Strecken unterlegen waren. Der instinktive Abschluss des Newcastle-Stürmers ließ kurzzeitig eine Aufholjagd erhoffen, doch die frühe norwegische Dominanz hatte den Spielverlauf bereits entscheidend geprägt. Die Gastgeber gingen mit drei Toren in Führung und legten Schwächen in der schwedischen Abwehr offen, die vor der WM dringend behoben werden müssen.

Da die FIFA-Weltmeisterschaft immer näher rückt, nutzten beide Trainer das Duell, um an Taktik und Personal zu feilen. Für Norwegen bot der Abend die Gelegenheit zu beweisen, dass sie keine One-Man-Show sind. Trainer Stale Solbakken dürfte erfreut gewesen sein, dass seine Offensive auch ohne Haaland reibungslos funktionierte, dessen erstaunliche Torausbeute oft das Kollektiv überstrahlt. Mittelfeldspieler und Flügelspieler füllten die kreative Lücke und kombinierten zu eleganten Spielzügen, die Schwedens Pressing durchbrachen.

Schweden hingegen blieb mit mehr Fragen als Antworten zurück. Während Isaks Torinstinkt ein seltener Lichtblick war, dürfte die defensive Unordnung bei Standardsituationen und Umschaltbewegungen Trainer Jon Dahl Tomasson beunruhigen. Die sonst für ihre Widerstandsfähigkeit gelobte Abwehrkette wurde mehrfach ausgehebelt, als Norwegen Lücken zwischen Außen- und Innenverteidigern ausnutzte. Auch die Rückkehr von Kapitän Victor Lindelöf brachte keine Stabilisierung.

Das skandinavische Derby hat stets eine besondere Brisanz, und die jüngere Geschichte zeigt wechselnde Kräfteverhältnisse. Norwegen hatte in den letzten beiden Duellen gegen Schweden nicht gewonnen, darunter ein 1:1-Unentschieden im Jahr 2023. Dieser Sieg stellt die Vormachtstellung wieder her und verleiht einer Mannschaft Schwung, die bei der WM mit neuem Selbstvertrauen in die Gruppenphase geht. Für Schweden ist die Niederlage ein Realitätscheck nach einer Qualifikation, die viele beeindruckt hatte.

Isaks Tor – ein Abstauber aus kurzer Distanz nach einem Gewühl im Strafraum – unterstrich seinen Wert für die schwedische Mannschaft. Seit seinem Wechsel zu Newcastle ist der 24-Jährige zu einem der zuverlässigsten Stürmer Europas gereift, doch sein Unterstützungskader muss konsistentere Vorlagen liefern, wenn Schweden die Gruppenphase überstehen will. Nach diesem Spiel war das Ungleichgewicht zwischen beiden Teams eklatant.

Norwegens Nebendarsteller nutzten ihre Chance. Ohne Haalands Sogwirkung wurde der Angriff unberechenbarer: Mittelfeldspieler starteten spät in den Strafraum, Außenbahnspieler zogen nach innen und entfalteten verheerende Wirkung. Das erste Tor fiel nach einer Ecke, die Schwedens Zonenmarkierung entlarvte, das zweite entstand aus einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte – eine Blaupause, die Solbakken auf der größten Bühne wiederholen möchte.

Für die schwedischen Fans war der Abend ernüchternd, aber nicht ohne Hoffnung. Isaks Fähigkeit, aus dem Nichts etwas zu kreieren, bleibt eine Waffe, und jüngere Spieler wie Dejan Kulusevski zeigten kreative Ansätze. Doch dem Mittelfeld fehlte die Kontrolle, und der Übergang von Abwehr zu Angriff war behäbig. Tomasson hat in den kommenden Wochen auf dem Trainingsplatz viel zu tun.

Beide Teams richten nun den Blick auf die letzten Freundschaftsspielfenster vor der WM. Norwegen wird wohl auf einen weiteren europäischen Schwergewicht treffen, während Schweden gegen schwächere Gegner Feinabstimmung betreiben wird, um Selbstvertrauen zu tanken. Der Countdown zum größten Fußballereignis tickt lauter, und Nächte wie diese bieten eine entscheidende Standortbestimmung.

Haalands Fehlen im Kader zog natürlich Aufmerksamkeit auf sich, doch Norwegens Leistung unterstrich eindrucksvoll die Tiefe des Kaders, die Solbakken zur Verfügung steht. Der Stürmer, der stets die Torlast geschultert hat, sah zu, wie seine Teamkollegen aufblühten – ein Anblick, der den Trainer vor dem globalen Großereignis ermutigen wird.

Als der Schlusspfiff ertönte, feierten die norwegischen Spieler mit ihren Fans und genossen den Sieg über den vertrauten Rivalen. Für Schweden bot die lange Heimreise Zeit, über die zu schließenden Lücken nachzudenken. Isaks Tor, ein persönlicher Meilenstein, konnte die Risse nicht überdecken. Die WM wartet auf niemanden, und beide Teams müssen ihre Vorbereitung beschleunigen.

Basierend auf Berichten von ESPN.