Mark Flekken, der Stammtorhüter von Bayer Leverkusen, hat öffentlich das Scheitern des Teams bei der Qualifikation für die Champions League angesprochen und eine klare Einschätzung gegeben, wo die Dinge schiefgelaufen sind. Im Gespräch mit Reportern bestand der niederländische Nationalspieler darauf, dass Cheftrainer Kasper Hjulmand nicht die Verantwortung für das verfehlte Ziel tragen sollte.
"Der Trainer ist nicht derjenige, der beschuldigt werden sollte", erklärte Flekken und widersprach damit direkt den wachsenden Rufen nach einem Trainerwechsel. Stattdessen hob er einen besorgniserregenden Mangel an mentaler Stärke innerhalb der Mannschaft hervor. Laut Flekken hatten die Spieler Schwierigkeiten, in entscheidenden Phasen der Saison Konstanz und Gelassenheit zu bewahren, was ihnen letztendlich einen Platz unter den ersten vier kostete.
Seine Kommentare kommen nach einer turbulenten Saison, in der Leverkusen zwar phasenweise Qualität zeigte, aber immer wieder in Spielen strauchelte, die sie gewinnen sollten. Der Champions-League-Traum entglitt ihnen in den letzten Wochen und ließ Spieler und Fans enttäuscht zurück. Flekkens Nachbetrachtung deutet darauf hin, dass die Mentalität des Teams, nicht taktische Mängel, der entscheidende Faktor war.
Die Haltung des Torwarts ist bedeutsam, da sie das Gespräch von Hjulmands Zukunft weglenkt. Da spekuliert wird, dass der dänische Trainer entlassen werden könnte, könnte Flekkens Intervention ihm vorübergehend etwas Erleichterung verschaffen. Allerdings lenkt sie auch das Rampenlicht fest auf die Spieler, die sich nun ihren eigenen Schwächen stellen müssen.
Flekken, bekannt für seine offene Persönlichkeit, scheute nicht davor zurück, persönliche Verantwortung zu übernehmen. Er räumte ein, dass auch er in bestimmten Situationen mehr hätte tun können, betonte jedoch, dass die gesamte Gruppe versagt habe, als es darauf ankam. Dieses kollektive Schuldeingeständnis ist ein seltenes Zeichen von Ehrlichkeit im modernen Fußball.
Die Reaktion der Leverkusener Führung bleibt abzuwarten. Der Verein muss nun entscheiden, ob er Hjulmand das Vertrauen schenkt oder einen neuen Weg einschlägt. In der Zwischenzeit werden Flekkens Äußerungen bei den Fans Anklang finden, die die Widerstandsfähigkeit des Teams in Frage gestellt haben.
Die kommenden Wochen werden wahrscheinlich von Selbstreflexion in der BayArena geprägt sein, wobei das Verpassen der Champions League eine harte Lektion ist. Ob diese offene Abrechnung zu sinnvollen Veränderungen führt, ist die nächste drängende Frage.
Basierend auf einem Bericht von Kicker.