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Warum Mbappé die WM 2026 nicht aus politischen Gründen in

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Kylian Mbappé vertraut der FIFA, die WM 2026 in den USA auszurichten, trotz politischer Bedenken, und erinnert an seine Haltung bei den Wahlen 2024 gegen die

Mit der Nähe der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat Frankreichs Kapitän Kylian Mbappé sein Schweigen zu den politischen Unruhen um das Gastgeberland USA gebrochen. In einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit Vanity Fair äußerte sich der Real-Madrid-Stürmer dazu, ob Les Bleus ihre Teilnahme aufgrund des besorgniserregenden politischen Klimas unter der Trump-Administration überdenken könnten.

Nur einen Monat vor dem Eröffnungsspiel am 11. Juni häufen sich die Fragen zur Eignung der USA als Co-Gastgeber neben Kanada und Mexiko. Die harte Einwanderungspolitik der Regierung, Reiseverbote und spalterische Rhetorik haben eine globale Debatte ausgelöst, und für eine multikulturelle Mannschaft wie Frankreich ist das Thema hautnah. Doch Mbappé zeigte einen bemerkenswert pragmatischen Ton und verwies auf den Fußballverband.

„Ich habe nicht das nötige Wissen, um zu verstehen, was es braucht, um eine WM zu organisieren“, sagte Mbappé dem Magazin. „Wenn Sie mich bäten, ein Turnier zu leiten, würden Sie einige Überraschungen erleben. Wenn die FIFA entschieden hat, dass es in den USA stattfinden soll, dann glauben sie, dass alles machbar ist und wir hierherkommen können.“ Die gemessene Antwort des 27-Jährigen signalisiert einen Wandel von seinem früheren politischen Aktivismus, bei dem er keine Angst hatte, den Aufstieg der extremen Rechten in seinem Heimatland herauszufordern.

Mbappés Bereitschaft, sich politisch zu engagieren, zeigte sich während der französischen Parlamentswahlen 2024. Zusammen mit mehreren Nationalmannschaftskollegen äußerte er Alarm über die beispiellosen Gewinne des Rassemblement National und bezeichnete den Aufstieg als „katastrophal“, wobei er junge Wähler aufforderte, Extremismus abzulehnen. Diese mutige Haltung festigte seinen Ruf als sozial bewusster Führer, aber seine jüngsten Äußerungen deuten darauf hin, dass er seine Kämpfe sorgfältig wählt – insbesondere wenn es um die Autorität der FIFA und die globale Bühne geht.

Der politische Kontext der USA kann nicht ignoriert werden. Seit seiner Rückkehr ins Amt hat die Trump-Administration umstrittene Reisebeschränkungen gegen mehrere mehrheitlich muslimische Länder wiederbelebt und die Einwanderungsdurchsetzung verschärft. Für eine französische Mannschaft mit tiefen Wurzeln in Einwanderergemeinschaften – ein Markenzeichen ihrer WM-gekrönten Identität – ist das Potenzial für Reibungen real. Einige hatten spekuliert, dass Spieler protestieren oder den Austragungsort in Frage stellen könnten, aber Mbappés Äußerungen deuten darauf hin, dass das Team bereit ist, ohne Ablenkung zu spielen.

Mbappés Aufstieg zu einer globalen Ikone war meteoritenhaft. Von seinem Durchbruch in Monaco bis zu seiner Hauptrolle in Russland 2018 hat er nie davor zurückgeschreckt, seine Stimme zu nutzen. Sein Aufruf, „die Extremisten nicht gewinnen zu lassen“, während der Wahlen 2024 fand in Frankreich Widerhall, aber seine Haltung zum WM-Austragungsort offenbart ein nuanciertes Verständnis von Diplomatie und Sport. Er zieht eine klare Linie zwischen Innenpolitik und der Autorität internationaler Institutionen wie der FIFA.

Indem er dem Urteil der FIFA vertraut, schließt Mbappé effektiv jede Boykott-Erzählung aus. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass die WM, obwohl er weiterhin politisch engagiert ist, nicht die Arena für solche Streitigkeiten ist. Es ist eine pragmatische Haltung eines Spielers, der sich an das Rampenlicht gewöhnt hat, sowohl auf als auch neben dem Platz.

Mbappés Karriere hat seit seinem Blockbuster-Transfer zu Real Madrid im Jahr 2024 eine neue Wendung genommen, und seine Verantwortung als Kapitän Frankreichs hat sich vertieft. Er führt ein Team, das die WM 2018 gewann und 2022 das Finale erreichte, und trägt die Last einer Nation, die einen weiteren tiefen Lauf erwartet. Sein Fokus liegt, wie es scheint, fest auf dem Fußball.

Das Interview berührte auch seine breitere Rolle als Botschafter des französischen Fußballs. Mbappé erkannte die Erwartungen an, die mit seiner Plattform einhergehen, betonte jedoch, dass er bei Themen wie der WM-Ausrichtung auf Experten verweist. „Es ist nicht meine Aufgabe zu entscheiden“, schien er zu implizieren, und zog eine Grenze zwischen persönlichen Überzeugungen und institutionellem Vertrauen.

Während sich das Turnier in Nordamerika nähert, bieten Mbappés Worte sowohl Fans als auch Organisatoren Beruhigung. Frankreich wird da sein, bereit, seine Ehre zu verteidigen. Seine Führung wird nicht nur durch Gegner auf dem Feld getestet, sondern auch durch das komplexe Zusammenspiel von Sport und Politik, das das moderne Spiel definiert. Mit seinem Kapitän am Ruder scheinen Les Bleus bereit, die Schlagzeilen zu navigieren und sich darauf zu konzentrieren, den Ruhm zurückzuerobern.

Basierend auf Berichten von L'Equipe.