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Warum Mensik wütend ist: 'Wahnsinniger' Hitzekollaps bei

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Jakub Mensik brach nach einem 4:41-Sieg bei den French Open zusammen, nannte es 'wahnsinnig'; benötigte medizinische Hilfe, schimpfte über Zeitstrafen und

In einer beunruhigenden Szene in Roland-Garros brach der 20-jährige Tscheche Jakub Mensik nach einem anstrengenden Vier-Stunden-41-Minuten-Fünf-Satz-Sieg über Mariano Navone in der ersten Runde der French Open auf dem Platz zusammen und bezeichnete die Spielbedingungen später als 'wahnsinnig' und wies auf die Gefahren extremer Hitze im Grand-Slam-Tennis hin.

Der an 26 gesetzte Spieler, der sichtlich Krämpfe in den Beinen hatte, gelang ein Vorhandwinner zum 6:3, 2:6, 6:4, 1:6, 7:6 (13:11)-Sieg, bevor er auf den Sand sank. Medizinisches Personal eilte herbei, legte ihm Eishandtücher auf Nacken und Brust und einen Eisbeutel auf die Stirn. Nach einigen Minuten wurde Mensik auf die Beine geholfen, aber nur wenige Schritte in Richtung Umkleidekabine schien er erneut kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen und wurde in einen Rollstuhl gesetzt.

Stunden später in einer Pressekonferenz äußerte Mensik sein Unverständnis darüber, unter solchen Bedingungen antreten zu müssen. 'Mein Körper hat einfach abgeschaltet', sagte er. 'Es ist wahnsinnig, bei diesem Wetter zu spielen, und besonders in der Sonne. Mehr als viereinhalb Stunden dort zu sein, das ist einfach verrückt.' Er wies auf die fehlende Erholungszeit hin und bemerkte, dass selbst die vorgeschriebenen 60-sekündigen Pausen zwischen den Punkten sich wie 30 Sekunden anfühlen, sobald man sitzt, ohne echte Abkühlungsmöglichkeit.

Die Pariser Hitzewelle ließ die Temperaturen auf über 30 Grad Celsius steigen, und die Außenplätze boten praktisch keinen Schatten. Mensiks Tortur auf Court Six spiegelte das Schicksal anderer Teilnehmer wider. Der ehemalige Finalist Casper Ruud, der sich am Montag durch sein Erstrundenmatch kämpfte, sagte, er sei 'zeitweise richtig schwindlig und einfach sehr müde gewesen, bin fast wie ein Zombie herumgelaufen' und war selbst kurz vor einem Hitzschlag.

Die gefährlichen Bedingungen forderten auf demselben Platz ein weiteres Opfer: Die Amerikanerin Hailey Baptiste musste im Rollstuhl abtransportiert werden, nachdem sie beim Stand gegen Wang Xiyu unglücklich auf ihr Bein gelandet war – ein weiterer Vorfall, der die Gefahr unterstreicht, der Spieler ausgesetzt sind, wenn ihre körperlichen Grenzen extremer Hitze ausgesetzt werden.

Mensik wurde mehrfach wegen Überschreitung der Aufschlaguhr bestraft und verlor dadurch zweimal seinen ersten Aufschlag. Obwohl er nur ungern über sein Gespräch mit dem Schiedsrichter nach dem Match sprach, war der Tscheche deutlich aufgebracht: 'Der Schiedsrichter heute, was nach dem Match passiert ist, behalte ich für mich, aber das Verhalten, das respektiere ich nicht', sagte er und deutete an, dass die Schiedsrichterentscheidungen seine Frustration an diesem ohnehin brutalen Tag noch verstärkten.

Trotz des Zusammenbruchs blieb Mensik optimistisch, in der dritten Runde gegen Alex De Minaur anzutreten. Er verriet, dass er sofort ein Eisbad und eine Erholung im Fitnessstudio absolviert habe, und sagte: 'Ich würde sagen, es geht mir ziemlich gut, es geht nur darum, die Kraft wiederherzustellen, viel Flüssigkeit zu mir zu nehmen, und mir geht es gut.' Seine Genesung wird genau beobachtet werden, da sie ein möglicher Hinweis auf die langfristigen Auswirkungen solcher Spiele auf junge Athleten sein könnte.

Der Vorfall entfachte die Diskussion über die Sicherheit der Spieler bei Grand Slams neu. Novak Djokovic, ein lautstarker Befürworter von Spielplanänderungen, hat argumentiert, dass Spiele bei der Anzahl der verfügbaren Plätze und Flutlicht nicht unter unsicheren Bedingungen ausgetragen werden müssen. Die Australian Open haben zuvor das Spiel auf Außenplätzen ausgesetzt, wenn die Temperaturen 45 °C erreichten, was zeigt, dass solche Maßnahmen möglich, aber uneinheitlich umgesetzt werden.

Da die Temperaturen voraussichtlich erst am Sonntag nachlassen und für die zweite Woche nur vereinzelte Regenfälle vorhergesagt sind, stehen die Veranstalter der French Open unter zunehmendem Anpassungsdruck. Der fehlende Schatten auf den Show Courts und die körperlichen Anforderungen von Best-of-Five-Satz-Matches bei schwüler Hitze werfen die Frage auf, ob die derzeitigen Protokolle ausreichen, um Spieler zu schützen.

Mensiks Zusammenbruch ist eine deutliche Erinnerung daran, dass Tennis zwar Ausdauer verherrlicht, aber die Grenze zwischen Mutprobe und Gesundheitsgefährdung schmal ist. Im Verlauf des Turniers ist die Botschaft aus Roland-Garros klar: Ohne proaktive Veränderungen könnte das Spektakel zu einem unannehmbaren menschlichen Preis kommen.

Basierend auf Berichten von Sky Sports.