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Warum Spurs am letzten Spieltag um den Klassenerhalt

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Enzo Fernández’ Tor und Andrey Santos’ Treffer bescherten Chelsea einen 2:1-Sieg, sodass Spurs am letzten Spieltag einen Punkt brauchen, um den Abstieg zu

Das Überleben von Tottenham Hotspur in der Premier League wird am letzten Spieltag entschieden, nachdem Enzo Fernández’ überragendes Tor in der ersten Halbzeit Chelsea am Dienstagabend an der Stamford Bridge auf Kurs zu einem 2:1-Sieg gebracht hatte. Der argentinische Mittelfeldspieler traf aus 25 Metern, Andrey Santos erhöhte auf 2:0, bevor Richarlisons später Treffer ein nervenaufreibendes Finale einleitete, das Spurs letztlich weiter zittern ließ.

Das Ergebnis bedeutet, dass Tottenham im Heimspiel am Sonntag gegen Everton mindestens einen Punkt benötigt, um den Klassenerhalt sicherzustellen, während Chelseas Europa-League-Ambitionen einen rechtzeitigen Schub erhalten haben. Für Spurs setzt sich die düstere Bilanz an diesem Ort fort: Sie haben seit 1990 nur eines von 41 Pflichtspielen gewonnen – eine Statistik, die im Abstiegskampf schwer lastet.

Vor dem Spiel stellte Interimsmanager Calum McFarlane auf ein 4-2-3-1-System um und setzte Fernández auf dem linken Flügel ein. Robert Sánchez und Moisés Caicedo – ehemalige Brighton-Kollegen von Tottenham-Trainer Roberto De Zerbi – standen in der Startelf, während Levi Colwill und João Pedro fehlten. De Zerbi wiederum versuchte, die Erzählung von der Geschichte wegzulenken, und sagte seinen Spielern, dass der Klassenerhalt „Geist und Energie“ erfordere, anstatt über vergangenes Versagen zu grübeln.

Tottenham begann schwungvoll, Mathys Tel traf in der 11. Minute per Kopf den Nahpfosten nach einer Flanke von Pedro Porro. Die frühe Hoffnung der Gäste verflog jedoch in der 18. Minute, als Fernández zuschlug. Aus 25 Metern zog der Weltmeister ab, sein schwirrender, unberechenbarer Schuss überraschte Torhüter Antonin Kinsky. Der Schuss war nicht perfekt platziert, aber Kinskys verzögerte Reaktion ließ den Ball ins Netz rollen – Chelsea führte.

Von da an übernahm Chelsea die Kontrolle. Fernández zog nach innen, sodass Marc Cucurella außen überlappen konnte, und sein geschwungener Freistoß aus spitzem Winkel knallte an die Latte. Kevin Danso rettete mit einer letzten Manndeckung gegen Liam Delap, und Cole Palmer schoss nach einem Ballverlust von Tottenham daneben. Das Heimspublikum richtete seinen Zorn auf den ehemaligen Publikumsliebling Conor Gallagher, der bei jeder Ballberührung ausgebuht wurde – ein Spiegelbild der hochkochenden Emotionen des Abends.

Spurs kamen mit neuer Dringlichkeit aus der Kabine und drängten Chelsea in die Defensive. Richarlison köpfte nach einer Tel-Flanke vorbei – wenn auch im Abseits – und ein weiterer Kopfball nach einer Porro-Ecke war zu harmlos. Gerade als De Zerbi Wechsel vorbereitete, schlug Chelsea erneut zu. Ein Fehlpass von Randal Kolo Muani wurde abgefangen, die Gastgeber konterten über rechts durch Pedro Neto. Seine flache Hereingabe wurde clever durchgelassen, Fernández legte auf Santos ab, der aus der Drehung zum 2:0 traf.

Tottenham gab sich nicht geschlagen, die Lebensader kam in der 74. Minute. Der eingewechselte Pape Sarr legte mit einem feinen Hackentrick auf Richarlison ab, der aus kurzer Distanz zum 1:2 einschob. Die Stamford Bridge, zuvor noch ruhig, begann plötzlich vor Anspannung zu vibrieren. Kurz darauf gab es Kontroversen, als Cucurella Micky van de Ven bei einer Ecke zu Boden rang, aber Schiedsrichter Stuart Attwell entschied, dass das Foul vor dem Einspielen des Balls passiert sei, und verweigerte einen Elfmeter.

Die Schlussphase war wild. Liam Delap sah Gelb für einen Schlag gegen Djed Spence, und sieben Minuten Nachspielzeit brachten die Nerven zum Zerreißen. Der eingewechselte James Maddison vergab einen Freistoß und sah einen Elfmeterappell abgewiesen, während Tels später Schuss knapp vorbeistrich. Chelsea hielt durch, aber der Abpfiff war eher Erleichterung als Jubel.

Das Ergebnis lässt Tottenhams Schicksal in den eigenen Händen, auch wenn ihre Heimform – die schlechteste der Liga gemeinsam mit anderen – wenig Trost spendet. Ein Punkt gegen Everton würde den Klassenerhalt sichern, eine Niederlage könnte den Abstieg bedeuten, falls die Ergebnisse anderswo gegen sie laufen. West Ham, das bei einem Unentschieden von Spurs bereits abgestiegen wäre, wird nun den letzten Spieltag bangend verfolgen. Für Chelsea hält der Sieg die Hoffnung auf einen Europa-League-Platz am Leben – ein kleiner Trost in einer turbulenten Saison.

Das bleibende Bild ist jedoch das einer Tottenham-Mannschaft, die am Abgrund taumelt. De Zerbis Aufruf zum Kampfgeist vor dem Spiel wurde phasenweise beherzigt, aber die Inkonsistenz, die ihre Saison prägte, kehrte in entscheidenden Momenten zurück. Als die mitgereisten Fans die Stamford Bridge verließen, war der Albtraum eines katastrophalen Abstiegs weiterhin real – ein Schicksal, das sich im finalen Akt am Sonntag besiegeln oder abwenden wird.

Basierend auf Berichterstattung des Guardian.