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Warum West Ham der Abstieg droht: Keane kritisiert

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West Hams 3:1-Niederlage in Newcastle bedeutet, dass sie auf zwei Niederlagen von Tottenham angewiesen sind, um in der Liga zu bleiben. Roy Keane kritisierte

Der Kampf von West Ham United um den Klassenerhalt in der Premier League hat mit einer 3:1-Niederlage bei Newcastle United einen schweren Schlag erlitten. Dieses Ergebnis bringt sie an den Rand des Abstiegs und löste eine wütende Reaktion des Analysten Roy Keane aus. Der ehemalige Manchester-United-Kapitän hielt sich nicht zurück, bezeichnete die Entscheidungsfindung der Gäste als „Schulbuben-Zeug“ und stellte ihren Einsatz in einem Spiel in Frage, in dem sie wussten, dass alles andere als ein Sieg katastrophal wäre.

Die Mathematik ist nun düster. Der Rivale Tottenham Hotspur braucht nur einen Punkt aus seinen letzten beiden Spielen – auswärts beim FC Chelsea und zu Hause gegen Everton – um West Ham in die Championship zu schicken. Selbst wenn Spurs beide Spiele verlieren, müssen die Hammers am letzten Spieltag Leeds United schlagen und hoffen, dass Everton in Tottenham gewinnt; eine Abfolge von Ereignissen, die angesichts ihrer aktuellen Form zunehmend unwahrscheinlich erscheint.

Schon vom Anpfiff an wirkte West Ham fragil. Der Ton wurde in der siebten Minute gesetzt, als Torhüter Mads Hermansen einen riskanten Pass von hinten versuchte, aber den Ball an Harvey Barnes verschenkte. Barnes flankte für den ungedeckten Nick Woltemade, der problemlos per Kopf traf. Keane war fassungslos. „Spieler machen Fehler“, sagte er, „aber es kommt darauf an, was man danach tut. Man versucht, seine Teamkollegen abzudecken. Keine Intensität, kein Einsatz. Kämpfen sie um ihr Überleben? Das haben sie nicht gezeigt.“

Das zweite Tor folgte kurz darauf, ein weiterer defensiver Aussetzer, der Newcastle ermöglichte, die Führung auszubauen und die mitgereisten Fans zum Schweigen zu bringen. West Hams Abwehrreihe wirkte unvorbereitet und auseinandergerissen, weit entfernt von der entschlossenen Einheit, die in einem Abstiegskampf nötig ist. Keane bemerkte, dass Newcastle „sein Glück kaum fassen konnte“, angesichts einer Mannschaft, die ihnen „das Spiel schenkte“.

Der Experte zog einen Vergleich zur umstrittenen Niederlage gegen Arsenal am vorherigen Wochenende und deutete an, dass der Kader immer noch Selbstmitleid empfand, anstatt Frustration in eine entschlossene Reaktion umzuwandeln. „Komprimiert sein, schwer zu schlagen sein, im Spiel bleiben“, betonte Keane. „Sie haben das Gegenteil getan. Sie haben Tore verschenkt, und die Tabelle lügt nicht. Nicht gut genug.“

Mittelfeldspieler Matheus Fernandes gab nach dem Spiel eine schonungslos ehrliche Einschätzung ab und räumte ein, dass die Mannschaft ihren Spielplan nicht umsetzen konnte. „Die ersten 20 Minuten waren so schmerzhaft“, gab er zu. „Wir versuchen, eine Sache zu tun, und als wir ankamen, machten wir die andere.“ Er rief seine Teamkollegen auf, Verantwortung zu übernehmen, und sagte, dass die Spieler die Spiele entscheiden und dass sie im letzten Spiel viel besser sein müssen.

Die Frustration der Fans kochte beim Schlusspfiff über, als der Gästeblock „Ihr seid nicht würdig, das Trikot zu tragen“ skandierte, während die Spieler sich ihnen näherten, um sich zu bedanken. Es war ein Tiefpunkt in einer Saison, die von einem Platz im Mittelfeld in eine verzweifelte Überlebensschlacht abgerutscht ist. West Ham hat nur eines der letzten acht Ligaspiele gewonnen – ein Formverfall, der sie in den Sumpf gezogen hat.

Mit Blick auf die Zukunft empfängt West Ham Leeds im London Stadium zu einem Pflichtspielsieg. Auch Leeds kämpft gegen den Abstieg, was ein angespanntes Finale verspricht. Allerdings könnte selbst ein Sieg nicht ausreichen, wenn Tottenham am Dienstag im Stamford Bridge den nötigen Punkt holt. Die psychologische Belastung, auf andere Ergebnisse angewiesen zu sein, ist immens, und Roy Keanes vernichtende Kritik wird die Mannschaft entweder galvanisieren oder das ohnehin fragile Selbstvertrauen weiter untergraben.

Die zugrunde liegenden Zahlen zeichnen ein düsteres Bild. West Hams Defensivfehler haben in kritischen Spielen direkt zu Toren geführt, und ihre Unfähigkeit, Spielstände zu managen – früh Gegentore zu kassieren und oft hinterherzulaufen – war ein wiederkehrendes Thema. Trainerentscheidungen, Verletzungen und fehlende Verstärkungen im Januar wurden genannt, aber Keanes Fokus lag direkt auf der Einstellung der Spieler.

„Das ist eine Newcastle-Mannschaft, die in letzter Zeit nicht brillant war“, fügte Keane hinzu, „und ihr schenkt ihnen das Spiel. Sie haben am Ende angegriffen – aber es ist sehr einfach, anzugreifen, wenn man 3:0 zurückliegt. Das Spiel ist vorbei.“ Seine Worte unterstreichen ein Gefühl verpasster Chancen und eines kollektiven Versagens, sich im entscheidenden Moment zu beweisen.

Während die Premier-League-Saison ihrem Höhepunkt entgegengeht, liegt das Schicksal von West Ham nicht mehr in den eigenen Händen. Die nächste Woche wird zeigen, ob sie den Geist aufbringen können, den Keane so vermisst hat, oder ob eine demütigende Relegation einen Sommer der Abrechnung für einen Verein erzwingt, der viel Geld ausgegeben, aber wenig geliefert hat. Im Moment hängen die Hammers an einem seidenen Faden, nur ein Wunder und eine helfende Hand ihrer Londoner Rivalen halten ihren Status in der obersten Liga am Leben.

Basierend auf Berichterstattung von Sky Sports.