Juventus Women sicherten sich mit einem dramatischen 3:3-Unentschieden gegen Inter im Derby d'Italia den Platz in der kommenden Champions-League-Saison. Das Ergebnis im Allianz Stadium am 10. Mai 2026 stellte sicher, dass die Bianconere unter den ersten drei der Serie A Femminile landen und sich damit einen Platz im wichtigsten europäischen Klubwettbewerb sichern.
Für Trainer Massimiliano Canzi war das Spiel ein Spiegelbild einer herausfordernden Saison. „Die erste Halbzeit war verheerend für diejenigen, die sie managen müssen“, gab Canzi zu. „Wir sind taktisch schlecht gestartet, aber wir hatten den Mut, nichts zu ändern, und haben die richtigen Abstände gefunden. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Mut, höher zu pressen.“ Canzi bewertete die Gesamtleistung des Teams mit 6,5 von 10 und räumte ein, dass das Erreichen der Champions League das Mindestziel war, wies aber auf die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der Liga hin.
Das Unentschieden markierte auch einen historischen Moment für Barbara Bonansea, die den Rekord von Cristiana Girelli von 241 Einsätzen für Juventus einstellte. „Die Zahl ist groß, ich bin sehr glücklich und stolz, dieses Trikot zu tragen“, sagte Bonansea. „Es laut auszusprechen bewegt mich. Ich bin auch froh, dass wir heute das Champions-League-Ziel erreicht haben, das grundlegend war.“ Bonansea erzielte einen entscheidenden Elfmeter im Spiel, nachdem sie während des Anlaufs ihre Meinung geändert hatte, nachdem die Torhüterin ihre ursprüngliche Richtung erahnt hatte.
Das Spiel selbst war eine Achterbahnfahrt. Juventus geriet früh in Rückstand, kämpfte sich aber mit Toren von Bonansea und anderen zurück. Das 3:3 spiegelte das Auf und Ab einer Begegnung mit hohem Einsatz wider. „Das Derby d'Italia ist immer wichtig, es hat einen anderen Geschmack“, fügte Bonansea hinzu. „Inter ist eine sehr starke Mannschaft und hat das das ganze Jahr gezeigt. Heute gab es ein Hin und Her von Toren, dann beruhigte sich das Spiel. Dieser Punkt war sehr wichtig, und die Champions League in diesem Spiel zu sichern, fühlt sich anders an.“
Canzi äußerte sich auch zu seiner Zukunft und erklärte, dass er einen Vertrag bis 2027 habe, aber einräumte, dass Verträge nur respektiert werden, wenn beide Seiten zustimmen. „Wir werden am Ende darüber nachdenken“, sagte er. „Nichts ändert sich, weil wir ein weiteres Ziel zu erreichen haben, und das ist das Einzige, was zählt.“ Dieses Ziel ist das Finale der Coppa Italia, das Juventus nach ihrem letzten Ligaspiel gegen Parma bestreiten wird.
Die Champions-League-Qualifikation gibt Juventus Women einen bedeutenden Schub, die in Italien dominant waren, aber in dieser Saison verstärkter Konkurrenz von Inter, Roma und anderen ausgesetzt waren. Canzi bemerkte, dass „die Zeiten, in denen es nur zwei oder drei Mannschaften gab, vorbei sind“, und hob die verbesserte Organisation und Trainerarbeit in der gesamten Liga hervor. Die Bianconere haben nun die Chance, die Saison mit einem Titel im Coppa-Italia-Finale abzuschließen.
Bonanseas rekordgleichender Einsatz ist ein Zeugnis für ihre Langlebigkeit und Beständigkeit. Sie ist seit ihrem Wechsel zu Juventus eine Schlüsselfigur und trägt mit Toren und Führungsqualitäten bei. Den Rekord mit Girelli zu teilen, die ebenfalls eine Vereinslegende ist, erhöht die Bedeutung. „Es ist eine Ehre, ihn mit Cristiana zu teilen“, sagte Bonansea.
In der Zukunft wird Juventus im letzten Serie-A-Spiel auf Parma treffen, bevor sie sich auf das Coppa-Italia-Finale konzentrieren. Das Team wird einen Double anstreben, nachdem es bereits das primäre Ziel der Champions-League-Qualifikation erreicht hat. Canzi betonte die Wichtigkeit, den Fokus zu behalten: „Wir haben ein weiteres Ziel zu erreichen, und das ist das Einzige, was zählt.“
Basierend auf Berichten von Tuttosport.