Paris Saint-Germain beendete endlich seine lange Wartezeit auf einen Champions-League-Titel mit einem dramatischen 4:3-Elfmetersieg gegen Arsenal im Finale 2026 in der Puskas-Arena in Budapest. Nach einem angespannten 1:1 nach 120 Minuten behielt PSG im Elfmeterschießen die Nerven und holte sich den ersten europäischen Titel der Vereinsgeschichte, was wilde Jubelszenen bei den Spielern und Fans des französischen Riesen auslöste.
Arsenal hatte einen perfekten Start, als Kai Havertz – bereits 2021 als Torschütze im Champions-League-Finale für Chelsea – in der 12. Minute einen souveränen Abschluss an Matvey Safonov vorbei setzte. Das Tor fiel nach einem Leandro-Trossard-Abpraller, der in Havertz' Laufweg gelangte, und der deutsche Nationalspieler ließ sich nicht bitten, bestrafte eine zögerliche PSG-Abwehr, die aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht auf den vollständig fitten Achraf Hakimi zurückgreifen konnte.
Luis Enriques Team erkämpfte sich jedoch nach der Pause langsam die Kontrolle zurück, angetrieben vom elektrisierenden Désiré Doué. Der junge Franzose, der zunächst von Piero Hincapié und Trossard doppelt gedeckt wurde, gewann an Einfluss und begann, im Mittelfeld die Fäden zu ziehen. Es war sein kreativer Ausbruch, der Arsenals Abwehr öffnete und dazu führte, dass Khvicha Kvaratskhelia in den Strafraum eindrang und von Cristhian Mosquera ungeschickt zu Fall gebracht wurde. Ousmane Dembélé, der amtierende Ballon-d'Or-Gewinner, verwandelte den fälligen Elfmeter cool ins untere Eck und glich aus.
Das Finale wogte durch die Verlängerung. PSG-Einwechselspieler Bradley Barcola kam mit seiner rasanten Geschwindigkeit zweimal nahe ans Tor, während Arsenals Martin Ødegaard – überraschenderweise direkt nach dem Ausgleich ausgewechselt – im Mittelfeld schmerzlich vermisst wurde. Viktor Gyökeres hätte die Gunners mit einem abgefälschten Schuss fast zum Sieg geführt, und Kvaratskhelia traf das Gebälk, als die Müdigkeit einsetzte. Beide Torhüter, David Raya und Safonov, hielten entscheidende Bälle und erzwangen das Elfmeterschießen.
Das Lotteriespiel der Elfmeter begann mit Gabriel Magalhães – den ganzen Abend über heldenhaft mit zwei wichtigen Blockaden –, der als erster für Arsenal antrat und seinen Schuss hoch über die Latte setzte. Ein Moment der Qual für den Brasilianer, der die Abwehr zusammen mit dem tadellosen William Saliba hervorragend organisiert hatte. Raya hielt dann gegen Nuno Mendes und gab Arsenal Hoffnung, doch PSGs junger Mittelfeldspieler Warren Zaïre-Emery und Innenverteidiger Lucas Beraldo behielten die Nerven, letzterer traf eiskalt. Eberechi Ezes nervöser Elfmeter für Arsenal streifte die Latte, und so konnte Gonçalo Ramos den Siegtreffer verwandeln und ein Chaos auslösen.
Die Spielerbewertungen spiegelten die Dramatik der Nacht wider. Doué erhielt verdient das höchste Lob (9/10) für seine transformative zweite Halbzeit, während Vitinha und João Neves im Mittelfeldduell mit Declan Rice und Myles Lewis-Skelly jeweils eine 8 bekamen. Havertz (8) führte die Spitze intelligent, doch Arsenals mangelnde Durchschlagskraft nach dem Führungstor kostete sie letztlich den Sieg. Hakimis eingeschränkte Fitness (7) unterstrich PSGs Tiefe im Kampf.
Taktisch gesehen funktionierte Mikel Artetas Plan, PSGs kreatives Zentrum durch Doppeldeckung von Doué auszuschalten, bis die Gastgeber durch Kvaratskhelias direktes Dribbling und Dembélés Bewegungen Lösungen fanden. PSGs Außenverteidigerprobleme – Hakimi unterdurchschnittlich, Mendes unbeständig – wurden durch ständiges Mittelfeldpressing von Neves und Fabián Ruiz ausgeglichen. Arsenals defensive Widerstandsfähigkeit, verankert durch Saliba und Gabriel, hätte einen Titel verdient gehabt, aber sie zerbrach im Elfmeterschießen.
Der Sieg krönt ein Jahrzehnt der katarischen Investitionen bei PSG und tilgt die Narben früherer Beinahe-Treffer. Für Trainer Luis Enrique war es der dritte Champions-League-Triumph als Coach und festigt sein Vermächtnis. Arsenal hingegen, nach 20 Jahren Abwesenheit vom Finale, muss sich von der Enttäuschung erholen, kann aber auf den Fundamenten eines jungen Kaders aufbauen, der harte Lektionen gelernt hat.
Das Finale 2026 wird für Doués Aufstieg auf der größten Bühne und die grausame Willkür des Elfmeterschießens in Erinnerung bleiben. Als PSGs Spieler in der Budapester Nacht die Trophäe in die Höhe stemmten, wurde die Erzählung eines Vereins, der alles kaufen konnte, außer einen europäischen Titel, endlich zu Grabe getragen. Basierend auf einem Bericht des Guardian.