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Alexander Anyukov enthüllt, dass er die WM 2014 nach Russlands Ausschluss gemieden hat

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Der ehemalige russische Verteidiger Alexander Anyukov spricht offen darüber, wie er die WM 2014 aufgrund eines Zerwürfnisses mit Trainer Fabio Capello verpasste, und erklärt, wie Glaube und Familie ihm halfen, mit der Enttäuschung umzugehen.

In einem aufschlussreichen exklusiven Interview mit Championship-Korrespondent Oleg Lysenko hat der ehemalige russische Nationalspieler Alexander Anyukov ein persönliches Kapitel seiner Karriere beleuchtet und beschrieben, wie er mit der Enttäuschung umging, die FIFA-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zu verpassen. Der erfahrene Spieler, der über 70 Länderspiele für sein Land bestritt, offenbarte, dass er sich bewusst entschied, die Turnierspiele nicht zu sehen, und stattdessen nur die Endergebnisse überprüfte.

Die Ursache für Anyukovs Abwesenheit im Kader war ein gut dokumentierter Streit mit dem damaligen Cheftrainer Fabio Capello. Der italienische Taktiker, der Russland von 2012 bis 2015 betreute, traf Personalentscheidungen, die mehrere erfahrene Spieler, darunter Anyukov, außen vor ließen. Für einen Spieler von Anyukovs Statur – einer Stütze des Zenit Sankt Petersburg und eine Schlüsselfigur in Russlands Verteidigung über ein Jahrzehnt hinweg – war der Ausschluss ein erheblicher Rückschlag.

Anyukov beschrieb seinen emotionalen Zustand in dieser Zeit als relativ ruhig und schrieb seine Widerstandsfähigkeit dem Umstand zu, mehrere Ablenkungen und Unterstützungsquellen gehabt zu haben. "Ich habe es ruhig überstanden", erklärte er in Bezug auf den Ausschluss. "Gott sei Dank gab es Dinge, mit denen ich mich ablenken konnte. Ich habe damals alles für mich verarbeitet. Das bezieht sich wieder auf Ihre Frage nach den Generationen."

Der Verteidiger erläuterte die Säulen, die ihn in dieser schwierigen Zeit stützten, und legte besonderen Nachdruck auf seine persönlichen Beziehungen und seinen spirituellen Glauben. Er dankte seiner Familie – insbesondere seinem Vater, seiner Mutter und seiner Frau – sowie engen Freunden, mit denen er herzliche Gespräche führen konnte. Neben seinem persönlichen Umfeld nannte Anyukov seine Hobbys und seine weitere Arbeit im Fußball als entscheidende Ablenkungen.

Der ehemalige Spieler war jedoch am nachdrücklichsten bezüglich der Rolle seines Glaubens. "Aber das Wichtigste ist, dass ich einen Ort habe, aus dem ich Kraft und Liebe schöpfen kann – dank Gott, dem Glauben und der Kirche", erklärte Anyukov. Er beschrieb seine spirituellen Praktiken, zu denen Besuche heiliger Stätten und Reliquien sowie das Lesen des Evangeliums und anderer heiliger Texte gehören, und merkte an, dass "all das einem Menschen Kraft gibt".

Als er nach seinen spezifischen Aktivitäten im Juni 2014 gefragt wurde, als die WM in vollem Gange war, bestätigte Anyukov, dass er Freizeitaktivitäten wie Angeln unternommen hatte. Sein aufschlussreichstes Eingeständnis war jedoch seine vollständige Abkehr von den Live-Übertragungen des Turniers. "Haben Sie Fußball geschaut?", fragte der Interviewer. "Nein. Ich habe nur die Ergebnisse erfahren", antwortete Anyukov und unterstrich damit seine bewusste emotionale Distanz zum Ereignis.

Diese Enthüllung bietet einen Einblick in die psychologische Belastung, die große Turnierausschlüsse für Eliteathleten haben können. Für Anyukov, einen Spieler, der Russland bei der UEFA Euro 2008 – wo sie das Halbfinale erreichten – und der Euro 2012 vertreten hatte, war das Verpassen des Höhepunkts des Weltfußballs ein Schlag, der eine bewusste Strategie zur Bewältigung erforderte. Sein Ansatz der selektiven Distanzierung ist ein Bewältigungsmechanismus, der vielen Athleten mit ähnlichen professionellen Enttäuschungen vertraut ist.

Anyukovs Karriere, die vor allem durch seine lange und erfolgreiche Zeit bei Zenit Sankt Petersburg geprägt war, wo er mehrere russische Meistertitel und den UEFA-Pokal 2008 gewann, war von Beständigkeit und Führungsstärke geprägt. Sein Ausschluss aus dem WM-Kader 2014 war daher nicht nur ein persönlicher Verlust, sondern auch ein Gesprächsthema für russische Fußballfans, die seine Erfahrung und defensive Zuverlässigkeit schätzten.

Das Interview liefert wertvollen Kontext zum Verständnis der menschlichen Seite von Kaderentscheidungen, die oft die Schlagzeilen dominieren. Während Trainer wie Capello taktische und strategische Entscheidungen treffen, müssen die zurückgelassenen Spieler mit komplexen persönlichen und beruflichen Emotionen umgehen. Anyukovs Geschichte unterstreicht die Bedeutung eines starken Unterstützungssystems und persönlicher Bewältigungsmechanismen in der hochgradig belastenden Welt des professionellen Sports.

Basierend auf Berichten von Чемпионат.com.