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Championship-Abstimmung über SCR: 85%-Deckel vergrößert

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Championship-Klubs stimmen darüber ab, Spielerausgaben auf 85% der Einnahmen zu begrenzen, während League One erwägt, die Gehaltsgrenzen auf 50% des Umsatzes

Die Championship-Klubs werden an diesem Freitag über eine grundlegende Überarbeitung der Finanzvorschriften abstimmen, eine Entscheidung, die die Kluft zwischen der zweiten englischen Liga und der League One dramatisch vergrößern dürfte. Der Vorschlag würde die bestehenden Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln (P&S) durch ein System der Kaderkostenquote (SCR) ersetzen, das die spielerbezogenen Kosten auf 85 % der Fußballeinnahmen begrenzt. Diese Verschiebung, die bereits von der Premier League übernommen wurde, stellt eine grundlegende Änderung dar, wie Klubs ihre Finanzen verwalten, weg von festen Verlustgrenzen hin zu einem direkt an das Einkommen gekoppelten Modell.

Im Rahmen des vorgeschlagenen SCR-Rahmens würden Championship-Klubs erhebliche neue Freiheiten gewinnen. Das System erlaubt es, eine jährliche Eigenkapitaleinlage von etwa 10 Millionen Pfund als Einnahmen des Klubs zu verbuchen, was die Ausgabenkapazität effektiv erhöht. Im krassen Gegensatz dazu schränken die aktuellen P&S-Regeln die Verluste auf 39 Millionen Pfund über einen rollierenden Dreijahreszeitraum ein – eine Einschränkung, die mehrere Klubs in Schwierigkeiten gebracht hat. Dieser neue Ansatz soll Investitionen und Ehrgeiz fördern, insbesondere für Klubs, die den Aufstieg in die Premier League anstreben, wo die finanziellen Belohnungen enorm sind.

Während die Championship auf Expansion setzt, bewegt sich die League One in die entgegengesetzte Richtung. Die Klubs der dritten Liga werden darüber abstimmen, ob die zulässigen Ausgaben im Rahmen des Salary Cost Management Protocol (SCMP) von 60 % des Umsatzes auf nur 50 % gesenkt werden sollen, um sich den strengeren Kontrollen der League Two anzupassen. Einige Eigentümer hatten auf eine noch strengere Gehaltsobergrenze mit einer Luxussteuer bei Verstößen gedrängt, aber dieser Vorschlag fand nicht genügend Unterstützung. Der 50%-Kompromiss spiegelt einen breiten Konsens wider, dass die Kosten auf dieser Ebene außer Kontrolle geraten sind. Der durchschnittliche League-One-Eigentümer investierte in dieser Saison 9,6 Millionen Pfund, ein deutlicher Anstieg von 2,6 Millionen Pfund vor vier Jahren, und viele sind nicht mehr bereit, solche Verluste auf unbestimmte Zeit zu finanzieren.

Die Begründung hinter diesen unterschiedlichen Wegen liegt in den gegensätzlichen Zielen der beiden Ligen. Championship-Klubs sind zunehmend verzweifelt darauf bedacht, den Aufstieg in die höchste Spielklasse zu schaffen, wo der finanzielle Segen die Zukunft eines Klubs verändern kann. Die bestehenden P&S-Regeln, die 2017/18 eingeführt wurden, haben zu prominenten Bestrafungen geführt: West Bromwich Albion wurden letzten Monat zwei Punkte abgezogen, weil sie die Verlustgrenze um rund 2 Millionen Pfund überschritten hatten, während Leicester City, Sheffield Wednesday, Derby County und Reading alle wegen früherer Verstöße schuldig gesprochen wurden. Diese Fälle haben einen langen Schatten geworfen und viele Championship-Eigentümer begierig auf ein System gemacht, das mehr legitime Investitionen ohne Angst vor Sanktionen erlaubt.

Für die League One steht die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Eine der Liga nahestehende Quelle bemerkte, dass die Kontrolle der Kosten die Vereinsbewertungen mittelfristig erhöhen und mehr externe Investitionen und potenzielle Käufer anziehen würde. Das ultimative Ziel ist es, frisches Kapital in die EFL zu bringen, aber der unmittelbare Effekt wird eine Gürtelstraffung sein. Dies könnte das Wettrüsten verlangsamen, das selbst in der dritten Liga zu explodierenden Gehältern geführt hat, aber es birgt auch die Gefahr, dass es ambitionierten Klubs erschwert wird, mit abgestiegenen Championship-Teams zu konkurrieren, die nun unter flexibleren Ausgabenregeln operieren.

Die Abstimmungen selbst dürften knapp ausfallen. Sechzehn der 24 Klubs in jeder Liga müssen die Änderungen genehmigen, und Quellen zufolge gibt es innerhalb beider Ligen stark geteilte Meinungen zur Finanzregulierung. Championship-Klubs haben das SCR-System während dieser gesamten Saison in Schattenform getestet, was bedeutet, dass sie operationell für den Wechsel bereit sind, obwohl die Abstimmung am Ende der Saison stattfindet. Dieser sanfte Start hat es den Klubs ermöglicht, die Auswirkungen zu modellieren und ihre Planung anzupassen, was den Übergang erleichtert.

Der Schritt bringt die Championship auch mit breiteren Trends im europäischen Fußball in Einklang. Die Premier League stimmte im November letzten Jahres dafür, ihre Profitability and Sustainability Rules (PSR) durch SCR zu ersetzen und sich von der alten 105-Millionen-Pfund-Dreijahresverlustgrenze zu verabschieden. Diese Entscheidung brachte die englische Spitzenliga in Einklang mit den Finanzvorschriften der UEFA, obwohl Vereine, die an europäischen Wettbewerben teilnehmen, einer strengeren 70%-Schwelle unterliegen. Indem sie diesem Beispiel folgt, synchronisiert die Championship effektiv ihre Regeln mit der Premier League und schafft einen konsistenteren Rahmen für Vereine, die zwischen den Ligen wechseln – und für potenzielle Investoren.

Kritiker warnen davor, dass die Änderungen eine Zweiklassengesellschaft innerhalb der EFL verfestigen könnten. Championship-Klubs, die mit größerer Finanzkraft ausgestattet sind, könnten bei Pokalspielen gegen League-One-Gegner oder wenn abgestiegene Vereine zurückkommen, noch dominanter werden. Die wachsende finanzielle Kluft könnte das Aufstiegs-Playoff-Szenario zunehmend vorhersehbar machen, mit weniger Märchengeschichten von kleineren Klubs, die den Durchbruch schaffen. Befürworter argumentieren jedoch, dass ohne solche Reformen die Gefahr besteht, dass die Championship zu einem finanziellen Friedhof wird, wo übermäßige Ausgaben nach dem alten P&S-Modell zum Ruin führen.

Für die League One ist die vorgeschlagene SCMP-Senkung ein klares Signal, dass die Ära der unkontrollierten Ausgaben enden muss. Da die Eigentümerinvestitionen in die Höhe schießen und die Verluste zunehmen, ist der derzeitige Kurs nicht nachhaltig. Wenn die Abstimmung angenommen wird, müssen die Teams ihre Gehaltsstrukturen grundlegend überdenken und sich möglicherweise mehr auf die Jugendentwicklung und kluge Verpflichtungen verlassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies könnte das Spielfeld unter Vereinen mit ähnlichem Umsatz ebnen, könnte aber auch die Attraktivität riskanter spekulativer Investitionen erhöhen, die außerhalb der Gehaltsobergrenze versteckt sind.

Die Ergebnisse dieser Abstimmungen werden weit über die Vorstandsetagen hinaus nachhallen. Für Spieler bedeutet dies, dass Championship-Verträge im Vergleich zur League One noch lukrativer werden könnten, was den Talentpool weiter schichtet. Für Fans könnte es die Wettbewerbsbalance verändern, die sie Woche für Woche erleben. Und für die EFL als Ganzes stellt es einen kritischen Test dar, ob Finanzregulierung Ehrgeiz und Nachhaltigkeit im modernen Spiel in Einklang bringen kann.

Basierend auf einem Bericht des Guardian.