Mit einer Entscheidung, die die Tür zu einer lange diskutierten Möglichkeit schließt, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) bestätigt, dass mehrere beliebte Offroad-Ausdauersportarten nicht Teil des Programms der Olympischen Winterspiele 2030 sein werden. Die betreffenden Sportarten – Querfeldein, Gravelrennen, Crosslauf und Trailrunning – wurden für eine Aufnahme in Betracht gezogen, aber letztlich abgelehnt.
Die Haltung des IOC, wie berichtet, ist, dass die Winterspiele ausschließlich Sportarten gewidmet bleiben, die auf Schnee und Eis ausgeübt werden. Dieses Prinzip schließt Disziplinen aus, die zwar oft unter winterlichen Bedingungen ausgetragen werden, aber grundsätzlich auf Laufen oder Radfahren in Gelände basieren, das nicht ausschließlich gefroren oder verschneit ist. Die Entscheidung bringt Klarheit in jahrelange Spekulationen und Lobbyarbeit verschiedener Sportverbände, die hofften, ihre Athleten bei der Winterausgabe auf der olympischen Bühne zu sehen.
Während die Nachricht ein Rückschlag für Befürworter dieser Sportarten ist, ließ die IOC-Ankündigung die Tür für andere potenzielle Ergänzungen offen. Freeride-Ski und Eisklettern werden noch für einen Platz im Programm 2030 in Betracht gezogen. Diese Disziplinen entsprechen eher dem traditionellen Wintersportethos, da sie untrennbar mit schneebedeckten Bergen und gefrorenen Wasserfällen verbunden sind.
Der Ausschluss von Querfeldein ist besonders bemerkenswert, da diese Sportart in Ländern wie Belgien und den Niederlanden eine riesige Anhängerschaft hat. Athleten und Fans hatten gehofft, dass ihre schlammigen Schneerennen ein fesselndes olympisches Ereignis werden könnten. Auch Trailrunning und Gravelrennen haben ein explosives globales Wachstum erlebt, und ihr Fehlen stellt eine verpasste Gelegenheit dar, ein neues, jüngeres Publikum für die Olympischen Winterspiele zu gewinnen.
Die Gastgeberstadt der Winterspiele 2030 wird voraussichtlich bald bestätigt, und die endgültige Programmgestaltung wird ein wichtiger Teil der Planung des Organisationskomitees sein. Mit dieser Entscheidung hat das IOC eine klare Grenze gezogen und der Kernidentität der Olympischen Winterspiele als Feier der Schnee- und Eissportarten Priorität eingeräumt.
Basierend auf einem Bericht von HLN:sport.