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Russischer Sportminister kritisiert IOC wegen Verzögerung

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Minister Degtyarev äußert Frustration über die langwierige IOC-Prüfung des Status des Russischen Olympischen Komitees, begrüßt jedoch die Entscheidung, die

Russlands Sportminister Mikhail Degtyarev hat das Internationale Olympische Komitee scharf kritisiert, weil es seiner Meinung nach die Wiedereinsetzung des Russischen Olympischen Komitees unbegründet verzögert. Der Beamte äußerte sich nach der Entscheidung des IOC-Exekutivrats, alle Beschränkungen für belarussische Athleten aufzuheben.

Degtyarev begrüßte den Schritt bezüglich Belarus als positiven Schritt, der als Vorläufer für eine ähnliche Behandlung der russischen Olympiabewegung dienen sollte. Allerdings zeigte er sich deutlich enttäuscht, dass die Rechtskommission des IOC kein Urteil im Fall des Russischen Olympischen Komitees gefällt hat, sondern die Entscheidung erneut vertagte.

Der Minister betonte, dass das Russische Olympische Komitee bereits vor langer Zeit ein umfassendes Dokumentenpaket beim IOC eingereicht habe, das belege, dass alle rechtlichen Gründe für das fortbestehende Verbot behoben seien. Russische Rechtsvertreter haben nun eine formelle Anfrage an das IOC zum Status dieser Unterlagen gesandt.

Degtyarev machte deutlich, dass Russlands nächste Schritte von der Antwort des IOC auf diese Anfrage abhängen würden. Er lehnte jeden Versuch, die Wiedereinsetzung des Olympischen Komitees mit unzusammenhängenden politischen Fragen zu verknüpfen, entschieden ab und bezeichnete solche Verbindungen als inakzeptabel.

Der Sportchef wies auf einen eklatanten Widerspruch im Vorgehen des IOC hin. Während der Fall des Olympischen Komitees weiterhin stocke, hätten russische Athleten bedeutende Fortschritte bei der Rückkehr zu internationalen Wettbewerben erzielt. Junge Athleten aus Russland treten nun in mehr als 20 Sportarten an, während Schwimmer, Judoka, Kickboxer, Sambo-Ringer und MMA-Kämpfer aller Altersklassen unter russischer Flagge und mit Nationalhymne antreten.

Degtyarev hob hervor, dass die russische Flagge seit Anfang 2026 mehr als 80 Mal bei Welt- und Europameisterschaften, Pokalen und Turnieren gehisst wurde. Diese positive Dynamik, argumentierte er, mache die fortgesetzte Verzögerung im Fall des Olympischen Komitees noch schwerer zu rechtfertigen.

Das Sportministerium und das Russische Olympische Komitee werden ihre energischen diplomatischen und rechtlichen Bemühungen fortsetzen, um die vollständige Wiedereinsetzung aller russischen Athleten zu erreichen, schloss Degtyarev in seiner auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Erklärung.

Basierend auf Berichten von Чемпионат.com.