Oliver Solberg hat bei der Rallye Portugal die frühe Initiative ergriffen und führt nach den ersten drei Sonderprüfungen am Donnerstag die Wertung an. Der Toyota GAZOO Racing Pilot baute einen soliden Vorsprung auf seinen engsten Rivalen auf und gab das Tempo vor, was ein anspruchsvolles Rennwochenende verspricht.
Der Kampf an der Spitze war bei der ersten Prüfung des Tages, Águeda/Sever, außergewöhnlich eng. Adrien Fourmaux in seinem Hyundai sicherte sich den Tagessieg, doch die ersten drei Piloten trennten lediglich zwei Zehntelsekunden, wobei auch Elfyn Evans und Solberg knapp dabei waren.
Solberg legte dann auf der längeren Prüfung Sever/Albergaria nach und baute einen deutlichen Vorsprung von 3,6 Sekunden auf Fourmaux aus. Diese Leistung erwies sich als entscheidend für die Gesamtführung. Bei der Super-Sonderprüfung in Figueira da Foz fuhren beide Fahrer identische Zeiten, sodass Solberg sein Polster von 3,4 Sekunden für die Freitagsaktionen behielt.
Trotz seiner starken Position blieb der Schwede in seiner Einschätzung zurückhaltend. Er beschrieb es als einen normalen Start mit einem langen Weg vor sich und betonte, dass jeder Tag andere Herausforderungen bringe. Besonders hob er die anspruchsvollen Bedingungen für die Reifen am Freitag und die Unsicherheit bezüglich der Wettervorhersage für das Wochenende hervor.
Die Meisterschaftswertung zeigt ein unglaublich konkurrenzfähiges Feld hinter dem Führenden. Sébastien Ogier liegt in einem weiteren Toyota auf dem dritten Platz, nur 7,2 Sekunden zurück. Der amtierende Champion Thierry Neuville ist in seinem Hyundai Vierter, lediglich zwei Zehntel hinter Ogier, während Elfyn Evans die Top Fünf komplettiert, nur ein Zehntel weiter zurück.
Der Kampf um die kleineren Punkteplätze ist ebenso hart. Sami Pajari führt die WRC2-Kategorie an und liegt auf dem sechsten Gesamtrang, Dani Sordo ist mit seinem Hyundai Siebter. Takamoto Katsuta komplettiert die Top Acht für Toyota, während Josh McErlean und John Armstrong von M-Sport Ford die Top Ten abrunden.
Der russische Fahrer Nikolay Gryazin liegt auf dem 13. Gesamtrang und fährt einen Lancia in der Rally2-Kategorie, wo er derzeit den zweiten Platz belegt. Die engen Abstände im gesamten Feld deuten auf einen intensiven Kampf um die Positionen hin, während die Rallye durch die verbleibenden Prüfungen fortschreitet.
Basierend auf Berichten von Чемпионат.com.