In einem Schritt, der Hochrisiko-Kampfsport mit amerikanischer politischer Geschichte verbindet, wird das Weiße Haus am 14. Juni eine große Ultimate Fighting Championship-Veranstaltung ausrichten. Das Datum ist bedeutsam, da es den 80. Geburtstag von US-Präsident Donald Trump markiert, der das Event persönlich während eines Treffens im Oval Office bestätigte.
Die Ankündigung erfolgte zusammen mit prominenten UFC-Kämpfern, darunter der brasilianische Star Alex Pereira, bekannt als 'Poatan'. Der Präsident lobte die Knockout-Kraft des Kämpfers und sagte: 'Ich habe gesehen, wie er viele Leute ausgeknockt hat. Das tut er, er knockt Leute aus. Er hat eine große, kräftige Hand.' Bei diesem Event wird Pereira gegen den französischen Herausforderer Ciryl Gane antreten, was sich als Hauptkampf ankündigt.
Dies ist nicht das erste Mal, dass die Idee eines UFC-Kampfes im Weißen Haus geäußert wurde. Präsident Trump erwähnte die Möglichkeit bereits im Oktober des Vorjahres, sodass diese Bestätigung die Verwirklichung eines langjährigen Plans darstellt. Die Veranstaltung soll öffentlich zugänglich sein und ein zentraler Bestandteil der Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA sein.
Die Beziehung zwischen Präsident Trump und UFC-Präsident Dana White ist ein gut dokumentiertes politisches Bündnis, das bis in die frühen 2000er Jahre zurückreicht. In dieser Zeit war das Trump Taj Mahal in Atlantic City einer der wenigen Veranstaltungsorte im Land, die bereit waren, UFC-Events auszurichten, und trug dazu bei, den Sport in seinen umstrittenen Anfangsjahren zu legitimieren. Diese Geschichte liefert einen tiefen Kontext für die aktuelle Zusammenarbeit.
Die Ausrichtung eines UFC-Events auf dem Gelände des Weißen Hauses ist ein beispielloses logistisches und symbolisches Unterfangen. Laut Dana White plant die Organisation, nach dem Event etwa 700.000 US-Dollar auszugeben, um den Rasen auf dem South Lawn zu ersetzen. Diese erhebliche Investition unterstreicht den Umfang und die Ernsthaftigkeit der Produktion.
Seit seiner Rückkehr ins Präsidentenamt ist Trump ein häufiger und sichtbarer Besucher von UFC-Events, oft sitzt er am Käfigrand. Seine Anwesenheit hat stets Medienaufmerksamkeit erregt und die Welten des professionellen Kampfsports und der nationalen Politik weiter miteinander verwoben. Das kontrollierende Unternehmen der UFC, TKO Group Holdings, hat noch keine offizielle Stellungnahme zum Weiße-Haus-Event abgegeben.
Das Engagement des Präsidenten mit brasilianischen Kämpfern geht über Pereira hinaus. Im April lobte Trump einen anderen brasilianischen Athleten, Paulo Costa, bekannt als 'Borrachinha', nach seinem Sieg bei UFC 327 in Miami. Trump, der aus der ersten Reihe zusah, kommentierte das Aussehen des Kämpfers und sagte zu ihm: 'Du bist ein gutaussehender Typ. Du könntest Model sein. Du bist zu gutaussehend, um ein Kämpfer zu sein.'
Diese Interaktion fand statt, nachdem Costa den russischen Gegner Azamat Murzakanov ausgeknockt und dem Präsidenten einen Siegestanz gewidmet hatte. Diese Momente unterstreichen die einzigartige Verbindung zwischen der derzeitigen US-Regierung und dem internationalen Kader der UFC-Athleten, insbesondere denen aus Brasilien.
Das bevorstehende Weiße-Haus-Event repräsentiert mehr als nur eine Kampfkarte; es ist ein kultureller Moment. Es stellt die globale Plattform der UFC direkt in das symbolische Herz der amerikanischen Macht und nutzt Sportunterhaltung als zentralen Bestandteil einer großen nationalen Jubiläumsfeier. Die Wahl des 14. Juni verleiht dem Präsidenten eine tief persönliche Note.
Für die UFC bietet dieses Event beispielloses Prestige und Medienpräsenz und festigt ihren Status als etablierte amerikanische Institution. Für das Weiße Haus bietet es eine dynamische und ansprechende Möglichkeit, während der Semiquinzentenarfeierlichkeiten ein breites Publikum zu erreichen. Der Kampf zwischen Pereira und Gane wird nun das Gewicht dieser historischen Kulisse tragen.
Basierend auf Berichten von g1.