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Warum Zidane und Mahrez im algerischen WM-Kader wichtig sind

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Luca Zidane, Sohn von Zinedine, schließt sich Riyad Mahrez im ersten algerischen WM-Kader seit 2014 an, mit Bentaleb, der zurückgeholt wurde, und Aouar

Algerien hat seinen Kader für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bekannt gegeben, was die erste Teilnahme des Landes an der Endrunde seit 12 Jahren markiert. Die Auswahl von Cheftrainer Vladimir Petkovic vereint Erfahrung und frische Talente, angeführt von Torhüter Luca Zidane – Sohn der französischen Legende Zinedine Zidane – und dem erfahrenen Stürmer Riyad Mahrez.

Luca Zidanes Aufnahme ist besonders symbolisch. Der 28-Jährige spielte zuvor für die französischen Jugendmannschaften, wechselte aber die Nationalität zu Algerien, dem Geburtsort seiner Großeltern. Er erholt sich von einer schweren Gesichtsverletzung, die er sich im April bei Granada zugezogen hat, wo er sich Kiefer und Kinn brach. Seine Rückkehr zur Fitness ist entscheidend für eine algerische Mannschaft, die ihn beim Afrika-Cup als ersten Torhüter eingesetzt hatte.

Der Name Zidane hat enormes Gewicht. Sein Vater Zinedine erzielte bekanntermaßen zwei Tore im WM-Finale 1998, um Frankreich auf heimischem Boden den Pokal zu sichern, und traf auch im Finale 2006, bevor eine rote Karte seine Karriere ehrlos beendete. Für Luca ist das Betreten der Weltbühne im algerischen Trikot sowohl ein persönlicher Meilenstein als auch eine Erzählung von angenommener doppelter Herkunft. Es unterstreicht, wie die algerische Diaspora die Nationalmannschaft weiter stärkt.

Riyad Mahrez, mittlerweile 35 Jahre alt und beim saudi-arabischen Klub Al-Ahli tätig, bleibt der am höchsten dekorierte aktive Spieler Algeriens. Der ehemalige Flügelspieler von Leicester City und Manchester City war maßgeblich an Leicesters märchenhaftem Premier-League-Titel beteiligt und gewann mit City mehrere Ehrungen. Seine Erfahrung – 193 Ligaeinsätze in der Premier League, Champions-League-Sieger – wird in einer Gruppe mit Titelverteidiger Argentinien von entscheidender Bedeutung sein.

Die Rückberufung von Nabil Bentaleb ist eine weitere Geschichte. Der ehemalige Mittelfeldspieler von Tottenham Hotspur war sieben Monate außerhalb der Nationalmannschaft, bis Petkovic ihn zurückholte. „Wir kennen Bentaleb gut; er hat auch als Mensch alle Qualitäten für die Gruppe“, sagte Petkovic. „Er hat in den letzten Monaten gezeigt, dass er in Form ist.“ Bentaleb war bei der WM 2014 in Brasilien dabei und seine Leistungen bei Lille haben ihm eine zweite Chance eingebracht.

Houssem Aouar und Amine Gouiri sind zurück, nachdem sie Anfang des Jahres verletzungsbedingt die Endrunde des Afrika-Cups verpasst hatten. Aouar, einst ein begehrter Spielmacher von Lyon, wechselte zu Al-Ittihad, aber eine Verletzung störte seinen Rhythmus. Gouiri, jetzt bei Marseille, bringt Kreativität und Torgefahr. Ihre Verfügbarkeit gibt Petkovic mehr Optionen im Angriff, einem Bereich, dem es bei Algerien manchmal an Durchschlagskraft fehlte.

Neben den namhaften Spielern umfasst der Kader aufstrebende Talente wie Rayan Ait-Nouri von den Wolverhampton Wanderers, Ramy Bensebaini von Borussia Dortmund und Ibrahim Maza von Bayer Leverkusen. Die Mischung aus in Europa tätigen Profis und einheimischen Spielern von USM Algier und JS Kabylie spiegelt das bewusste Gleichgewicht wider, das Petkovic zwischen importierter Qualität und lokaler Kohäsion anstrebt.

Diese WM-Qualifikation beendet einen frustrierenden Zyklus für Algerien. Nach dem Erreichen des Achtelfinals 2014 – ihrem besten Ergebnis – verpassten sie die Qualifikation für 2018 und 2022. Die aktuelle Generation, von der viele Teil des Afrika-Cup-Triumphs 2019 waren, hat nun die letzte Gelegenheit, auf der globalen Bühne ein bleibendes Erbe zu hinterlassen.

In Gruppe J gelost, steht Algerien vor einer monumentalen Herausforderung: Titelverteidiger Argentinien unter Lionel Messi sowie Österreich und Jordanien. Während Jordanien als das schwächste Glied angesehen wird, verfügt Österreich über einen gut eingespielten Kern aus der Bundesliga und der Premier League. Algerien muss realistischerweise Siege gegen Jordanien und Österreich anstreben, um weiterzukommen, da Punkte gegen Argentinien ein Bonus sind.

Die Coaching-Fähigkeiten von Vladimir Petkovic, der die Schweiz ins Viertelfinale der Euro 2020 führte, stehen unter Beobachtung. Er wurde beauftragt, eine Mannschaft zu revitalisieren, die bei den letzten beiden Afrika-Cups unterdurchschnittlich abgeschnitten hatte. Sein Umgang mit Spielern, wie die Rückberufung von Bentaleb zeigt, und seine taktische Flexibilität werden gegen die besten Teams der Welt auf die Probe gestellt.

Die Rückkehr wichtiger Spieler von Verletzungen und die Aufnahme eines Zidane verleihen sowohl erzählerische Frische als auch bewiesene Qualität. Allerdings bleiben Fragen zur Torhütertiefe – nur drei Schlussmänner wurden benannt, und Zidanes Gesichtsverletzung wirft Bedenken hinsichtlich seiner vollen Schärfe auf. Die Gruppenphase wird zeigen, ob dieser Kader die in Nordamerika erwartete Intensität bewältigen kann.

Letztendlich geht es bei Algeriens Kampagne 2026 um mehr als nur Ergebnisse; es geht um Nationalstolz, Wiedergutmachung für eine verpasste Generation und die allgegenwärtige Zidane-Geschichte. Während sich die Wüstenfüchse auf ihren Moment in der Sonne vorbereiten, wird die Welt zusehen, ob die Mischung aus Jugend, Erfahrung und einem berühmten Nachnamen ein neues Kapitel schreiben kann. Basierend auf Berichten von BBC Sport.