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Arteta überwindet Buhrufe: Arsenals erster Titel seit 22

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Mikel Artetas Fünfjahresplan trug Früchte, als Arsenal seinen ersten Premier-League-Titel seit 22 Jahren gewann und dabei frühe Fan-Buhrufe und das Vertrauen

Die Buhrufe, die Mikel Arteta in den ersten Monaten seiner Amtszeit bei Arsenal entgegenschlugen, sind längst zu einer fernen Erinnerung verblasst. Heute hallt das Emirates Stadium vor Bewunderung für einen Trainer, der dem Verein die erste Meisterschaft seit über zwei Jahrzehnten bescherte – eine Leistung, die zu Beginn der katastrophalen Saison 2021/22 undenkbar schien.

Hinter diesem Triumph steckt ein sorgfältig ausgearbeiteter Fünfjahresplan, den Arteta im Dezember 2019 bei einem geheimen Mitternachtstreffen dem damaligen Geschäftsführer Vinai Venkatesham skizzierte. Der Spanier, damals ein Neuling als Trainer, überzeugte die Arsenal-Führung, dass er einen Verein wieder aufbauen könne, der noch unter der Nachfolgekrise von Arsène Wenger litt. Trotz Unai Emerys Erfahrung setzten sich Artetas Charisma und seine unter Guardiola geschulte Vision durch, und der Vorstand unterstützte ihn mit Zeit und erheblichen Investitionen.

Entscheidend war, dass die vollständige Eigentümerschaft der Kroenke-Familie an Arsenal nach dem Aufkauf der Anteile von Alisher Usmanov eine Kriegskasse freigab, die Emery und sogar Wenger vermisst hatten. Insider schreiben Josh Kroenke zu, diese Finanzierung vorangetrieben zu haben, was Arteta ermöglichte, einen Kader von 22 hochkarätigen, taktisch flexiblen Spielern neu zu formen. Doch die ersten Ergebnisse waren verheerend: eine demütigende 0:5-Niederlage bei Manchester City, Heimpleiten gegen Chelsea und Aufsteiger Brentford sowie eine sieben Spiele andauernde Sieglosserie, die den Trainer bereits gescheitert erscheinen ließ.

Artetas Reaktion war ebenso hart wie entschlossen. Er zog eine klare Grenze in Bezug auf die Mannschaftskultur, froren Mesut Özil im Januar 2021 aus – ein Schritt, der den Verein Millionen kostete, um den Vertrag des Deutschen abzulösen, aber die volle Rückendeckung für den Trainer signalisierte. Shkodran Mustafi verließ den Verein im gleichen Fenster, und ein Jahr später wurde Top-Torschütze Pierre-Emerick Aubameyang verkauft, obwohl Arsenal noch um die Champions-League-Plätze kämpfte. Wie Mohamed Elneny in der Amazon-Dokumentation sagte: „Der Chef hatte Eier.“ Die Botschaft verwandelte die Kabine.

Der Wiederaufbau stützte sich auf eine Mischung aus geerbten Juwelen und klugen Einkäufen. William Saliba, von einem vorherigen Scouting-Team verpflichtet, wäre fast durchs Netz geschlüpft, bevor er ausgeliehen und dann reintegriert wurde. Gabriel Magalhães kam im September 2020, während Bukayo Saka aus der Akademie hervorging. Diese Grundlagen wurden im Sommer 2023 verstärkt, als Arsenal 200 Millionen Pfund für Declan Rice, Kai Havertz, Jurriën Timber und David Raya investierte. Rice lehnte Chelsea, Manchester United und City ab und kaufte Artetas Vision, dass „wir hier Großes vorhaben“.

Der Wandel war allmählich, aber unverkennbar. Artetas Arsenal entwickelte sich von einer von Disziplinlosigkeit geplagten Mannschaft zu einer kohärenten, taktisch klugen Einheit. Die Saison 2023/24 sah, wie sie Manchester City bis zur letzten Minute forderten, und in der folgenden Saison fanden sie die Konstanz, um die Meister endgültig zu entthronen. Die intensiven Methoden des Trainers, einst in Frage gestellt, waren nun das Markenzeichen eines Teams, das defensive Stärke mit offensiver Brillanz verband.

Rices Worte sollten sich als prophetisch erweisen. Nach Jahren des knappen Scheiterns verwandelte sich Artetas intensiver Stil endlich in eine unerbittliche Siegmaschine. Der Titelgewinn löste Szenen ungezügelter Freude im Emirates aus, wo Fans, die einst buhten, nun eine neue Ära feiern. Der Trainer, der fast entlassen worden wäre, steht nun neben den Legenden des Vereins.

Basierend auf einem Bericht des Guardian.